strafkopfer, 07. September 2026, um 15:05
Das Thema Kanzlerwechsel oder auch Neuwahl hat sich noch nicht erledigt. Aber natürlich werden die das nicht vor Berlin/ Meck-Pomm anstoßen/ diskutieren. Das wäre taktisch ja unfassbar doof.
Spannend wird es nach diesen zwei Wahlen (natürlich auch in Abhängigkeit vom Ergebnis)
luggi48, 07. September 2026, um 15:16
zuletzt bearbeitet am 07. September 2026, um 15:29
Sollten die nächsten zwei Wahlen so ähnlich aus gehen, dürften wohl einige Köpfe rollen.Dann wärs für Merz wohl vor März aus.
strafkopfer, 07. September 2026, um 15:19
Ist halt die Frage, ob die dann den Kanzler tauschen oder eher die Koalition zerbricht und man Neuwahlen anstrebt. Aber dann ist am Ende auch der Bund schwer regierbar, weil alle ja in die Opposition wollen, und keiner mit den Faschos regieren will.
luggi48, 07. September 2026, um 15:36
Ich denke die Koalition würde zerbrechen. Was dann rauskommt?????
Blechkultur_Kim, 07. September 2026, um 15:42
Merz hat betonte ja schon mehrfach das er nicht alleine regiere und deshalb so manche "Pläne" scheitern. Also ist ja die SPD Schuld das es nicht weiter geht.
und wen will den die CDU nachreichen?
Wüst? Anstatt sich Fehler einzugestehen ging das Anti AfD blabla weiter. Jetzt gerade in einer PK gesagt hat, dass die Bürger (quer, Migranten usw.) in Sachsen Anhalt keine Angst haben müssen. (klang etwas so aks wenn die AfD schon Baupläne für Gaskammern eingereicht hätten)
Wenn die CDU und SPD nur im Ansatz die gleiche Energie für einen vernünftigen Wahlkampf gemacht hätten anstatt gegen die AfD, wäre es nicht so ne Klatsche gewesen.
Paar Tage vor den Wahl ist die Spahn Aktion auch nicht soooo clever gewesen ^^ das hat sicher der AfD noch die ein oder andere Stimme gebracht.
und zu Neuwahlen...
was soll das geben?
Anstatt CDU und SPD wird es wohl auf eine Koalition zwischen CDU; SPD; linke, Grüne zusammen das sie auf 50% kommen?
Ja das wird super funktionieren...
Defluencer, 07. September 2026, um 15:45
ob das den herrn merz beeindrucken wird?
ich bin jedenfalls dabei
https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/
Blechkultur_Kim, 15. September 2026, um 13:11
Jetzt soll die "Indirekte Vertrauensfrage" kommen.
Zitat:
Darüber berichtet, Demnach plant Merz noch am Wahlabend am Sonntag eine Krisensitzung des CDU-Präsidiums. Im Zuge dessen wolle er indirekt die Vertrauensfrage stellen und die Parteispitze vor die Wahl stellen: Entweder ein geschlossener Reformkurs unter seiner Führung oder der offene Sturz. Freiwillig wolle der Kanzler sein Amt hingegen nicht aufgeben.
Klartext.
Ich geh nicht freiwillig!
und entweder machen wir weiter wie ich will (im Namen BR) oder ihr müsst mich stürzen.
Könnte es der CDU Vorteile bringen oder das Genick brechen beim Sturz?
strafkopfer, 15. September 2026, um 13:25
Die interne Vertrauensfrage ist auch echt peinlich, weil er im Präsidium vermutlich guten Rückhalt hat. Eine offizielle Vertrauensfrage traut er sich nicht, weil da würde er verlieren.
Am Heikelsten finde ich, dass man keinen wirklich geeigneten Nachfolger hat.
Wüst wird sich das nicht antun, weil er in NRW gesetzt ist. Auf Bundeseben kann er aktuell nur verlieren. Der wartet lieber ab bis er bei Neuwahlen als der neue Mann antreten darf.
Die BILD spekuliert über Dobrindt. Kann ich mir kaum vorstellen, da er kein wirklich anderer Typ wäre als ein Merz. Das wäre vom Regen in die Traufe.
Und sonst? Söder? Wollen würd er schon, aber man muss ihn vermutlich anbetteln. Kann nur hoffen, dass man das nicht macht.
Frei: auch schwer vorstellbar, da er schon das Kanzleramt nicht gut geführt hat.
Spahn: gefallener Rising Star, der sich erstmal ein paar Jahre hinten anstellen muss. Bin aber sicher, dass der wieder auftauchen wird.
Blechkultur_Kim, 15. September 2026, um 15:48
Spahn hinten anstellen?
Der geht doch jetzt erst mal in den Haushaltsausschuss.
Geht ja so Sorgsam mit unseren Geld um. Da ist er 100% richtig aufgehoben.
Baron Merzhausen klammert sich jetzt erst mal an den Strohhalm der neuen Spritpreisbremse...
Braucht Shell und BP wohl ein paar Finanzspritzen. Der Zahnlose Tiger Kartellamt wird wie immer zuschauen und nichts feststellen.
Ali_Ass, 16. September 2026, um 19:06
zuletzt bearbeitet am 16. September 2026, um 19:07
eine offizielle Vertrauensfrage würde er vielleicht verlieren, aber glaubt ihr, das juckt ihn? Außerdem glaube ich, dass er sie gewinnen würde. Wenn auch nur zum Schein.
Blechkultur_Kim, 17. September 2026, um 10:25
hat sich ja auch schon wieder erledigt...
"Seine" Minister stehen hinter ihm! OK Den Job will auch keiner Übernehmen ;-)
Merzhausen ist abgebrüht genug um zu Pokern. Der weis selber das die CDU darunter noch mehr zerfallen wird.
In den letzten Interviews hat der Baron deutlich gesagt das "ICH" und die Regierung für 4 Jahre gewählt wurden.
Wir sind nur zu dumm SEINEN einzigen richtigen Weg zu verstehen.
Das einzige was ich sehe... So wahr mir BRock helfe.
strafkopfer, 17. September 2026, um 10:37
Das hat sich glaub ich noch ned erledigt; klar stellen die sich VOR der Wahl in MP und Berlin hinter ihn. Insbes. in MP kämpfen die ja fast schon ums Überleben.
Nach der Wahl ist es immer ganz anders als vorher, sei es bei Wahlversprechen oder bei öffentlich wirksamen Untersützungs-Parolen
Blechkultur_Kim, 17. September 2026, um 12:02
auch wahr!
Gerade Merzhausen ist MMn ungeschlagene Nr. 1 was gebrochene Wahlversprechen betrifft.
Hätte er nur 50% von dem gemacht was er VOR der Wahl versprochen hätte, wäre die AfD wirklich um 50% halbiert.
Scholz konnte sich zumindest an eine "Sache" nicht mehr erinnern.
Baron vergisst auch gerne was er am Tag vorher gesagt hat.
strafkopfer, 17. September 2026, um 12:55
Merz hat in der Tat deutlich mehr versprochen, hat aber auch ne komplizierte Koalition, wie sich mittlerweile ja rausstellt.
Ob er so viel mehr versprochen hat als andere...I don't know. Das zieht sich leider durch alle Parteien hinweg.
Brotchip, 17. September 2026, um 15:08
zuletzt bearbeitet am 17. September 2026, um 15:11
Ist es nicht wirklich wurscht wer regiert in einem mittlerweile doch fast unregierbaren Land? Die alternativen für Deutschland sind ja eher sehr beschränkt und letztlich sind wir nicht die Einzigen auf dem Planeten, die über Inflation, Migration und was weiß sonst noch jammern. Was wäre denn jetzt der Königsweg? Nur wenn die internationalen Probleme, allen voran Iran und Ukraine gelöst wären, a bissal normalität in der weltweiten Diplomatie, ein stoppen der allgemeinen Preistreiberei ein Ende finden würde, würden wir es auch wirklich spüren. Deutschland selbst hat hier die Fäden nicht in der Hand. Zudem wird das Volk gefühlt immer blöder, sozial Media befeuert die unfähigkeit Vieler, noch halbwegs "normal" zu denken und einfach auf dem Boden zu bleiben anstatt Luftschlösser zu bauen. Beispiel: Erst letzte Woche die Tochter meines Freundes nach abgeschlossener Lehre zur Steuerfachgehilfin: " ich brauch jetzt erst mal mein Sabbatical, für ein Jahr Australien wäre schon recht.....usw. usw. Die Gesellschaft verändert sich extrem in eine seltsame Richtung und wenn "ES" nicht so kommt wie gewünscht, sucht man sich die Schuldigen!
Man könnt jetzt ewig weiter philosophieren, es ändert genau so wenig als irgend eine dahergevögelte, neue Regierung!
astro, 17. September 2026, um 15:56
Brotchip, beim Punkt, wer uns regiert ist wurscht, muss ich sagen…hoffentlich nie eine Partei mit rechter Gesinnung. Beim Rest kann ich dir nur zustimmen. Es wird von einer Gruppe über neue Regelungen geschimpft, von anderen Gruppen über die alten Regelungen und von einer weiteren Gruppe über beides. Und man liest und hört immer nur die Motzer, weil die besonders laut und permanent schreien. Und wenn was nicht in ihre Lebensweise passt, wird nach dem Staat geschrien. ich kenne in meinem Bekanntenkreis viele Schüler, die nach der Schule erst mal ein oder zwei Jahre nach Südamerika oder Südostasien gegangen sind. Da sind aber auch zum großen Teil die Eltern Schuld, weil sie solche Sachen mitfinanzieren. Klar, die jetzige Elterngeneration der Zwanzigjährigen hat mehr Geld zur Verfügung als deren Eltern. Und man kann es auch verstehen, dass man seine Kinder unterstützt. Zum Thema Spritpreis, mich würde interessieren, wieviele Fahrten dieser Nörgler wirklich notwendig sind.
strafkopfer, 17. September 2026, um 16:06
2
faxefaxe, 19. September 2026, um 07:23
zuletzt bearbeitet am 19. September 2026, um 07:24
Um den Pluralismus in dieser Diskussion etwas zu erhöhen, hier einmal etwas seltenes: Positives über Friedrich Merz
(aus der aktuellen FAS).
„Merz hat nachvollziehbare Gründe, in Putins Russland die größte Bedrohung für die Republik zu sehen. Die Unterstützung der Ukraine und der Aufbau einer europäischen Verteidigung sind seine Staatsräson. Deswegen reist er in einer Woche, in der Berlin nicht nur über Sozialreformen debattiert, sondern über seinen Sturz, zum Arktis-Gipfel nach Lappland. Dort oben könnte sich für Deutschland auf lange Sicht mehr entscheiden als in den Hinterzimmern des Regierungsviertels.Diesen Kurs durchzuhalten, ist nicht einfach, schon gar nicht in einer von sozialen Nöten geprägten Gesellschaft, in der selbst Politiker der Ost-CDU mit den Ukraine-Hilfen und den gestiegenen Verteidigungsausgaben hadern. Hier liegt auch ein wesentlicher Grund für Merz’ verzweifeltes Festhalten an der Mesalliance mit der SPD: In keiner anderen (rechnerisch möglichen) Koalition ließe sich die wehrhafte Politik gegenüber Moskau fortführen.Die Ernsthaftigkeit, die Umsicht, auch die Redlichkeit, mit der Merz Deutschlands Rolle in Europa und darüber hinaus neu zu justieren versucht, hat dem Land den Respekt vieler Partner eingetragen. Merz macht Fehler, ja. Wer würde in dieser Lage keine machen? Aber mit etwas gutem Willen könnte man auch darüber staunen, wie viele Fehler er nicht macht.In Europa tritt er nicht breitbeinig auf, sondern konstruktiv bestimmt. Er bewegt die EU in Richtung eines Realismus, der vorher nicht zuletzt von deutschen Regierungen verhindert wurde, ohne dabei Antipathien gegen Berlin aufkommen zu lassen. Viele andere möchte man sich bei dieser Aufgabe nicht vorstellen, am wenigsten die neuen „Alternativen“ mit ihrem schneidenden Ton. Mit Geschick bewältigt Merz auch das vielleicht komplizierteste Verhältnis – zu Amerika unter Donald Trump. Allen Widrigkeiten zum Trotz bewahrt er die notwendige Balance zwischen Bemühen und Selbstachtung.“
…
„Sollte Merz scheitern, könnte der Jubel darüber bald verstummen. Die nach ihm kommen, werden sich über kurz oder lang dem Vulgären des Alles-muss-neu-Schwungs nicht mehr entziehen können – oder direkt aus dem Schoß der Konterrevolution stammen. Viele, die sich heute einen anderen Kanzler wünschen, werden noch mit Wehmut auf den letzten Bürgerlichen alter Schule im höchsten politischen Amt der Bundesrepublik zurückblicken.“
christophReg, 19. September 2026, um 09:56
Den Text würde mein Vater (91) sofort unterschreiben:-). Mal sehen was danach kommt. Es kann jedenfalls auch schlechter werden.
jGoetz, 21. September 2026, um 06:47
Sollte Bundeskanzler Merz noch unter diesen Umständen mit der SPD im Bund weitermachen?
Schwesig hat von der CDU in Mecklenburg Vorpommern scheinbar viele Zweitstimmen abgeholt.
Brotchip, 21. September 2026, um 08:40
Merz hin oder her, ich fürchte dass der letzte Satz von ChristophReg grad der Anfang ist, wenn ich mir die Wolkenträume der Linken und der AFD so anhöre. Jetzt würd mich mal wirklich interessieren, wer von den Lesern hier einen guten Vorschlag hat, mit welcher Partei bzw. Parteien Deutschland seine Zukunft gestalten sollte. Ich probiers auch immer wieder, komm aber nicht so recht weiter.....grundsätzlich denke ich, dass die Brandmauer einer der größten Fehler war, der auch in den Geschichtsbüchern einmal einen fetten Platz einnehmen wird
Defluencer, 21. September 2026, um 09:12
ein fehler? denke ich nicht, nur ein unbeholfener versuch zu verhindern dass sich deutsche geschichte wiederholt
https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Papen
jede menge zu lesen aber wichtig um zu verstehen warum afd keine lösung ist
und was deine ratlosigkeit angeht welche partei der mitte zukunftsfähig ist... geht mir genauso
strafkopfer, 21. September 2026, um 09:26
zuletzt bearbeitet am 21. September 2026, um 09:27
Die Brandmauer war und ist die einzig gute Sache. Wenn du dich der AfD nämlich öffnest, dann ist Tür und Tor offen. Und die Wähler gehen dann noch mehr zum eigentlichen "Original". Deswegen ist es nach wie vor nicht falsch.
Was wir brauchen ist relativ simpel: Wirtschaftlicher Aufschwung, denn sobald die Leute mehr im Geldbeutel haben oder ggf. auch nur gefühlt mehr im Geldbeutel, gibt es weniger Grund gegen wen auch immer zu hetzen bzw. einen Sündenbock zu suchen.
Ich finde es erschreckend, dass genau in den Wählergruppen die AfD so stark ist, für die die AfD am Ende am wenigsten tut. Guckt euch mal an, in welchen Bezirken die AfD in Berlin stark ist (Marzahn etc.). Da verfängt sich das polemische Geblubber halt.
Die Linken in Berlin halte ich für ebenso gefährlich, ggf. nicht in der radikalen Variante aber in Bezug auf Verschuldung. Deren Programm reitet Berlin ja noch weiter in die Pleite (wer hätte gedacht, dass das noch geht).
Ungeachtet dessen muss sich die CDU von Merz lösen, ggf. nicht sofort aber vor den nächsten Landtagswahlen. Im April ist u.a. NRW dran. Ich glaube nur, dass aktuell niemand den Job übernehmen will, weil das eine so instabile Koalition geworden ist, dass du fast nur verlieren kannst. Neuwahlen wäre der GAU, denn dann ist die AfD stärkste Kraft und die "neue" Regierung besteht dann vermutlich aus 3-4 Parteien. Folglich eine noch weitaus instabilere Koalition.
Mir persönlich ist nur klar, dass ich mich bereits sei ca. einem Jahr intensiv damit beschäftige, welche Länder für mich als Auswanderungsziel in Frage kommen, denn unter Faschisten werde ich hier nicht bleiben. Kann das Land notfalls ohne mich untergehen (oder wie die Schlümpfe denken, dass es floriert)