Tratsch: Die Spinnen die Russen ... 👀🙊👀

Mario19667, 11. Dezember 2021, um 10:40
zuletzt bearbeitet am 11. Dezember 2021, um 18:01

Wenn man die Nachrichten der letzten Tage und Wochen so liest könnte man echt meinen, der Putin hat den Verstand verloren! Was steckt hinter dem Szenario?

Ich bin jetzt kein ausgesuchter Historiker und sehe nur, das Putin den Zugang zur Krim eigtl. nur ĂŒbers Wasser direkt hat, oder .. ? Das wĂ€re vll ein Grund fĂŒr Ihn, hier stĂ€ndig zu zĂŒndeln ..

Wie auch immer. Ich mache mir das zunehmend Sorgen, dass der Kopf irgendwo - auch aufgrund zu weniger Haare - zu wenig WĂ€rme abgekommen hat und jetzt ein Nerv eingefroren ist.
- Was passiert, wenn der wirklich nÀchstes Jahr in der Ukraine einmarschiert?
- Was machen USA, Europa? Vor allem wie stehen unsere Ost-LĂ€nder zu uns?
- Wird man sich politisch einigen, oder gibt es wirklichen Krieg. Und wie schnell ist man dann bei Mittel- und Langstreckenwaffen? Das böse A-Wort will ich gar nicht schreiben ..

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/geheimdienste-spekulieren-%C3%BCber-russlands-truppenbewegungen/ar-AARFMtU?ocid=uxbndlbing

astro, 11. Dezember 2021, um 15:12

Auszuschließen ist eine Invasion in der Ukraine wohl nicht, zumal die ukrainischen Ostgebiete zu Russland tendieren. Aber ob der Putin so ein Risiko eingeht?

Frankenfels, 11. Dezember 2021, um 17:28

die ZĂŒndelei und aggressive militĂ€rische Bedrohung ist ein Ablenkungsmanöver von der sozialen Schieflage und dem wirtschaftlichen Desaster in Russland.

Gunthu, 11. Dezember 2021, um 17:40

Wenn es zu einem militÀrischen Eingreifen der Russen kommt, wird die EU nur dumm zuschauen können!

Stamperllupfa, 11. Dezember 2021, um 17:50

Frankenfels hat recht: Putin spielt die "Großrußland-National"-Karte um von innenpolitischen Problemen abzulenken. Auch verdienen Großkopferte IMMER reichlich, wenn wo ein Krieg ist. Am Besten natĂŒrlich so ein kleiner Krieg wie in den letzten Jahren in der Ostukraine: man verfeuert sein Arsenal, muß dass wieder neu kaufen (= gleicher Grund, warum die USA min. alle 10 Jahre Krieg fĂŒhren), aber kein zu großer Krieg, als das er die sonstigen Handelswege und GeschĂ€fte stören wĂŒrde.
Und die Sache hat fĂŒr R0ßland kein Risiko, weil weder NATO noch EU (*lach*) eingreifen werden, wenn Rußland immer mehr von der Ukraine, "heim ins Reich holt".
Oder danach auf dem Kaukasus weiter macht...

Mario19667, 12. Dezember 2021, um 11:27

Also ich möchte das nicht so stehen lassen ..

Wie war es denn vor 1991, damals noch UDSSR?
Das begann doch der Zerfall des russischen Reiches, auch wegen der katastrophalen wirtschaftlichen Situation ..

und jetzt soll gerade die neue Offensive ĂŒber den erneuten schlechten wirtschaftlichen Zustand von Russland hinwegtĂ€uschen .. ?

Das ist mir zu einfach, sorry ..

1. die Ukraine is ja wirtschaftlich auch nicht gerade der Börner. Ich hole mir doch nicht zu meinem Problem, noch ein grĂ¶ĂŸeres dazu!

2. Viel mehr wĂŒrde mich interessieren, wer in der Ukraine diese Separatisten sind? Ist das nur so ne Gaudi Truppe, oder sind da konkrete wirtschaftliche oder andere GrĂŒnde dahinter ...

3. Vor allem mit dem Wissen, dass sich die EuropĂ€er zwar wieder in die Hosen scheißen, aber der Biden nicht lange Fackelt ..
- Da geb ich dem Stampal recht, das Waffenarsenal muss ja irgend wo hingeballert werden.

viehweide, 12. Dezember 2021, um 12:49

wie war das eigentlich mit der Krim, gehörte die immer zur Ukraine oder wurde die mal an die Ukraine verschenkt..

astro, 12. Dezember 2021, um 13:10

Mario, die Ukraine wurde zu Sowjet-Zeiten doch als Kornkammer der Sowjetunion bezeichnet.
Deshalb wird Putin daran interessiert sein

joladio, 12. Dezember 2021, um 18:43

vielleicht sollte es mal krieg geben in europa.mit dem ein oder anderen atompilz !!!!!
wĂŒrde von corona ablenken und den querdenkern die maskenpflicht erleichtern :o)

gasso, 12. Dezember 2021, um 18:57

Gehts noch?

Mario19667, 12. Dezember 2021, um 19:43

2 Gasso

joladio, 12. Dezember 2021, um 19:44
zuletzt bearbeitet am 12. Dezember 2021, um 19:45

gasso sorry habe die ĂŒberschrift vergessen :o)
"sarkasmus"

yellowschaf, 12. Dezember 2021, um 19:54
zuletzt bearbeitet am 12. Dezember 2021, um 19:58

1954 wurde die Krim unter Chruschtschow an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angeglieder und verblieb nach Auflösung der UdSSR als Autonome Republik Krim innerhalb des ukrainischen Staates.

Die Krim war eigentlich russisch zuvor, die Ukraine meint aber weiterhin sie soll autonom bleiben und urkainischer Leitung da auf urkainischem Gebiet. Also aus ihrer Sicht.

Auf Krim leben halt mehr Russen als Ukrainer (60 % zu 25 %)

Und die Krim will eigentlich eigenstĂ€ndig sein bzw die Russen natĂŒrlich lieber zu Russland als zur Ukraine. Die ukraine und die Krim hatten deshalb auch schon Auseinandersetzungen.

Glaube die Ukraine ist halt deshalb auf die Krim scharf

Die Wirtschaft der Krim beruht hauptsĂ€chlich auf Landwirtschaft (Obst, GemĂŒse, Weinbau, GeflĂŒgel) und Tourismus. BegĂŒnstigt wird sie durch das besonders milde Klima auf der Halbinsel. Ein weithin bekannter Exportartikel sind Massandra Krimweine und der Krimsekt, der jedoch nur zum Teil auf der Krim hergestellt wird. Der ehemals ukrainische Energieversorger Tschernomornaftogaz, der seinen Sitz auf der Krim hat, verfĂŒgt ĂŒber 66 Milliarden Kubikmeter (zum großen Teil Offshore-) Erdgasreserven, die mit dem Anschluss der Krim und der Verstaatlichung des Unternehmens an Russland fallen. Die Sanktionen, die von der EuropĂ€ischen Union, den USA und anderen Staaten gegen die Russische Föderation verhĂ€ngt wurden, zielen insbesondere auf den Energie- und den Tourismussektor der Halbinsel.

Mario19667, 12. Dezember 2021, um 21:29

👏 Sauber Yellow .. 👏

Das ist doch mal eine Aussage mit Substanz (auch wenn vll bissl in Wiki kopiert) 😉

Aber genau so oder Àhnlich habe ich mir es schon zusammengereimt. Die Wahrheit ist halt nie einfach und es gibt selten nur einen Bösen Buben ..

Ich sehe vll auch noch das BemĂŒhen von Putin einen Eisfreien Hafen zu haben, da die russische Ubootmarine sehr stark sein soll ..

yellowschaf, 12. Dezember 2021, um 21:35
zuletzt bearbeitet am 12. Dezember 2021, um 21:36

NatĂŒrlich habe ich einen Teil raus kopiert. Habe mich aber natĂŒrlich nicht nur ĂŒber Wiki informiert

Aber einen Teil meine Sicht dazu geschrieben, kurz zusammengefasst halt

Mario19667, 12. Dezember 2021, um 22:38

Deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass es eine coole Antwort mit viel Substanz war .. đŸ’Ș

Und das meinte ich ganz ernst ☝ đŸ˜·

yellowschaf, 12. Dezember 2021, um 22:55

đŸ‘đŸ€™đŸ»

tych, 13. Dezember 2021, um 00:00

sewastopol, als grĂ¶ĂŸte stadt auf der krim, ist schon seit zaristischer zeit der wichtigste, ganzjĂ€hrig eisfreie stĂŒtzpunkt der russischen schwarzmeerflotte, nur kurze zeit unterbrochen nach dem zerfall der udssr. stationiert sind dort einige relativ moderne, also nur schwer ortbare, dieselelektrische jagd-u-boote, u-boot-bekĂ€mpfungseinheiten, minenleger, und einige mit seezielraketen bestĂŒckte ĂŒberwasserkampfschiffe, insbesondere zur bekĂ€mpfung von flugzeugtrĂ€gern im mittelmeer. ein vor ĂŒber 20 jahren ausgemustertes und frĂŒher auch in sewastopol stationiertes u-boot der tango-klasse, kann als "U-434"-museumsschiff im hamburger hafen besichtigt werden.
zur ukraine gehört ein großer teil des donbas (donezbecken), wo sich eine umfangreiche, aber die letzten jahrzehnte stark zurĂŒckgehende steinkohle- und schwerindustrie befindet. diese ressourcen haben sich zum teil ukrainische oligarchen geschnappt, und wollen diese position nicht mehr abtreten. die bevölkerung besteht aber dort zum sehr ĂŒberwiegenden teil aus ethnischen russen, die eben von chruschtschow "aus einer laune heraus" an die damalige "sozialistische bruderrepublik" ukraine verschubst wurde.

was hier nicht vergessen werden darf:
die "westukraine" mit der stadt lwiw gehörte bis zum ende des 1. weltkriegs zum habsburgerreich, bevor es dann an die letztlich 1919 neu gebildete ukraine fiel. die gegend war landwirtschaftlich eine kornkammer. zu dieser zeit befand sich im grenzgebiet zwischen der ukraine und polen ĂŒbrigens eines der grĂ¶ĂŸten erdölvorkommen der damalige welt. lwiw zeigt sich heute noch in vielen bauwerken optisch wie eine stadt aus der k.&k.-monarchie. die leute in der westlichen ukraine wollen daher am liebsten seit gestern in der eu sein, sprechen teilweise noch deutsch. als symbol: seit 1945 gibt es noch heute in mĂŒnchen eine, 1921 von exil-ukrainern in wien gegrĂŒndete, "freie ukrainische universitĂ€t", mit promotions- und habilitationsrecht!
die "ostukraine", insbesondere die stadt donezk, und teile des nordens der ukraine, definieren sich ethnisch und sprachlich aber als russen; es sind eben die bewohner dieser gebiete, die damals von chruschtschow "verschenkt" wurden. die wollen eben nun heim nach "mĂŒtterchin russland".
auch religiös gibt es eine trennungslinie zwischen der dominanten katholischen konfession in der westukraine, und der russisch-orthodoxen kirche in den russisch dominierten landesteilen der ukraine!

dieser fundamentale widerspruch in der ukrainischen gesellschaft spiegelt sich auch in den wahlen wider: pro-westliche prĂ€sidenten wechseln sich oft ab mit pro-russischen prĂ€sidenten! politik in oder zur ukraine bedeutet sein jahrzehnten: wie wandle ich ein rĂŒhrei wieder um in ein spiegelei?
p.s.: die legendÀre flugzeugfabrik "Antonov" hat ihren sitz in kiew, also im vorsichtig westlich orientierten bereich der ukraine.
quellen:natĂŒrlich wikipedia, aber auch eigene begegnungen mit ukrainischen bĂŒrgern. privatbibliothek mit fachspezifischer literatur.

viehweide, 13. Dezember 2021, um 08:19

das wollte ich auch alles schreiben, war aber zu faul..

faxefaxe, 13. Dezember 2021, um 08:25

Im Völkerrecht spielt dieses „das hat aber mal mir gehört“ praktisch keine Rolle.
weil es schon immer willkommener Anlass fĂŒr Kriege war. Deswegen ist auch eine Abstimmung auf der Krim unerheblich, wenn es gegen den Willen der Ukraine. Wenn es dann auf der Krim eine ukrainische Minderheit gibt, die in einzelnen Landkreisen die Mehrheit stellen: dĂŒrfen die dann auch abstimmen und die Basis fĂŒr den nĂ€chsten Krieg legen?

yellowschaf, 13. Dezember 2021, um 08:58

Ich glaube aber genau das ist eines der Probleme dort faxe

viehweide, 13. Dezember 2021, um 14:24

Die Annektion der Krim war aus russischer Sicht logisch, der Schwarzmeerhafen musste gesichert werden.

Mario19667, 13. Dezember 2021, um 21:52

Das sehe ich auch so Viehweide !!
Nur nĂŒtzt es dem Putin nix, wenn die Ukraine in die Nato eintritt, steht direkt neben dem Uboot vom Putin eine Drohne vom Biden ..

Das meiste Ufer von dem Schwarzen Meer gehört nun Mal zur Ukraine ..

Deshalb möchte er wohl diese Garantie! Ich wĂŒrde mir auch nicht gern in meinen Suppentopf schauen lassen ..

tych, 13. Dezember 2021, um 23:55
zuletzt bearbeitet am 13. Dezember 2021, um 23:58

putin hat zwar noch einen weiteren, kleineren hafen fĂŒr die schwarzmeerflotte in noworossijsk, und dort auf permanentem russischen gebiet, aber dort fehlt die notwendige infrastruktur. das wichtige u-boot-trockendock von balaklawa in sewastopol wurde wohl geschlossen. gewartet werden die u-boote vermutlich in weit entfernt bei der nordmeerflotte, am standort sweromorsk bei murmansk.

tja, um das völkerrecht einer naivistin zu bemĂŒhen: vergiss es! putin schert das herzlich wenig, wenn wer auf die belieferung aus unglaublich großen russischen rohstoffvorkommen verzichten will. dann liefert er eben nach china. ohne nord-stream 2 stehen in zukunft aber fĂŒr viele bei uns kalte winternĂ€chte bevor, und dafĂŒr entgehen russland zwar milliarden deviseneinnahmen an dollar oder euro. aber welche gesellschaft in europa hĂ€lt da dann lĂ€nger durch? das gĂ€be bei uns nun nur heftige demos von kalte-wohnungs-quer"denkern"! das wĂ€re dann die "neue sau im dorf", wenn corona dann mal endlich vergangenheit wĂ€re.

Mario19667, 14. Dezember 2021, um 01:11

Da ist leider was dran Schnalli .. Deswegen ist die Lage ja so verzwickt ..

Mann kann sich als Nato allerdings auch nicht sagen lassen, wen man reinlÀsst und wen nicht!

verzwickt ... verzwickt ..

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