Tratsch: Herr Maaßen

Ex-Sauspieler #145815, 25. September 2018, um 14:06

Wer Wind sät, wird Sturm ernten :D

HerrGottSakra, 25. September 2018, um 14:23

Wie gesagt: Podex. Sollen sich alle mal an die eigene Nase fassen. Meinte wirklich niemanden persönlich - die Aussage kam eher aus meiner allgemeinen Grundstimmung dem Forum gegenüber.

Aber das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Man muss seinen Bildungsgrad offenlegen, um im Sauspiel-Forum mitreden zu dürfen.^^ Ansonsten wird man pauschal einfach mal als Depp angesehen und durch die Blume auch so bezeichnet.^^
So viel zum Ernst!^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

faxefaxe, 25. September 2018, um 15:28

Teile der Medien als "abgehoben" zu bezeichnen ist nun nichts, was mich ärgert, soja.

Ein bissl ist das natürlich eine sinnlose These. Auch bei einem Autobauer sind in den Führungsebenen wohl hauptsächlich Studierte (die bei uns in Deutschland nun mal stark aus privilegierten Schichten kommen). Das muss nicht bedeuten, dass sie nicht mehr wissen, was für ein Auto "das Volk" braucht.

Und Medien wie die Nachdenkseiten führen das ja wieder bissl ad absurdum. Die Elite im Sinne eines Meinungsmonopols gibt es ja viel weniger als früher.

Ex-Sauspieler #145815, 25. September 2018, um 16:38
zuletzt bearbeitet am 25. September 2018, um 16:43

@faxe²: Hört sich so an, als hättest du den Artikel nicht gelesen, den wasch verlinkt hat, oder ganz anders verstanden als ich. Denn:

* Hartmann spricht nicht von teilweise abgehobenen Medien, sondern von einer kompletten Generation von Journalisten + Politikern aus privilegierten Schichten. Dadurch sei das Verständnis für die Probleme + Forderungen des "kleinen Mannes" stark eingeschränkt, weil die Elite diese Seite gar nicht kennt (sie gewisse Probleme nicht betreffen).

* Was dein Beispiel aus der Autoindustrie in diesem Zusammenhang bedeutet, verstehe ich nicht. Die Lösung wirtschaftlicher und sozialer Probleme ist kaum mit der Konstruktion eines "Volkswagens" vergleichbar.

* Dein letzter Absatz ist in den Raum gestellt: Wie belegst du das? Hartmann sagt in dem Artikel, dass die Konzentration der Medien auf wenige Verlage genau dazu führt: Zu einer Meinungsbildung, die durch Medien vertreten wird, deren Autoren "abgehoben" auf die Welt schauen.

Ex-Sauspieler #145815, 25. September 2018, um 18:25

^^Bin schon ganz gespannt, wasch: Klär uns auf!

faxefaxe, 25. September 2018, um 20:44

Rash: es gibt keine Konzentration der Medien, sondern eine Atomisierung.

hansolo_forever, 25. September 2018, um 21:08
zuletzt bearbeitet am 25. September 2018, um 21:17

Okay - Einspruch.
Keine Konzentration der Medien ?
Da hat 'die Anstalt' in der letzten oder vorletzten Folge vor der Sommerpause was ganz anderes erzählt - zumindest was Printmedien in Deutschland anbelangt.
SÄMTLICHE auflagenstarken (und auch entscheinend meinungsbildenden) Blätter - von der FAZ über die SZ, die ZEIT, SPIEGEL, STERN, FOCUS (okay, egal ^^), die großen Rhein-Ruhr-Zeitungen, die Berliner Blätter, auch unsere Augsburger Sehrgemeine respektive ihre lokalen Ableger von Füssen bis Donauwörth, ... - sind in irgendeiner Form (oft gar nicht so leicht erkennbar) unter dem Dach von gerade mal FÜNF oder SECHS großen Mediengruppen oder Verlagshäusern vereint, welche zum Teil auch noch Familieneigentum sind.
Mohn, Bertelsmann, Springer kennt jeder, andere Namen hört man öffentlich fast nie oder hat als als Nicht-Insider keine Ahnung, wer oder was dahintersteckt.
Hmmm...

Das muß jetzt nicht automatisch die Qualität respektive Objektivität der Druckerzeugnisse beeinträchtigen, aber völlig unabhängig sieht doch anders aus ?!

P.S. die taz hab' ich jetzt vergessen, da weiß ich's auch nicht. In der Halbzeit schau ich mal in der Mediathek, ob ich den link finde.

Done:
https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-22-mai-2018-100.html
(ab 27:40, aber der Rest lohnt auch, wie immer - soweit zu den Öffentlich-rechtlichen ^^)

faxefaxe, 25. September 2018, um 21:16
zuletzt bearbeitet am 25. September 2018, um 21:17

Hans, es geht um etwas anderes:
Früher haben 50 Prozent der Menschen von einer Nachricht aus der ARD erfahren (das ist der Moment, um der Nachricht den Spin zu geben), die andere Hälfte am nächsten Morgen aus ihrer Tageszeitung.
aus Sicht der Zeitung ein Duopol im Kampf um die Meinungshoheit.

es ist völlig Wurscht, ob Regionalzeitungen derweil fusioniert haben (am ehesten ist das Lokal interessant, wenn es zu Einzeitungskreisen kommt): wenn die Menschen die Zeitung aufschlagen oder die Tagesschau sehen, hatten sie zuvor zig Medienkontakte auf Facebook und co.

wer morgens eine andere Meinung, als die in seiner Zeitung kennenlernen will, hat immer noch zig Möglichkeiten.

Entscheidend ist nicht der Einfluss klassischer Medien. Entscheidend ist die Aggregation auf Facebook und Google. Hier liegen die Manipulationsmöglichkeiten.

hansolo_forever, 25. September 2018, um 21:27

Ja, 'die Menschen'... - ich lebe wohl zu weit entfernt vom Puls der Zeit. Facebook spielt in meinem Leben keine Rolle, weder was Nachrichten noch was soziale Kontakte (wat für'n Ding ?) anbelangt, und Google nehm ich nur als Lexikonersatz, was mich natürlich immer zu wikipedia führt.
Aber in einem hast schon Recht: morgens in der Straßenbahn faltet kaum mehr jemand umständlich seine Zeitung hin und her, alle starren nur noch auf so komische kleine Kästchen und wirken irgendwie hochkonzentriert - muß wohl was Wichtiges in den Kästchen stecken...

kamiko, 25. September 2018, um 21:33

"eine andere Meinung, als die in seiner Zeitung kennenlernen"

Seriöse Zeitungen haben keine Meinung, sondern Information und Fakten widerzugeben!

Das Recht, sich seine eigene Meinung zu bilden, muss dem Leser überlassen bleiben.

Relativ ausgewogen informiert mMn n-tv;
oftmals (leider nicht immer) reduziert auf die nackten Fakten.
Bei einer derartigen Form von Berichterstattung vermisst man zwar manchmal Hintergrundinformationen, aber viele Medien verwechseln "Hintergrundinformation" mit Anreicherung von suggestivem Material.

faxefaxe, 25. September 2018, um 21:56

So ein Blödsinn ^^
eine Zeitung für pure Information im ADN-Stil braucht heute kein Mensch mehr.
analyse und Meinung ist gefragt.

Kurios. Nehme ich in meinen liebsten Kami-Quatsch auf. Seriöse Zeitungen haben keine Meinung ^^

verana, 25. September 2018, um 22:01
zuletzt bearbeitet am 25. September 2018, um 22:02

soja
Ich hab es auch gesehen.
Aber du weißt ja, dass es zwar alle sehen können,
wie nackert der König ist.
Sie können es nur nicht sagen, weil sie dann zu den
Dummen gehören.
Und wer will das schon.
Und so bleibt die Wahrheit unter tausend Aussagen
eine allen bekannte Lüge.:
Wäre da nicht dieses Kind......

verana, 25. September 2018, um 22:04

Mein Lieblingsmärchen ist des Kaisers neue Kleider.
Das nur so nebenbei.

Ex-Sauspieler #145815, 25. September 2018, um 22:19
zuletzt bearbeitet am 25. September 2018, um 22:19

Hi verana :) Ist ja schön, dass du dich zu Wort meldest, aber deine und waschs mysteriöse Andeutungen gehen mir auf den Keks. Könnt ihr mal sagen, wo euch der Schuh drückt?
* Weil der Hartmann als Rechtspopulist gilt?
* Und ihr aus meiner Zusammenfassung des von wasch verlinkten Artikels schließt, dass dieser meine Meinung widerspiegelt?
Ich hab mich lediglich gewundert, das die Antwort von faxe² wenig auf den Inhalt des Artikels eingeht. Lieblingsmärchen oder nicht, diese Art zu diskutieren ist wirklich kindisch.

kamiko, 25. September 2018, um 22:34

"analyse und Meinung ist gefragt."

irgendwelche Abnehmer brauchen ja die Medien - und irgendwo gibt es das sich fragende Volk, das Antworten braucht ! - haha...

ja was frägt es denn so das "Volk"?
etwa "wie können wir jetzt die Braunkohle-KW abschaffen?"
bei Anne Will: Altmeier - "wir sind dabei, das jetzt genau zu analysieren!"

ob da die Medien nicht etwas mithelfen sollten - zu "analysieren" meine ich ...
ja was analysieren die denn so, wenn sie denn da "analysieren" - die Journalisten meine ich...

Verdammt nochmal! Braunkohle schleudert nahezu soviel CO2 in die Luft wie nahezu der ganze Kraftverkehr in Deutschland. Wir finanzieren 1 Mio. Flüchtlinge, dann wird es doch möglich sein, die 100.000 Arbeitsplätze an der Braunkohle mitzufinanzieren, zumal sie noch nicht mal Deutsch lernen müssen, das können sie nämlich schon!

Und was analysieren die "Analysten" in den Medien? E-Autos - klar. Und die Politik?
"... für Lieferanten und Kleinbetriebe müsste man eine Hardware-Nachrüstung vorsehen; für den Privatkunde kommt das nicht in Frage, da sind wir mit den Herstellern in Verhandlung mit attraktiven Prämien".

Und was analysieren denn da die "Analysten" so in den Medien: "Ei schau mal einer kuck, horrende, noch nie dagewesene Prämien, 10.000€ bei Audi, 8000 bei VW, noch nie war Autokauf so günstig".

Und Egon Müller, der sich mühsam sein Auto erspart hat und das gerade mal 4 Jahre alt ist, soll ihn nun aufgrund der Abwertung für 7000€ verschrotten und sich nen 60.000€ Audi kaufen?
Mensch, der glückliche, er bekommt ja 10.000€ Prämie!

Schön, dass es Journalisten gibt, die das alles so wunderschön "analysieren" - da fühlt sich doch jeder Mensch gleich viel besser.
Schön, dass es Journalisten gibt, die man fragen kann - den Luxus "denken" kann sich heut kaum noch jemand leisten.
------------
kennt ihr noch den "internationalen Frühschoppen", wo Journalisten diskutierten und im Anschluss die "Fragestunde" war?
Wenn da jemand anfing mit "ich bin da jetzt nicht der Meinung von Herrn ..."
bekam er gleich -sinngemäß- hingeworfen:
"sie haben hier nichts zu sagen, sondern lediglich Fragen zu stellen".

Ich finde das bezeichnend.

kamiko, 25. September 2018, um 22:40

hatte ich erwähnt, dass das Thema Braunkohle schon mind. seit den 80ern existiert?
dass die derzeitige Regierung schon 3 Amtsperioden hinter sich hat?
wollt's nur erwähnen, bevor jemand noch Journalisten fragen muss, ob das Thema neu ist.

.. und täglich grüßt das Murmeltier - und täglich schreiben Journalisten ... lest die Zeitungen von den 80ern, in der von morgen steht auch nichts neues - nur die Namen ändern sich^^

faxefaxe, 25. September 2018, um 22:44

Vielleicht versuchst du es morgen nüchtern noch mal :-)

kamiko, 25. September 2018, um 23:05

ja, das gleiche würd ich gern all den Journalisten sagen.
vielleicht würd's ja helfen bei ihrer "Analysiererei", ob nun Merkel Recht hat, dass man Braunkohle bis 2050 mitzieht, oder Altmeier, der jetzt prüft, wie man Braunkohle bis 2050 aufrecht erhält.

Also ich finde beide Vorschläge toll und kann mich einfach nicht entscheiden (...grübel...) ob Merkel oder Altmeier; zum Glück gibt's morgen ne Zeitung, die dann IHRE Meinung darlegt, dass beide verkehrt lägen und man doch bitte die Braunkohle-KW bis 2050 erhalten solle.

bin nüchtern, aber gleich nicht mehr. Prost.

Traumbefreiter, 25. September 2018, um 23:36
zuletzt bearbeitet am 25. September 2018, um 23:38

mal off-topic: manchmal seid ihr hier wie nashörner, denen man des schwanzl (nein, nicht schwanz! des sagt man als anständiger sauspieler ja ned!) angesengt hat: nix sehen, aber halbblind drauf oder aufeinander losrennen. dabei könnte man so friedlich nebeneinander grasen.^^

on topic: meiner meinung nach wird heute vieles an problemen sachlich viel zu unkonstruktiv "zerredet", bis hin zum unversöhnlichen, persönlich diffamierenden streit, weil jeweils auf interessengeleitete "gutachten", "expertisen" (auch erstellt von journalisten als "meinungsmachern" und gesucht per offenem www) verwiesen werden kann.
letztlich ist das doch nur der reflex einer gespaltenen bis vielfach fragmentierten gesellschaft. der sich auch zeigt in dem breiten gefühl, es gäbe wenige, aber mächtige kontrolleure, und viele kontrollierte, dummerle. aber klugerweise (?!?), haben die in einer demokratie auch ihre, gleichberechtigte stimme.
hier, aber auch in anderen freds, auch in threads in anderen (a)-social medias, habe ich folgenden eindruck: "da fangen wir doch mal die dummerles ein, so für unsere zwecke!"
daher finde ich sowohl die strittigen kommentare von z.B. faxefaxe genau so wichtig wie die z.b. vom kamiko! lasst das "persönliche" zurücktreten, zum wohle eines echten (aber auch harten) diskurses!

verana, 25. September 2018, um 23:38
zuletzt bearbeitet am 25. September 2018, um 23:40

rash
Was du als mysteriös liest, ist viel weniger.
Aber manchmal ist das Einfache zu kompliziert.
Was mich nicht verwundert, wenn man vorwiegend
in Zitaten denkt, kommt einem ein einfaches
Märchen mit einer schlichten Aussage mysteriös vor.
By the way - mir gehen Zitate und links und
abgehobenes Geschwafel aneinander vorbei gehörig
auf den Keks.
Sorry - und nix für unguad.

verana, 25. September 2018, um 23:48
zuletzt bearbeitet am 25. September 2018, um 23:50

PS
Ich diskutiere übrigens hier nicht.Ich habe nur den Gedanken von soja zur Diskussion und auch irgendwie zum Thema aufgegriffen.
Und wenn schon meine Art als kindisch benannt
wird, dann bestätige ich das gerne.
Lieber kindisch als gar nicht diskutieren.
Oder liest du hier eine Diskussion?

Traumbefreiter, 25. September 2018, um 23:50

hai verana,
schee, dich amal wieder zu lesen hier (apropos: platinnetz geht sehr bald in den orcus!)

ich vermute einmal (!!!???), rash ist wahrscheins (korrigiere mich) seit langer zeit stark desillusioniert / frustriert vom "politikbetrieb"
ich kann es nicht verdenken ... heute sah im ndr (jaja, auch so ein öffentlich-rechtlicher infoteinment-sender, wie ich hier schon allgemein zum öffentlich-rechtlichen rundfunk und TV gelesen habe!) eine kurze doku: wie spd-mitglieder an der basis verzweifeln darüber, was die "total abgehobene" führung "oben macht": fast wörtliches zitat: "wir an der basis sähen, die führung pflügt das aber um!"

ich glaube ja fast (!) auch nur noch das, was in "titanic" steht ... und andere glauben, was in rechtsextremen postillen verlautbart wird. leben wird langsam zur gelebten satire!

Ex-Sauspieler #145815, 25. September 2018, um 23:50
zuletzt bearbeitet am 26. September 2018, um 00:02

@verana: Mysteriös, deine Antwort^^ Sorry für was? Märchen zitieren ist legitim, (Kalender-)Weisheiten und Sprüche nicht? Jemand, der sich als politisch unversiert outet, darf hier nicht mitreden? Sag halt, was du denkst, statt deinen Unmut hinter Anspielungen zu verschleiern.

PS: Jemandem zu unterstellen, er denke vorwiegend in Zitaten, ist schon far out. Da fällt mir jetzt leider kein Zitat zu ein :D

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