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Schafkopf-Strategie: Nachspielen beim Wenz - fast immer falsch ...

Servus,

wenn ich auf Sauspiel einen Wenz gewinne, dann sehr oft aus einem ganz bestimmen Grund - weil die drei Nichtspieler die erste Fehlfarbe, die sie finden, zu 95% noch einmal nachspielen.

Das ist bei einem Wenz aber meistens Unsinn, denn wenn ich von der Fehlfarbe nur einen Spatzen habe, aber von einer anderen Farbe noch einen Spatzen, werde ich den zweiten Spatzen los, ohne viele Punkte abzugeben.

Wollte ich nur einmal loswerden, ich musste mich nämlich schon oft als Nichtspieler ärgern, weil ein Spieler seinen Wenz nur gewonnen hat, weil meine Mit-Nichtspieler die Fehlfarben nachgespielt haben ...

Das Wort zum Sonntag, 21 Minuten zu früh.

Das kommt meiner Meinung nach (wie immer beim Schafkopf) auf die eigene Hand und die spezielle Situation an. Natürlich macht es meist wenig Sinn eine Farbe nachzuspielen, bei der schon 21 oder mehr Augen gefallen sind. Allerdings meine ich dass man dabei auch immer bedenken muss was man als Ausspieler sonst noch für Optionen hat. Wenn man zum Beispiel selbst keinen oder zwei Unter hat ist es riskant auf gut Glück eine Farbe anzuspielen und dann in die Sau vom Spieler reinzulaufen. Da beim Wenz die Trümpfe sehr begrenzt sind meine ich es ist nie völlig falsch dem Spieler zumindest einen Unter zu ziehen wenn er das Spiel übernehmen will. Wenn ich allerdings als Ausspieler noch eine andere Sau habe die ich anspielen kann ist die vermutlich oft die bessere Wahl wobei ich dabei auch bedenken muss dass ich dem Spieler vielleicht so genau in eine 10 und klein Kombination reinlaufen könnte. Man darf wenn man selber nicht die Unter hat natürlich auch nicht vergessen dass sich ja auch die Mitspieler eine Farbe freimachen können und dann eine Sau des Spielers abstechen können. Wichtig ist dabei natürlich auch die Position des Spielers. Wenn der Spieler zum Beispiel gleich nach dem Ausspieler sitzt und dieser mehrere Karten von der eben gespielten Farbe hat dann kann es durchaus sinnvoll sein sie nachzuspielen weil dann zumindest einer der Partner frei ist und schmieren können sollte.
So könnte man jetzt glaub ich noch ewig weiter überlegen und sich die verschiedensten Konstellationen ausdenken aber im Endeffekt läufts doch darauf hinaus dass es beim Wenz immer darauf ankommt möglichst früh das Spiel des Gegners zu lesen und daraus auf die Fehler in seiner Hand schließen zu können.

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wobei es schon seltene ausnahmen gibt, z.b.: meine As geht durch, der wenzspieler sitzt direkt nach mir, und ich bin dann der einzige, der die farbe noch hat - dann kann man den spieler damit "verführen", sich abzuspatzen, und kriegt dann doch nochmal fette punkte rein.
(wenn man mit dem stich zumachen kann, sonst eher trotzdem ned - was mich viel mehr aufregt, is die haltung: ich schmier mei sau jetz, dann samma frei - ob ich 50 oder 60 zahl, is doch wurst, wenn i no a chance hab, 50 zu kriegen.)
aber sowas kommt alle hundert wenzen oamoi vor, sonst is der spruch vom tutut scho die goldne regel.

geht au, wenn ma vorm spuiler sitzt, rauskommt, selbst von der farb lang is(alle bis uf zwä had) dann sei ass anspuilt, der spieler als enzichster die farb neilegd, dann is es sinnvoll noch mal nachzukarten...aber ich denke das dieser fall extrem selten is :)

Noch ein Ausnahmefall:
Ich habe als Gegner niedrigere 2 Unter und will mit dem Nachspiel erreichen, dass er einstechen muss

...oder wenn ich nach dem siebten stich die farbe nachspiele...

Stimmt, Ausnahmen gibt es natürlich - wie immer und überall. Aber die Grundregel steht.

baumbua, wie kannsd du nur? da darf ma auf keinen fall nachspielen!

achso, wenn du meinst... ich hab halt bloß einen joker, den will ich mir dann immer lieber noch aufheben... aber ne, hast schon recht, der sticht a bloß oamoi.

Ein schönes Beispiel, wann das Nachspielen Unsinn ist: #13029880

Das Herz-Nachspiel hat uns das Spiel verloren. Der Spieler sitzt als letzter, d.h. wir können auf keinen Fall irgendwas schmieren. Dafür wirft er einen seiner zwei Eichel-Spatzen weg ...

Des is natürlich ein extremes Beispiel für absolutes Nachspielverbot, des gilt ja eigentlich nicht nur für den Wenz, sondern für alle anderen Varianten des Schafkops auch, dass ich nicht vorsätzlich den Gegner stark mach.

Wahnsinn auf dieses Spiel: Genau da trifft tutut: Hast Du Sau und 10 gesehn sollst Du von der Farbe gehn !!

Nachspielen hat dann einen Sinn, wenn man den Spieler einen Unter abringen will, weil man selber noch einen hat. Dazu muß man aber auch wissen, daß er keine Karten zum abspatzen hat. Dann ist das nachspielen sinnvoll.

in dem fall: hast du könig, ober, sau und zehn gesehn...;-)

(in dem speziellen fall tipp ich aber mal auf verklickt, so... unstrategisch spielt doch neamds.)

lol! Es gibt schon Spezialisten...

verklickt is überhaupt so a Ding. Ich plädiere hier seit langem für große, seniorentaugliche Spielkarten und kleinere Avatare (de sann eh so voglwuid)

I wart a no 30 Jahr auf mei Rente

raublinger, bei dem rauch solltest du die kartn eh ned sehn, wurscht wia groß dass san;-)
also bei mir am bildschirm san die kartn in etwa so groß wia im echten leben a, des sollt scho glanga.

hast du no a echtes leben ? ausserhalb von sauspiel? I glaab du flunkerst...

@ baumbua
Bei dem Rauch sieht keiner was am Tisch !

blindschafkopfen, die neue risiko-sportart für leute, denen der wenz ohne vier keinen adrenalinkick mehr verleiht! lass ma uns des patentieren?

@ didi 59: ein leben ohne sauspiel ist möglich, aber sinnlos...

@baumbua. I glaub der Originalspruch von Loriot geht: "Ein skiloses Leben ist zwar möglich, jedoch nicht unbedingt empfehlenswert."
*Herr-Lehrer-ich-Gscheidhaferl-weiss-was*

@ ha, des ko a sei - i hab den gmoant (aber auch loriot): ein leben ohne möpse ist möglich, aber sinnlos...
tiiiefe weisheit!

i kenn des aa mid de möpse, aba i glaab, do moanda an hund!