Tratsch: Wortvirtuosen im Selbstverlag

spielfuehrer, 14. Januar 2018, um 09:43
zuletzt bearbeitet am 14. Januar 2018, um 09:48

einer wie ich, der ja quasi schon als schwein geboren wurde, ist ja mittlerweile völlig verunsichert von diesem neuen feminismus.

selbst in niederbayern hat er einzug gehalten, so dass man auch hier, normalerweise einer bastion des gesunden menschenverstandes, von diesem unsinn und frechen, aufmüpfigen frauen nicht verschont geblieben ist.

da tun die paar wohlmeinenden worte der deneuve mal wieder so richtig gut und geben die alte orientierung zurück.

spielfuehrer, 14. Januar 2018, um 10:24

@champion

hier ist bitteschön kein platz für selbstmitleid!

@soja
die kleinen dinger sind also selbst schuld, weil sie sich immer so aufreizend präsentieren.

nachdem ich dich ja immer eher so als frauenversteher eingeschätzt habe, entdecke ich da ja grad ganz neue seiten an dir.

respekt!

Ex-Sauspieler #568535, 14. Januar 2018, um 10:48
zuletzt bearbeitet am 14. Januar 2018, um 11:03

Es ist an der Zeit die Filmbrache in LA in Schutz zu nehmen. Die vielen Menschen, die fleißig, redlich, uneigennützig, ohne Intrigen und drogenfrei , in dieser
Industrie beschäftigt sind, ausgerecht ihnen soll die
MeToo Debatte , die gegengeschlechtlichen Umgang neu regeln soll, wirklich geglaubt werden.
Sie alle sollten uns zum Vorbild werden. Nein es ging ihnen allen nicht um Ruhm, Geld und Macht, nein sie wollten alle uns zum Wegweiser werden,
wie unser Leben und zwischenmenschliche Mechanismen funktionieren sollen.
Es war genau richtig, dass der Auslöser der Debatte
aus LA kamm.
Was erlaubt Frau Catherine Deneuve. Eine Gegendebatte ?
Jawohl, das alte Kirchenschiff rückt einiges zurecht.
Zurecht in ein Licht welches uns wieder erlaubt
einen "normalen" Umgang mit Frauen zu pflegen.
Ohne ausfallend, übergriffig oder plump sexistisch zu sein, mit allen Mitteln der Kunst der Verführung,
der Frau zu begegnen, wird uns wieder in unserer Rolle, die 2,5 Mild. Jahre alt ist, verfestigen.
Die Frau Catherine Deneuve will wieder die Kirche im Dorf haben. Respekt.

verana, 14. Januar 2018, um 11:08
zuletzt bearbeitet am 14. Januar 2018, um 11:28

Ja, also soja.
Du unterschätzt die Bedeutung von Fingernägeln!
Und dieser verständlich - gravierende Einschätzungsfehler bewahrt dich vor Steinigung.

Dass ich keine vier Brüder hatte, ist wohl der Grund, dass ich Männlichkeit nicht so richtig erkennen kann.
Männlich ist für mich nicht reduziert durch Haarausfall und kein Synonym für Waschbrettbauch, sichtbare Muskeln, omipotente Fürsorge und schon gar nicht durch eine dicke Hose..

Männlich ist für mich das anders als Frau Denken und Handeln, das beide ergänzt, ohne Machtkampf und dämliche Keiferei.
Das von Frauen oft verächtlich gesagte "Määääääääääääääner" mag ich nicht.
Auch nicht das herablassende Schatz ...

Wie sf richtig bemerkt, ist der neue Feminismus auch in lower Bavaria da, zusammen mit dem alten Feminismus macht mich das zur Hex mit Kristallkugel, die kami dazu bringt, sein Innerstes hier zur Schau zu stellen.

Das Thema, das Bill da dischkriert haben will, fasse ich erst mal so zusammen:

Deneuve fordert die Freiheit zu belästigen.
Da es reißerisch die oide Diva ins Rampenlicht mal wieder stellt und der Auflage von le Monde nützt, ist diese Formulierung wohl deshalb ziemlich fragwürdig und dumm geworden.
Die Freiheit derjenigen, die belästigt werden, spielt nämlich in dieser Aussage keine Rolle - und wer ernst genommen werden will, formuliert einen Denkanstoß, der die Überlegungen von Deneuve sein könnten, anders.

Ich diskutiere dieses Thema gerne mit und durchaus ironisch, aber mit geistreichem Humor......mehr sog i ned...

Ex-Sauspieler #568535, 14. Januar 2018, um 11:32

Verana, ich habe die Deneuve anders verstanden.
Es ist für mich keine Aufforderung zur Belästigung
sondern der Gedanke, dass zwischen den Geschlächtern auch die erotische" Spannung " willkommen ist. Ich vermute, dass Frauen deshalb
mit Homosexuellen sehr gut harmonieren, weil eben diese Spannung nicht vorhanden ist.
In dem Wissen um diese Orientierung, würde eine Frau, die Auflage einer Hand auf ihr Knie, durch einen Homosexuellen, niemals als Belästigung werten.
Mag sein, dass Denevuve das Rampenlicht sucht, doch inhaltlich bin ich bei ihr.

Es wäre ja furchtbar, wenn ich die Frauen verstehen würde. Ich liebe sie auch so.
Info zum Hintergrund:
Auch ich habe mit meiner Frau und zwei Töchtern lange Zeit unter einem Dach gelebt. Jetzt nur noch meine Frau.

verana, 14. Januar 2018, um 12:16
zuletzt bearbeitet am 14. Januar 2018, um 12:17

Tuba
Erotische Spannung ist natürlich und einfach nur schön.
Dazu gehören zwei.
Einer allein schafft ein Problem.

Und das wird dann ein öffentliches Problem, wenn rauskommtt, dass ein Nein nicht respektiert wurde oder gar Macht und Gewalt im Spiel sind.

Da kann auch Frau Deneuve nicht dran vorbei, dass das so nicht geht.

Ein Recht auf Belästigung gibt es nicht.
Darüber diskutiere ich nicht.

Wie man Belästigung definiert, ist auch nicht so einfach.
Da wäre ich auch großzügig, wage aber nicht, das zu verallgemeinern, weil jede Frau da eine andere Sensibilät hat.

Ein Professor gab mir mal ein Referatthema und sagte dazu, er verteile seine Themen immer typgemäß.
Ich bekam das Thema "die erotischen Motive der anakreontischen Lyrik".
Das fand ich weder originell, noch schmeichelhaft, es kränkte mich.
Ich würde es aber nicht als Belästigung definieren, auch wenn es eine ist.
Wäre die Note, die ich auf dieses Referat bekomme, aber an ein sexuelles Angebot gebunden, dann wäre es eine Riesensauerei - und um die geht es in der me too Kampagne.
Und da gibt es nix zu verniedlichen.

Ich habe eine Tochter und einen Sohn - ich "verteidige" nicht gedankenlos nur ein Geschlecht.

spielfuehrer, 14. Januar 2018, um 12:21

analkreotisch.... was?

spielfuehrer, 14. Januar 2018, um 12:22

ich werde immer blöder. ich weiß das selbst. kann aber nix dagegen tun.

sorry!

verana, 14. Januar 2018, um 12:25

sf
tztztztztztztz....

verana, 14. Januar 2018, um 12:29
zuletzt bearbeitet am 14. Januar 2018, um 12:30

sf - das ist ein anakreontisches Gedicht..passt gut zum Thema:
Friedrich von Hagedorn (1708 - 1754)

Die Küsse (1738)

Als sich aus Eigennutz Elisse

Dem muntern Coridon ergab,

Nahm sie für einen ihrer Küsse

Ihm anfangs dreißig Schäfchen ab.

Am andern Tag erschien die Stunde,

Daß er den Tausch viel besser traf.

Sein Mund gewann von ihrem Munde

Schon dreißig Küsse für ein Schaf.

Der dritte Tag war zu beneiden:

Da gab die milde Schäferin

Um einen neuen Kuß mit Freuden

Ihm alle Schafe wieder hin.

Allein am vierten ging's betrübter,

Indem sie Herd und Hund verhieß

Für einen Kuß, den ihr Geliebter

Umsonst an Doris überließ.

Ex-Sauspieler #568535, 14. Januar 2018, um 13:25

Kami Eifersucht ist auch eine Sucht. Nachdem Verana 2 Kinder hat, dürfte sicher auch mal einer an ihr Knie. Dir als Mediziner sind doch die Vorgänge
klar? oder?

verana, 14. Januar 2018, um 13:28

Gute Idee, kami!
Und musst a ned wiederkommen.

verana, 14. Januar 2018, um 13:31

Will auch mal......ans Knie fassen....
Dem kami, auch wenn er nicht will....könnte irgendwie lehrreich sein....

verana, 14. Januar 2018, um 14:16

kami - i brauch kein Buidl von dir - i hab eins...

Ex-Sauspieler #568535, 14. Januar 2018, um 15:30

ist kami dein Typ ? oder Bill ?

mamaente, 14. Januar 2018, um 17:43

diese frage ist an sich schon fast ne beleidigung^^

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