Tratsch: Nazipack und Islamisten: Waren 70 Jahre umsonst?

faxefaxe, 29. Mai 2019, um 08:59

Um das mit dem Sarkasmus mal weiterzudrehen:

Deine Theorie war ja, dass TB kritisch auf die "Heimfahrt" reagiert hat und es sarkastisch überzeichnet hat, gell?

Das wäre dann typisches PC-Handeln. Wenn er aber im nächsten Atemzug über PC und Mainstream schimpft, bricht diese Theorie zusammen. :-) Ich halte es weiterin für typisch stammtischmäßig nachts um eins noch einen drauf gesetzt, wenn dann jemand die Ausrede Sarkasmus frei Haus liefert, nimmt man das gern mit (und lässt dann gleich die nächsten Sprüche los).

faxefaxe, 29. Mai 2019, um 09:08

Das ist zumindest ein interessanter Satz :-)

faxefaxe, 29. Mai 2019, um 09:35

Kami: Den ersten Beitrag "wollen das Land verlassen" hat ja keiner kritisiert, soweit ich das sehe. Man muss die beiden auch nicht mögen.

Das Problem ist die "Heim"-Reise für einen in Deutschland geborenen Menschen (und einen deutschen Staatsbürger mit der Geschichte Friedmans; der hat ebenfalls keine andere Heimat, auch wenn er qua Geburt noch einen französischen Pass hat).

Alles kein Mückenfurz, weil es ums Eingemachte geht.

Soizhaferl, 29. Mai 2019, um 09:39

Die Annahme, Juden seien hier seit Jahrhunderten gut integriert, ist unwissenschaftlicher Schwachsinn. Natürlich wäre es begrüßenswert, wenn das so gewesen wäre, aber so war es eben NICHT. Natürlich kann man gut 1.500 Jahre Geschichte hier nicht auf einen Nenner bringen, die Ursachen und Gründe, Rechtsformen, sozialen Verhältnisse und kulturellen Gegebenheiten sind über diese Zeit und natürlich auch regional äußerst unterschiedlich. Aber wenn man sowas wie eine Tendenz ablesen will:
- Die Juden sind bis mindestens 1800 DAS Beispiel für Parallelgesellschaften.- ab 1800 kommt es - in den Städten, in den gebildeten Schichten!!! - zu Assimilationsbewegeungen, beiderseits. Manche (bspw. Jakob Wassermann mit seinem Ausspruch vom "deutsch-jüdischen Gespräch") sehen das auch als erfolgreich an, andere (bspw. Gershom Scholem) halten das ganze eh für verlogen und allenfalls in Ansätzen erfolgreich. Das Thema ist unglaublich komplex, und dazu gäbe es noch viel mehr zu sagen, und von Berufeneren als mir.

Was aber peinlich ist, und was bei mir als Nicht-Patrioten tatsächlich dazu führt, dass ich mich für mein Land schäme, sind Leute wie du, kami, die sich erdreisten, ihre maßlose Unwissenheit auf diesem Gebiet nicht nur gockelhaft vor sich her zu tragen, sondern die Frechheit besitzen, mit ihren schwachsinnigen Thesen auf dem Rücken der Juden ihren heutigen Fremdenhass zu begründen. Und dass man Leuten wie dir nicht einfach das Maul stopfen kann, lässt mich gelegentlich am Sinn der Demokratie zweifeln. Und jetzt schwafel weiter, gottseidank lachen eh die meisten über dich.

Soizhaferl, 29. Mai 2019, um 10:14

"nicht ganz rund"? Er hat von dem Thema offensichtlich NULL Ahnung. Aber er denkt sich halt so, die werden schon integriert gewesen sein, weil, ich weiß es zwar nciht, aber mir passts grad in den kram, und Fachwissen braucht eh niemand, also schreib ich mal munter drauf los. Und wenn cih ahlt wirklich nix weiß über eine Sache, dann kann ich doch auch einfach mal still sein, oder?
Und per PM - wieso? Damit niemand mitkriegt, was für ein un gebildetes Geschwätz das ist?

Ex-Sauspieler #637556, 29. Mai 2019, um 10:22
zuletzt bearbeitet am 29. Mai 2019, um 10:29

"Beim Konflikt zwischen Gesellschaft und Parallelgesellschaft geht es um die Interessenkollision zwischen einer alteingesessenen Mehrheit mit wenigen Erfahrungen des sozialen Abstiegs und einer eingewanderten Unterschicht mit bereits konkurrenzfähigen, obwohl schwachen Chancen sozialen Aufstiegs." Wiki

Das ist zum Teil in Deutschland gewesen. 1945 kammen die Überlebenden Juden nach Landsberg am Lech. Dort war ein möglicher Treffpunkt mit überlebenden Familienmitgliedern. Hoffnung war die Triebfeder der eigenen Zukunft. Dort waren manche bis zu einigen Jahren im Sammellager, bis sie ihre Existent gefunden haben. Sie kehrten in ihre Heimat zurück, die nicht mehr so war wie zuvor.Niemand damals dachte an Integration oder Parallelgesellschaft.Die Ausübung der Religion führte viele zu israelischen Kultusgemeinden und zu Begegnunsstädten des jüdisches Leben.Fazit bis spät in die sechziger Jahre gab es kaum Interessenkonflikte mit der alteingesessen Mehrheit. Die eine Seite hatte schlechtes Gewissen , die andere Seite ihre Ruhe. Erst in den letzten Jahren hat unsere alteingesessene Mehrheit mit eine Vielfalt von aller Möglichen ethnischen, religiösen Parallelgesellschaften.In einem Fall zu kriminell ausgearteten Familienstrukturienten Gesellschaft, die sozialen ungehorsam und Gewalt als Mittel ihres sozialen Aufstiegs einsetzt. Ein Phenomen welches vom Potenzial unterschätzt wurde und der Staatsgewalt entgliet. Erst jetzt wird es klar was passiert ist.

Ex-Sauspieler #637556, 29. Mai 2019, um 10:35
zuletzt bearbeitet am 29. Mai 2019, um 10:35

stimmt, doch es ist ein teilaspekt, weil soiz die Juden als ursprünglich Parallelgeselschaften , die ab 1800 versuchten sich zu assimilieren. ich wollte den blick nach 1945 richten.

Soizhaferl, 29. Mai 2019, um 10:35

Das trägt sehr wohl zu der Diskussion hier bei - WENN hier über Antisemitismus und Integration diskutiert wird, sollte das auf Fakten beruhen und nicht auf "ich denk mirs halt so". Und wenn jemand unfähig ist, dazu beizutragen, dann kann man ihm das auch ins Gesicht sagen. Wenn er was zu sagen hat, gut - hat er ja aber nicht.

Soizhaferl, 29. Mai 2019, um 10:37

Consigliere, danke, ich sehe das als durchaus wichtigen teilaspekt. War ja schon anch 45 eben nicht so weit her mit der Integration - aber das fabuliert man sich ahlt jetzt herbei, weils in das Bild, warum Moslems nciht herpassen sollen, schon viel besser passen würde...

Ex-Sauspieler #637556, 29. Mai 2019, um 10:44

am meisten fürchte ich menschen, die unkritisch,in wirtshäuser, vorgekaute meinungen, vorurteile, einstellungen
und braunen mist gröllen. dazu gesellen sich immer mehr intelligente menschen, die ich dann nicht verstehen kann, dass sie den stimmungen folgen.sie leben in einem der schönsten und sichersten länder der welt, sind ökonomisch und sozial unabhängig und ständig unzufrieden.
WARUM ?

Ex-Sauspieler #637556, 29. Mai 2019, um 10:53

und weicher die birne

faxefaxe, 29. Mai 2019, um 10:55

!die mir bekannten Juden schotten sich nicht ab, da merken Außenstehende oft noch nicht mal, dass es Juden sind - ist ja auch nicht wichtig."

Ja, so passt das schon. Sie sind ein normaler Bestandteil der Gesellschaft, sowie andere Minderheiten wie SPD-Wähler, Oberpfälzer und Katholiken. Allerdings werden sie, aus mir ebenfalls unerklärlichen Gründen, von erstaunlich vielen Menschen diskriminiert.

Ex-Sauspieler #637556, 29. Mai 2019, um 11:15
zuletzt bearbeitet am 29. Mai 2019, um 11:19

Meine Erfahrung sagt:Juden sin den Umgang mit einzelnen Antisemiten gewöhnt. Sie fürchten die daraus möglich enstehende Massenbewegung. Ist ihnen aufgrund unserer Geschichte nicht zu verdenken.
Ost Juden erlebte ihre " Verfolgung " 1968 in Polen.Sie wurden zur Ausreise nach Israel gezwungen.Mit Reisedokument als staatenloser gedemütigt mit Koffer in den Zug nach Wien aus ihrem bisherigen Leben gerissen. Sie hatten 2 Monate Zeit für die Abreise. Geboren in Polen aufgewachsen als Polemit Religion nichts am Hut, im Arbeitleben stehend vom Freundeskreis umgeben hatten sie ein Leben.Aus diesem wurden sie gerissen und in eine ungewisse Zukunft entlassen.Bessere Integration konnte man sich nicht vorstellen.Bis dahin.
Gerne würde ich zu ursprungs Frage von Benni zurück:
Waren 70 Jahre umsonst ?

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