Schafkopf-Strategie: Was ist hier das richtige Anspiel ?

Soolbrunzer, 06. Januar 2015, um 21:18

Ich weiß net... ich spiel ungern Herz-Sau an, gerade wenn der Spieler hinter mir sitzt... ich zwinge ihn, den Alten gleich zu zeigen - wenn er ihn hat, wenn net, fällt mei Schmier beim Gegner rein, der obendrein dann gleich suchen kann...

ich bin net ganz überzeugt 😉
aber ich werd' das mal empirisch prüfen^^

jozi, 07. Januar 2015, um 03:18

ja, aber oft macht beim kleinen anspiel, der spieler dann den ersten mit am kleineren trumpf, und bringt dann sein niedrigsten trumpf, weil der mitspieler ja hinten sitzt (was höheres als Herz-Sau kommt da oft)

Soolbrunzer, 07. Januar 2015, um 12:04

Wie gesagt... ich probier' das jetzt mal aus - dafür ist das Gummi-Punkte-Spiel hier ja trefflich geeignet...

Jetzt würd' mich aber immer noch interessieren, wie bei der violetten Valerie der weitere Spielverlauf mit dem Herz-Unter-Anspiel war...^^

MetzgersTochter, 07. Januar 2015, um 19:20
zuletzt bearbeitet am 07. Januar 2015, um 19:30

Ich schließe mich jozi mal an. Bei Herz-SauHerz-ZehnHerz-Acht als Partner muss m.E. völlig unabhängig vom Restblatt IMMER ein Schmierer, am besten Herz-Sau raus...

Bei der 8 gibt es 2 Möglichkeiten:
a) Der Spieler sticht nicht hoch, auch wenn er vielleicht könnte (ziemlich wahrscheinlich), der Gegner kommt in den Stich und kann suchen. Blöd.
b) Der Spieler nagelt ihn. Doppelt blöd, weil er den Alten auf 0 Augen verschwendet hat und jetzt zumindest eine Trumpfschmier sicher beim Gegner landet.

Ich erkenne keine Spielsituation, in der die Herz-Acht einen Vorteil bringt - sie gibt dem Spieler sogar eine Fehlinformation.
Bei der 8 tendiert die Wahrscheinlichkeit, beide Schmierer heimzubringen, gleich null.

Es gibt noch mehr Argumente, aber ich bin faul. Wo ist eigentlich dieser Pete, wenn man ihn braucht?

steffekk, 07. Januar 2015, um 22:26
zuletzt bearbeitet am 07. Januar 2015, um 22:31

Herz-Acht bedeutet bei mir das mein Mitspieler mir "Dreh-Schleif" anbietet , oder ich das Spiel - natürlich blattabhängig - alleine gewinnen muss , weil mein Mistpieler nur einen Trumpf hat.
Bleib ich nach dem Ersten am Stich, kann ich anhand meiner Karte entscheiden ob ich klein fortesetze oder ob ichs mir erlauben kann herauszuhetzen.

z.b. Der AlteGras-UnterHerz-Acht und mein Mitspieler an zwei wäre für mich ein Herz-Acht Anspiel.

Aber nur wenn ich weiss, dass mein Mitspieler das Anspiel auch richtig deuten kann.

was ich ganz , ganz schlimm finde ist der Herz-König

Soolbrunzer, 08. Januar 2015, um 14:25
zuletzt bearbeitet am 08. Januar 2015, um 14:27

öhm... Steffekk... nur mal fürs Verständnis...

1.) Was isn bitte "Drehschleif" (etwa: Ich spiel tief, um anzuzeigen, dass mein Mitspieler hoch stechen soll, um wieder tief anzuspielen, weil ich dann wieder hoch stechen kann, usw.?)

2.) Was ist am armen Herz-König denn so schlimm?

Mein Gedankengang beim Auspielen als Gerufener ist meistens (wenn ich denke, öhöm), die Gegner und net meinen Spieler unter Zugzwang zu setzen, d.h. Herz-Sau oder Herz-Zehn bring ich, wenn mein Spieler hinten (oder an 3) sitzt, um den Gegnern schon mal was höheres zu entlocken. Sitzt er an 2, muss er ja geradezu seinen Boss bringen, während die Gegner ihre Trumpfspatzen einwerfen und möglicherweise gute Waffen für später aufsparen oder, wenn des ä arg wackeliges Spiel is, den Blauen oder Roten (oder am End noch den Stabsschellnunter) von meim Mann überstechen und zu allem Überfluss noch suchen...

is des zuviel "Wenn-mein-Onkel-kan-Zipfl-hätt-wärs-mei-Tante"-Denken oder lieg' ich da sogar völlig falsch?

*seufz* Wär hätt' gedacht, dass des a grad so kompliziert is mit dem Schafkopfen...

steffekk, 08. Januar 2015, um 18:35
zuletzt bearbeitet am 08. Januar 2015, um 18:40

ich hass den Herz-König weil er eben lauwarm ist - ich mein der setzt mich einfach mit meinem Fünftrumpfsauspiel unter Druck - setz ich ein Unter verschenk ich unntötig meine e nur knappen Zusatzstärken. Des ist einfach a Kotzkarte an zwei - ich kann ja no ned mal tauchen weil ja noch nicht mal en Haxen verstochen werden muss um die Herz-SauHerz-Zehn Trumpf die ich beim Gegner vermute heimzustechen - häst du was von der Trumpfschmier, häst mir ja die anstatt des schmierigen Herz-Königgezeigt.. des macht mir alles keine Laune - was hast jetzt noch ausser deim ruhmreichen König ??? "a so abläds Anspiel denk ich mir" und schau dich an, als häst ma scho es zweite Glas Bier umgeschmissen... "ja super denk ich mir , der soolbrunzer hat halt zwanzig mal hier gschrien wie der Aufzieher vergem worn is" und wahrscheinlich stech ich dann theatralisch mit meim Der Alte und bring erst mal dir Ruf ^^

NEIN soolbrunzer natürlich nicht - aber glaub mir der Herz-König im ersten und Spieler an zwei , der bringt scho a gwisse Eigendynamik mit - und die ist nicht immer nur von positver Energie :)😄
Letzt endlich wärs mir aber auch wurscht , hauptsach a bissal Schafkopf und Gaudi - ich glaub mit dir kann man die haben.

Soolbrunzer, 08. Januar 2015, um 20:54

*hüstelhüstel*

da wär noch die Frage nach dem "Drehschleif" offen... ^^ (oder lag ich da richtich?)

steffekk, 08. Januar 2015, um 21:24
zuletzt bearbeitet am 08. Januar 2015, um 21:36

ja - der eine Dreht , der andere Schleift
bedeutet im Trumpfspiel - wie von dir beschrieben.
Gibt aber diesbezüglich noch andere Varianten, die im Kreuz besser auszuführen sind .
schau : angenommen stepp-go also Spieler und Mitspieler Rücken an Rücken, Ausspiel Mitspieler
Herz-SiebenDer Blaueyz
zum Schneiden( heraushetzen )Spielen wäre dann
Eichel-UnterDer RotezDer Alte und übergabe im dritten mit
Herz-KönigDer Rundezy
des bringt aber nur was gegen den Der Rote´zu dritt, andernfalls veschenkt man ein Tempo insofern man nicht den Gras-Unter hat , wobei des schon in eine Richtung geht, die unrealistisch ist .
also wichtig ist das erkennen vom Angebot und die richtige Entscheidung , dieses anzunehmen oder ggf. eben nicht - Blattabhängig eben.

steffekk, 08. Januar 2015, um 21:35
zuletzt bearbeitet am 08. Januar 2015, um 21:37

würde jetzt der Der Runde zu viert im zweiten schneiden was eigentlich auch vernünftig wäre - käme dann im dritten
Herz-NeunyzDer Alte
und jetzt muss eben möglichst Schadensarm die Übergabe erfolgen meist über
Rufsau xyz
Farbspatz - Einstich oder Sau beim Spieler - yz
Der RoteDer Rundezw und der Schellober ist verpufft.

Soolbrunzer, 09. Januar 2015, um 07:03

^^Bedange mich

steffekk, 09. Januar 2015, um 08:09

schönen freitag

Soolbrunzer, 06. April 2015, um 23:49

jetzerd folgende Situation:

Ich an Position 1.
Position 4 hat an Wenz.
Mein Blatt:
Eichel-AchtGras-KönigHerz-SauHerz-AchtHerz-SiebenDie HundsgfickteSchellen-ZehnSchellen-König

Was spiel ich aus?

steffekk, 06. April 2015, um 23:52

erst mal Schellensau dann schaun wir weiter

Soolbrunzer, 07. April 2015, um 00:07

Und was wär hier mit der "Langer-Weg-kurze-Farb"-Regel?

Da war ich nämlich unschlüssig, wie des gegenüber der "Hast-kein-Unter-raus-mit-der-Sau"-Regel in Einklang zu bringen wär...

steffekk, 07. April 2015, um 00:41

die Regel gibts beim Wenz nicht

steffekk, 07. April 2015, um 00:44

also langer - weg - kurze farb

ich glaub fast Hezsau ist sogar besser - ja wir starten mal mit Herzsau - die ist besser

Soolbrunzer, 07. April 2015, um 01:11
zuletzt bearbeitet am 07. April 2015, um 01:15

da sixtes... wieder was glernt^^

aber mal abgesehen davon, dass ich's hier mal mit "langer Weg, kurze Farb" (LWKF ) probiert hab' (Ausspiel Eichel-Acht, *hüstel*), prompt beschimpft wurde, warum ich mei Sau net bring, mirs aber trotzdem gewonnen ham, weil Spieler
- mit Eichel an 11-Augen-Stich macht,
- dann sei 2 Lauf ausspielt, um
- dann die Schellen-Neun zu bringen (^^)

...macht die LWKF-Regel beim Wenz wirklich kein Sinn? Ich mein', isses da net a so, dass ich dem Spieler mit dem Sau-Ausspiel mit langer Farb (red' ma bei drei schon von a langen Farb?) an gewissen Vorteil verschaff', wenn er hinten sitzt, also freie Entscheidung, ob er einsticht oder abspatzt bei vergleichsweise hoher Wahrscheinlichkeit, dass er die betreffende Farb' aus is?

steffekk, 07. April 2015, um 01:21

anders spielst du ihm ja in die sau und er brauch nicht stechen Sooli - bei nem Zweiunterwenz und zwei auf einer Hand sitzenden Untern bei nem nem Mitspieler ist das oftmals spielentscheiden , dass der Spieler einstechen muss.
Du musst ja damit rechnen, dass der spieler in Gras und Eichel die sau hält und dann spielst du ihm die Farbe zu, dass ist für ihn doch wesentlich vorteilhafter als wenn er selbst ausspielen muss, wenn du schon die blanke farbe nimmst dann musst du wenigstens den Graskönig nehmen, damit er, wenn er nicht das 21 hat zumindest die mit der Sau stechen muss wenn er an den Stich kommen will, bleibt er darunter müsste er mit einem Nachspiel auf das eingestochen werden könnte rechnen, aber das würd ja noch nicht mal funktionieren, weil du die Farbe blank hast. Bei Herzass könnte es sein, dass du ihm einen Zehner hochspielst, aber diesen könnte man im Nachspiel stechen, bei einem Zehner zu dritt wär schon einer die Farbe beim Herzass anspiel frei und könnte schmieren womöglich sogar abwerfen.

steffekk, 07. April 2015, um 01:23

Schellsau ist auch ok - aber bitte nicht die Zehn nachspielen, wenn es dafür keien driftigen Grund gibt.

steffekk, 07. April 2015, um 01:25

LWKFKWLF - gibt es beim Wenz nicht, streich diesen Gedanken aus deinem Schafkopverzeichnis im Oberstübel.

Soolbrunzer, 07. April 2015, um 01:41

"Wollen Sie die Datei 'LWKFKWLFWenz.sbsk' wirklich unwiderruflich löschen?" [ JA ] *klick*

"'LWKFKWLFWenz.sbsk' gelöscht."

Soolbrunzer, 07. April 2015, um 01:45

halt, kurzes Nachkarteln noch:

wenn zwei Farben zu dritt ohne die Sauen stünden, dann aber doch eher a kurzes Färble bei gleichen Positionen; also z.B.

Eichel-AchtGras-KönigHerz-KönigHerz-AchtHerz-SiebenSchellen-ZehnSchellen-KönigSchellen-Neun,
dann Gras-König?

faxefaxe, 07. April 2015, um 06:43

So als Grobregel gilt bei mir: hab ich keinen Unter Spiel ich eine Sau - falls ein Partner zwei hat und Kontra geben will. Mit einem Wenz oft lange Farbe ohne Sau, positionsunabhängig.

Soolbrunzer, 07. April 2015, um 08:29

merce euch

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