Tratsch: Donald Trump?

kamiko, 09. Juni 2017, um 09:30

ach ja - bei der netzinfrastruktur stimm ich ebenfalls voll zu; unsere überlandleitungen würden dem aufkommen gar nicht standhalten.

aber auch das ist für die energiebilanz unerheblich.

Soizhaferl, 09. Juni 2017, um 10:23

Ja, und wenn ich all diese langfristigen Sachen umstellen will - bessere Batterien, schnelleres Laden, bessere leitungen, mehr regenerative Energien - muss ich halt irgendwo mal anfangen mit dem E-Auto...
Dass viele Leute das auch einfach nicht "mögen", weils halt einfach scheiße klingt, da hat der Spielfuehrer auch recht, aber wer nen zu kleinen Schwanz hat, muss halt dann was andres als Ausgleich nehmen als sein Auto ;)

Das Schließen von KKWs wurde historisch gesehen vor allem aus zwei Gründen verhindert; zum einen kostet es Arbeitsplätze (eher die SPD-Schiene), zum anderen stellen sie (und stellen derzeit immer noch) eine Möglichkeit dar, Deutschland autark mit Enrgie zu versorgen (eher die CDU-Schiene).

Beide Gründe werden zunehmend unwichtiger, aber das wird halt einfach noch Zeit brauchen.

kamiko, 09. Juni 2017, um 11:07
zuletzt bearbeitet am 09. Juni 2017, um 12:14

soiz, die Arbeitsplätze würd ich an dieser Stelle gern mal ausklammern (gern später, sonst wird's zu kompliziert).

"zum anderen stellen sie (und stellen derzeit immer noch) eine Möglichkeit dar, Deutschland autark mit Enrgie zu versorgen."

damit gehst du zumindest -im gegensatz zu faxe- nicht davon aus, dass die energie -bereits derzeit (!)- ohne KKWs ausreichen würde.

und dann stimm ich dir völlig zu.
-----------------
jetzt ist aber doch die spannende frage, wenn man ohne KKWs nicht auskommt, warum möchtest du dann bei E-Autos anfangen und nicht primär bei der Energieerzeugung ?

du sagst nun bestimmt: "zweigleisig, das eine schließt das andere nicht aus", richtig ?

ja, auch da stimm ich dir dann prinzipiell zu.

ABER.
wir planen bei den E-Autos die ganz große eierlegende wollmilchsau mit zig problemen und kalkulieren mit technologien, verbraucher-akzeptanz, investitionsgelder, logistik, ... das alles noch gar nicht verfügbar ist(/sind)....
... und schaffen noch nicht einmal die "kleine aufgabe", 3 KKWs vom netz zu nehmen, OBWOHL derzeit noch gar nicht der zusätzlich gigantische strommengenbedarf für die autos anfällt.

kannst du mir das bitte mal erklären ?

faxefaxe, 09. Juni 2017, um 13:44

Die Ausgangslogik vom Kami ist falsch und er zieht das unbeirrt durch. Respekt.

faxefaxe, 09. Juni 2017, um 13:44

Und dann fragt er am Schluss immer heuchlerisch: kannst Du mir das erklären?
Dann kommt die Erklärung - und verpufft.

kamiko, 09. Juni 2017, um 15:43

wie wär's denn, wenn du mal nicht irgendetwas hinpupst, sondern -mal zur abwechlung- ganz exakt auch deine aussagen begründest, faxe ?

nicht ich, sondern du behauptest
"Das Problem ist ja, dass wir eher Zuviel regenerativen Strom haben und nicht wissen wohin" (Seite 15)
und "..., Strom haben wir genug. " (Seite 16)

und wenn wir sooooo viel Strom haben,
"warum werden die völlig überflüssigen KKWs, die nutzlos die Umwelt verpesten, nicht einfach abgeschaltet und zwar heute noch ?"

da kannst dich drehen und wenden und wenden und drehen ...
... wie du willst und es seit etlichen seiten machst - aus der nummer kommst du nicht raus ohne darauf eine plausible antwort zu geben^^

kamiko, 09. Juni 2017, um 16:09

zur erinnerung:

Bruttostromerzeugung derzeit (2016 in Kwh)
648,4 Mrd, GESAMT
426,6 Kohle+Gas+Atomkraft
188,3 regenerativ
============================

benötigt -geschätzt- MIT E-Autos(/verkehr)
648 Mrd, derzeit gesamt
+588 Mrd. Verkehr
--------------
=1236 Mrd. gesamt
- 188 Mrd. regenerativ
----------------
= -1048 Mrd. Kwh, die FEHLEN !

ich hab meine zahlen schon längst geliefert und meine aussagen untermauert.
und du ?

Soizhaferl, 09. Juni 2017, um 16:34
zuletzt bearbeitet am 09. Juni 2017, um 16:34

Wir fragen also nach dem "warum" einer politischen Entscheidung, aber die Arbeitsplätze wollen wir ausklammern, weil es sonst ja kompliziert wird...

Wir tun also so, als ob eine Energiewende nicht längst schon von allen maßgeblichen politischen kräften eingeleitet wäre (dass sie noch inkonsequent ist, da sind wir uns einig, aber auch dafür gibt es halt ein Bündel von Ursachen - grundsätzlich wärs schon möglich, jetzt sofort auf regenerative Energien umzustellen, aber da sind halt Investitionskosten, Leute die keine Windräder vor der Nase wollen etc. pp.)...

Zwei maßgebliche Gründe, warum an den KKW noch festgehalten wird, auch wenn wir sie nicht bräuchten (die KKW kann man zum Beispiel im Vergleich zur Atomkraft vernachlässigen), habe ich genannt, aber trotzdem kommt dann noch die Frage, ob ich dir das erklären könnte - ne, da seh ichs wie der faxe: Rumblödeln is ja zwischendurch ganz nett, aber so bringt das nix.

chickenwilli, 09. Juni 2017, um 16:41

Jetzt bin ich mal gespannt wie ihr vom Energiebedarf für die Elektroautos wieder zurück zum Thema (Donald Trump) kommt.

Soizhaferl, 09. Juni 2017, um 16:53

Mit Eleganz, lieber Willi.

faxefaxe, 09. Juni 2017, um 17:15
zuletzt bearbeitet am 09. Juni 2017, um 17:18

Kami, die Fragen sind längst beantwortet. Es stimmt einfach nicht, dass wir für Elektroautos zusätzliche Kohlekraftwerke bräuchten. Dass wir sie mit einem so hohen Anteil haben, hat wie in den USA politische Gründe. Rücksicht auf Braunkohlereviere. In Europa gibt es Steomüberkapazitäten. An manchen Tagen zahlen wir dafür, dass andere uns Strom abnehmen. Um die Netze zu entlasten, weil die Speichermöglichkeiten für den Überschuss der Erneuerbaren fehlen. Hier wären Elektroautos auch gesamtgesellschaftlich eher ein guter Zwischenspeicher.
Wenn wir wollten könnten wir Kohle zu einem guten Teil sofort durch sauberere Gaskraftwerke ersetzen. Irsching hat die effizienteste Gasturbine der Welt (GE muss den Nachweis noch liefern, dass ihre tatsächlich noch effizienter ist), könnte Hunderttausende Haushalte versorgen und steht die meiste Zeit still.
Es gibt ein kompliziertes System von Subventionen und Zertifikaten. Innerhalb dessen fährt man mit abgeschriebenen Kohlekraftwerken ganz gut. Aber das hat wie gesagt vor allem politische Gründe.
In den nächsten Jahren wird es einen weiter steilen Anstieg der Erneuerbaren bei uns geben. Damit könnten viele E-Autos versorgt werden. Wenn der Strom billiger ist, wenn er weg muss, wird man ihn dann auch los. Und es wird natürlich nicht der gesamte Bestand auf einen Schlag Elektroautos, daher ist das eine Milchmädchenrechnung.

Gegen E-Autos sprechen andere Themen. Das fehlende Infrastrukturnetz, der hohe Anschaffungspreis und die geringe Reichweite.

Und jetzt komm Du wieder mit Deinem sinnlosen Kohlekraftwerke-Gerede. :-)

faxefaxe, 09. Juni 2017, um 17:27

Die Chinesen haben derweil eine E-Straßenbahn, die ohne Schienen autonom fährt.

https://www.nzz.ch/mobilitaet/verkehr/tram-auf-raedern-diese-strassenbahn-braucht-kein-teures-schienennetz-ld.1300056

Ich will derzeit auch kein e-Auto, aber wir müssen schon aufpassen, dass wir nicht den Anschluss verlieren.

kamiko, 09. Juni 2017, um 18:21

wird ja immer absurder, was du bringst^^

"An manchen Tagen zahlen wir dafür, dass andere uns Strom abnehmen. Um die Netze zu entlasten, weil die Speichermöglichkeiten für den Überschuss der Erneuerbaren fehlen. Hier wären Elektroautos auch gesamtgesellschaftlich eher ein guter Zwischenspeicher"

ruft da am montag die Merkel an "hey, leute, ladet alle mal eure autos auf, denn vl. wird's am mittwoch eng ... oder am donnerstag ... und dann müsst ihr alle autos ans netz hängen, damit die lichter in den häusern nicht ausgehen"
- haha, ja das wär was für öko-faxe, aber kami tankt benzin, wenn er ihn braucht und steigt nicht aufs fahrrad um, weil faxe grad sportschau sehen will und sonst keinen strom hätte^^

aber jetzt kommen wir der sache wohl näher - das was du meinst ist wohl sowas:
https://www.energie-lexikon.info/pumpspeicherkraftwerk.html

nun, "7. und 8. Mai 2016 konnte sogar kurzzeitig 90% des Stromverbrauchs in Deutschland mit Erneuerbaren Energien gedeckt werden"

mit speicher hätte man durchschnittlich mehr strom und natürlich wäre es dann besser, aber wie weit kommst du denn dann im mittel ? auf 60% ? dann hätten wir immer noch nichts zu verschenken und könnten keineswegs den jetzigen bedarf, und schon gar nicht den mit E-Autos decken und bräuchten noch immer KKWs. deswegen ist deine aussage schon mal falsch;-)

faxefaxe, 09. Juni 2017, um 18:23

Ich geb es auf, Kami :-)

krattler, 09. Juni 2017, um 18:27

sag ich doch schon immer:)

kamiko, 09. Juni 2017, um 18:33

na ja, dann mach dich doch erst mal schlau, faxe^^
https://www.next-kraftwerke.de/wissen/strommarkt/residuallast

und der satz "Aktuell sind in der Tat herkömmliche Kraftwerke für die Stromversorgung in Deutschland notwendig" sollte wohl allseits verständlich sein.

faxefaxe, 09. Juni 2017, um 18:40

Natürlich sind sie das. *kopfaufdietischplatteschlag*

kamiko, 09. Juni 2017, um 18:40

und für soiz:
auch wenn ich da etlichem zustimme, aber die Aussage war wohl ein scherz:
"die KKW kann man zum Beispiel im Vergleich zur Atomkraft vernachlässigen"

Braunkohle 150,0 Mrd. Tonnen
Steinkohle 111,5 Mrd. Tonnen
Kernenergie 84,6 Mrd. Tonnen

kamiko, 09. Juni 2017, um 19:02

für willi - und weil ich jetzt alle aussagen beisammen hab:

"Dass wir sie (anm.: KKW) mit einem so hohen Anteil haben, hat wie in den USA politische Gründe. Rücksicht auf Braunkohlereviere (anm.: Arbeitsplätze)
...
Wenn wir wollten (anm: ACHTUNG, es liegt am WOLLEN !) könnten (anm: wir KÖNNTEN also doch !) wir Kohle zu einem guten Teil sofort durch sauberere Gaskraftwerke ersetzen.
...
Es gibt ein kompliziertes System von Subventionen und Zertifikaten. Innerhalb dessen fährt man mit abgeschriebenen Kohlekraftwerken ganz gut.
(Anm: HABGIER - es geht um Geld)
Aber das hat wie gesagt vor allem politische Gründe.
(anm: und um MACHT !)"
(faxe)

"Wir fragen also nach dem 'warum' einer politischen Entscheidung, aber die Arbeitsplätze wollen wir ausklammern, weil es sonst ja kompliziert wird..."
ja, auch dem soiz sind die arbeitsplätze wichtig.

"grundsätzlich wärs schon möglich
(anm: aha, auch soiz gibt zu, dass kein faktisches Problem degegen steht)
...
aber da sind halt Investitionskosten, ...
(anm: auch dem soiz geht's ums Geld^^)
Leute die keine Windräder vor der Nase wollen etc. pp.)...
(anm: und natürlich - die Wählerschaft)"
-------------------------------------

danke, ihr habt nur bestätigt, dass es nicht um "KÖNNEN" geht, sondern um "WOLLEN", aber man will einfach nicht, und warum ?
wegen Wählerstimmen, Geld und politische macht.

so jungs und das ist keinen deut besser als das was trump macht.
und wenn ihr jetzt noch die freundlichkeit hättet, rückgrat zu zeigen und das offen zuzugeben, dann würdet ihr wenigstens in dem punkt nicht hinter trump zurückstehen.
habe fertig.^^

faxefaxe, 09. Juni 2017, um 19:07

Äh, ich habe gesagt, dsss bei uns Kohle aus den selben Gründen wie bei Trump gefördert wird.
Und nun soll ich das "offen zugeben"?
Du bist schon ein Spinner. ^^

kamiko, 09. Juni 2017, um 19:13

ja hast du, hab's sehr wohl registriert.
(sollte auch nicht dazu dienen trump reinzuwaschen, aber die waagschalen waren mir zu einseitig)

kamiko, 09. Juni 2017, um 22:10
zuletzt bearbeitet am 09. Juni 2017, um 22:39

soja, primär ging es mir um die Doppelmoral Deutschlands.
dabei stimm ich doch absolut zu, dass es zwänge gibt, aber denen unterliegt auch trump.
was mich betrifft, so sag ich ganz ehrlich, dass auch mir mein -kleiner- Wohlstand ers mal wichtiger ist.
Egoismus vor Umweltschutz.
ehrlich zu sich selbst (als Person, aber auch als Nation) würd ich mir von allen wünschen.

Dennoch.
der Witz ist nämlich, dass sich hier Profit und Umweltschutz mmn. nicht widerspricht. die entstehenden Industriezweige könnten sich auch im Export, in billiger Energie auszahlen, also win-win.

ich hab keine Patentlösung, aber die Lösung mit E-Autos konnte mich noch nie recht überzeugen, denn selbst wenn man den Ladevorgang irgendwann sogar auf 15 min. reduzieren kann - ich find es umständlich und nicht praktikabel.

für mich wäre eine lösung besser, die
Schritt 1. CO2 im großen Stil aus der Luft filtert
(https://www.wired.de/collection/tech/smog-kohlenstoff-co2-schweiz-filtersystem-duenger-klimaschutz)

und in
Schritt 2. dieses CO2 in Benzin überführt
(http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Einzigartig-Dresdner-Firma-Sunfire-revolutioniert-Kraftstoff-Herstellung
edit: sry, war falscher link)

der Benzin wäre anfangs vmtl. sehr viel teurer, aber als Nation wäre mir das wert, da damit nicht nur passiv nicht mehr CO2 erzeugt würde, sondern mit der Technologie sogar AKTIV die Luft verbessert werden könnte.

ebenfalls entfällt das Problem der Speicherung - benzin lässt sich super abfüllen und lagern.
bei Batterien kommt doch irgendwann das nächste Problem: Entsorgung.

man müsste auch NULL an der Infrastruktur ändern, und das auf der ganzen Welt, was enorm wichtig wäre.

denn mit E-Autos haben doch auch vor allem Entwicklungsstaaten sofort wieder das Problem, dass sie genauso erst alles aufbauen müssten, wozu das Geld fehlt. warum sollten sie das dann machen ?

ich denke eher, da werden unsere Autos - genauso wie bis jetzt - zu denen weiterhin verschifft.
bei uns ist die Luft sauber - und in der dritten Welt wird noch mehr der ganze CO2 und sonstige Müll in die Luft gepumpt.

Ex-Sauspieler #484842, 10. Juni 2017, um 09:46

america e pluribus Unum......

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