Tratsch: Echtgeldschafkopf

mk, 12. Januar 2008, um 14:26

Servus Tutut,

Die Methode an der wir momentan arbeiten ist folgende und geht denk ich in die Richtung:

Man setzt sich an einen Tisch mit fester Rundenzahl. Jeder startet bei 0. Die Gebühr beträgt für jeden zwischen 10 und 20% je nach Höhe des Einsatzes. (Also z.B. 1€ + 0,20 € oder 15€ + 1,50€). Am Ende verteilen sich die Einsätze abzgl. der Gebühren nach einem noch zu definierenden Auszahlungsschlüssel auf die Teilnehmer.

Z.B. 4 Leute, 15 + 1,50 € Einsatz, 16 Runden:

1. Platz 40 €

2. Platz 20 €

3. Platz 0 €

4. Platz 0 €

Wir finden das so eigentlich fairer, a Zeitvertreib is doch für alle die Spielen, und ned nur für die Gewinner, oder? Wenn nur die Gewinner zahlen würden, müssten wir denke ich den Prozentsatz dementsprechend erhöhen. Welche Variante würdet Ihr bevorzugen?

Viele Grüße,

Martin

Trapattobi, 12. Januar 2008, um 14:41

Das Turniersystem ist eine gute Idee, sollte aber neben dem normalen Echtgeldschafkopf da sein, nicht als Ersatz. Ein Nachteil ist, wenn man dringend weg muss oder die Verbindung abreisst.

Trias, 12. Januar 2008, um 17:45
zuletzt bearbeitet am 12. Januar 2008, um 18:59

Also ich hab mir mal Gedanken gemacht, weil ich nämlich auch recht gerne um Geld spielen würde, aber das System in der Form etwas verschreckend finde. Zusätzlich zu dem Verlustrisiko auch noch eine feste Gebühr zu bezahlen werden wahrscheinlich neue Spieler nicht gerne machen.

Kosten (nehm ich an):
- relativ unabhänig von der Zahl der Spieler, aber konstant hoch
+ Bankkosten (für Schnittstelle)
+ Kosten bei Überweisung
+ Anwalt
+ Wartung

=> hohe Spielerzahl & Umsatz muss erreicht werden, damit sich das trägt.

Mein Vorschlag:
Nur Besteuerung von Solos mit 10%
Auszahlungsaufschlag von 5% (oder besser: 10% nur auf den Gewinn)

Warum nur Solos?
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Solos machen den Hauptteil (76%, siehe unten) der Gewinne aus, sind aber trotzdem nur 30% (etwa) der Spiele.

Der "Tribut" würde also eher als Gewinnsteuer erscheinen, was die meisten wohl akzeptieren werden. Weil wenn man schonmal 1,50€, 3€ gewonnen hat, dann bleibt man viel länger im Plus als bei 9c, die beim nächsten Spiel schon wieder weg sind.

Um bei Schafkopf einigermaßen Punkte zu halten, *muss* man Solos spielen, von daher ist das auch eine defacto Umsatzsteuer (siehe auch Punkt Mathematik).

Warum Ausgabeaufschlag?
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Ich denke das ist eine gute Möglichkeit, die Transaktionszahl zu reduzieren, und damit vermutlich auch Kosten.
Außerdem werden damit vermutlich die Transaktionskosten von Einzahlung und Auszahlung beglichen.
Drittens könnte Sauspiel das Geld auf ein Tagesgeldkonto (~3% pro Jahr), bei einigen Tausend Euro kann da schon ein Trinkgeld rausspringen. Ob sich der banktechnische Aufwand lohnt kann ich allerdings nicht sagen.
Durch ein Abbuchungsaufschlag wird auch erreicht, dass Spieler das Geld länger bei Sauspiel halten und nicht ihren Gewinn auszahlen und gehen. Mehr Geld & mehr Spieler -> mehr Geld für Sauspiel.

Mathematik
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Hab ja Mathematik-LK, das muss ich bei der Gelegenheit auch mal raushängen lassen (nein Scherz, aber habe mir Gedanken gemacht, das will ich damit zeigen):

Annahme:
`````````
Ich hab bei guten Spielern nachgeschaut, wie denn die Solo/Sauspiel verteilung ist. In dem Fall wird Wenz als ein Solo angesehen.

P("Sauspiel")=~70% (p(x)=Wahrscheinlichkeit)
P("Solo")=~30%
=> durchschnittlicher Gesamteinsatz pro Spiel:
(50c*0.3+10c*0.7)*4=88c

Bei schlechteren Spielern ist die Solowahrscheinlichkeit sogar eher höher (ausgenommen Feiglinge ;-)

Aktuelles Modell:
``````````````
X("Solo") = 50c*0.1*3=15c (Gewinn von sauspiel.de bei einem Solo)
X("Sauspiel") = 10c*0.1*2=2c (Gewinn von sauspiel.de bei einem Ruf)
=>E("pro Spiel")=
0.7*2c (in 70% der Fälle verdient Sauspiel 2cent)
+0.3*15c (in 30% der Fälle verdient Sauspiel 15cent)
------------
5.9c Gewinn pro Spiel für Sauspiel

Gewinn für Sauspiel auf jeden, vom Spieler eingesetztem Euro:
5.9c/88c = ~6.7% => 6.7c (und nicht 10, da bei normalen Spiel 5% insgesamt weggehn und bei Solo 7.5%. Nimmt natürlich an, dass alle Spieler gleich gut spielen.)

Kosten für einen Spieler pro Spiel:
6.7c/4 = 1.68c

Mein Modell:
```````````
X("Solo")= 150c*0.10=15c (Gewinn von Sauspiel.de)
X("Sauspiel") = 0 € (kein Gewinn für Sauspiel.de)

Erwartungswert("pro Spiel")= 0.7*0+0.3*15c=4.5c (Gewinn von Sauspiel pro Spiel)

Gewinn für Sauspiel auf jeden, vom Spieler eingesetztem Euro:
4.5c/88c= 5.11%

Kosten für einen Spieler pro Spiel:
4.5c/4= 1.125c/Spiel

Vergleich:
````````
5.11c/6.7c=~76%
=> Solos generieren 76% der Einnahmen.

Man sieht also, es kommt nicht das Gleiche zusammen, allerdings wirkt dieses System meiner Meinung nachnicht so abschreckend, da man nur bei hohen Gewinnen was abgeben muss. Der Umsatz muss aber zugegebenermaßen um ~31% erhöhen um die Mindereinnahme wettzumachen (Und ich denke das ist durchaus drin).

Durch Klopfertische sollte der Erwartungswert pro Spiel noch weiter steigen, bei durchschnittlich einem Klopfer pro Tisch auf 9c pro Spiel.
Jeder ausgezahlte Betrag würde außerdem nochmal mit 5% belegt werden, was den Erwartungswert nochmal anhebt.

So, ich hoffe ich habe keinen Fehler gemacht, das wäre bei der Gelegenheit relativ peinlich :D

Zusammenfassung:
================
+ nur Gebühr für hohe Gewinne -> fair
+ keine direkte, abschreckende Umsatzsteuer
+ weniger Transaktionen
+ mehr Geld bleibt bei sauspiel.de -> Zinsen
+ Kostendeckung von Transaktionen durch Ausgabeaufschlag
- 76% der Einnahmen vom aktuellen System

Ich hab das System nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, (und würde es auch so einsetzen) kann aber natürlich nichts garantieren.

Pu fertig, ich habe hier ungefähr eine Stunde dran gearbeitet, da seht ihr mal wie wichtig mir das Thema ist :-).

Trias, 12. Januar 2008, um 17:54

Nochwas:
Anscheinend wollt ihr 10% Gewinn pro Euro machen, dass wäre es jedenfalls, wenn man das Tuniersystem von mk nimmt. In dem Fall könnte man die Solobesteuerung auf 20% setzen, das wäre dann meiner Meinung nach immernoch fair. Der Gewinn pro eingesetztem Euro läge dann bei 10,22 Cent.

PS: ich kanns nicht in mein Beitrag reineditieren, weil er sonst 120 Zeichen zu lang wäre :D

Steff, 12. Januar 2008, um 18:20

finde es toll dass scih soviele hier reinsteigern und das ganze durchrechnen, finde die ganzen Vorshläge nicht schlecht, zumindest sind sie vom System her alle besser als es momentan läuft.
Den von Tutut find ich am besten.
Es sollte erst nach einer Runde bzw. jede volle Stunde, oder jeden Tag um 0:00Uhr abgerechnet werden, das heißt dann zu diesem Zeitpunkt 10% bei den Gewinnern, was sie in diesem Zeitraum gewonnen haben, verrechnen, und die die in diesem zeitraum (Stunde/TAG) nichts gewonenn haben wird nix abgezogen.
Nochwas:
Ich muss Trapattobi recht gebn, es sollte nicht als Ersatz dienen dieser Turniermodus der in Planung ist,wie es oben von mk erklärt wurde sondern eher zusätzlich geben.

Am allerbesten würd mir auch so etwas wie vom Gaudibursch passn, also mit paschalgebühr pro monat, aber das wird nicht realisierbar sein.

Trias hat auch viele gute Ansätze drin, das mit Auszahlungsprozente find ich gut, da man so die anfallenden Gebühren für die Transaktionen stark reduzieren kann und diese dann durch die Prozente abdecken kann evtl, denn die Bankgebühren denke ich sind ja die Hauptausgaben für sauspiel.de. Diese Gebühren könnte man ja auf den jeweiligen Einzahler und auszahler gleich draufschlagen. Dann entstünden in diesem bereich keine Kosten für sauspiel.de, die wieder refinaziert werden müssten.

Trias, 12. Januar 2008, um 18:51

tututs System hat den Vorteil, dass es sehr fair und sozial ist: Es wird tatsächlich nur der Gewinn "besteuert". Hat allerdings den Nachteil, dass es sehr unberechenbar ist (Was passiert, wenn die meisten Spieler etwa bei pari sind?) und deswegen sehr hohe Abgaben hat (vermutlich >50% auf den Gewinn). Bei Echtgeld werden sich denk ich die, ich sag mal unsicheren Spieler raushalten, was dazu führt, dass keine großen Gewinne mehr gemacht werden (Also sowas wie 500€ Spielgeldgewinn halt ich mit Echtgeld für sehr unrealistisch)

Eine Flatrate wie von Gaudibursch wäre natürlich auch toll, hätte aber möglicherweise abschreckende Wirkung auf Wenigspieler. Funktioniert womöglich auch erst bei großen Spielerzahlen, die eine Kostendeckung zu einem vernünftigen Preis ermöglichen.

Ich will damit nicht mein Modell in den Himmel loben oder die anderen schlecht machen. Es kann gut sein, dass eine andere Idee viel besser geeignet ist, da ich zB die Kosten falsch eingeschätzt habe.

Was allerdings nicht sein sollte, sind - meiner Meinung nach - abschreckende Kosten, oder dass sauspiel.de Minus macht.

SB, 14. Januar 2008, um 17:18

@Admins,

ist eine Änderung des Tributtarifs in Sicht?

mk, 14. Januar 2008, um 20:47
zuletzt bearbeitet am 14. Januar 2008, um 20:51

Servus,

Wir rechnen noch fleissig, gebt’s uns no a biserl Zeit. Ist leider, wie ihr euch vorstellen könnt, ned ganz einfach. Sicher ist auf jeden Fall, dass die Leute die jetzt schon spielen, falls wir eine Senkung des aktuellen Tributs beschliessen werden, als Dank für die frühe Unterstützung überproportional davon profitieren werden.

Viele Grüße,

mk

Hiki, 15. Januar 2008, um 00:48

woit no sogn dass i letztens 2,16 Euro Gebühr für 1 Spui zoin mussd, a Frechheit. Aber ich hab a 19, 44 Euro, Peanuts wenn man bedenkt dass i dafür 1 ganzes Spui spuin mussd, kassiert. Völlig egal was euch Admins eifoit, im Endeffekt liegts an mir ob i spui oder ned. An Dank an dieser Stelle, weida so.

Steff, 15. Januar 2008, um 01:39

schön schön das sind schon mal sehr gute nachrichten :-)
muss dringendst wieder geld aufladen damit ich wieder in tische hinein komm^^

josch2003, 15. Januar 2008, um 05:50

geb auch mal meinen senf dazu.
ich find die seite super, danke dafür an alle die sich jeden tag den A**** dafür aufreissen.
zum geld, turniermodus ist eklig. ich will nicht festgelegt werden wieviele spiele ich zu machen hab. das ist zu zwanghaft. ich bezahl für 40 spiele (oder weniger, oder mehr) und hab nur doldi am tisch, was dann? dann komm ich nicht mehr weg. ich will selbst entscheiden ob ich nach dem 54. oder 23. oder 138. spiel aufstehen möchte. und zu guter letzt soll jeder selber entscheiden ob er um geld spielen will. Ich geh selten mit gewinn aus der kneipe heim, da zahl ich auch fast 4 euro (zwei bier) pro stunde fürs kaddeln, ohne diverse nebengeräusche.
@mathejunkies ===>> fast 4 € = 3,60 =====>>> 1,80/bier alle 23 minuten, denn ein pils dauert ja 7 minuten

biggib, 15. Januar 2008, um 19:51

Kann mir mal einer sagen, welche Mitgliedschaft ich brauche für das Echtgeldspiel.
Reicht hier die MItgliedschaft für 5 Euro, um an den Echtgeldspielen teilnehmen zu können ?

Basti, 15. Januar 2008, um 19:56

ja ;)

oder halt 2,- € im Monat, wenn du die Kriterien für die Ermäßigung erfüllst

Steff, 20. Januar 2008, um 03:30

Kompliment an die Macher, dass hier so schnell drauf reagiert wurde.
So wies etz geregelt is mit 5 % und dem Bonusprogramm am Anfang find ichs spitze!
Ach ja die Statistiken könnte man noch um das Echtgeldspiel erweitern ansonsten alles top soweit der erste Eindruck.

Lisele, 20. Januar 2008, um 10:01

Tutut, ich kann Dir leider keine private Nachricht schicken... . Wollt eigentlich nur sagen, war optimal gestern/heute. Gerne wieder... . UND: Die Gebühren, so wie sie sind, sind absolut in Ordnung!

Abaton, 20. Januar 2008, um 17:01
zuletzt bearbeitet am 20. Januar 2008, um 17:04

Wie sieht das jetzt aus?
Ist es nicht so, dass man, wenn man im Schnitt über 60 Prozent aller Spiele gewinnt einen Gewinn einfahren kann?
Oder habe ich mich da verrechnet?
Das ist aber nicht einfach!
(Ich meine 61 % zu gewinnen).

agnes, 20. Januar 2008, um 17:51

Hallo ihr Lieben!

Erstmal freut es mich, dass die Neuregelung auf Zustimmung stößt!

Dann zu den Statistiken: wir haben sie in Planung, wollten euch aber dazu noch befragen: Wie ist des denn, wollt ihr, dass andere sehen können, wer wie viel gewonnen hat?

Grüße Agnes

Hiki, 20. Januar 2008, um 17:55

nein!

Trapattobi, 20. Januar 2008, um 17:56

Kann man die IP-Adressen vom Finanzamt sperren?

Tutut, 20. Januar 2008, um 18:00
Dieser Eintrag wurde entfernt.

agnes, 20. Januar 2008, um 18:06

Hallo Tutut,

des ist eigentlich auch das, was ich favorisiere. Ich denke es hilft a bissl, das Niveau des Gegenspielers einzuschätzen.

Grüße Agnes

Tutut, 20. Januar 2008, um 21:27

Genau, mehr brauchts ned :-)

Allerdings:

Spieler die beim Raum betreten nicht grüßen brauchen nicht in die Statistik,
da steht des Niveau schon fest...lol

Steff, 20. Januar 2008, um 22:42

hab dieselbe meinung wie Tutut und agnesium, genaue gewinne und verluste sollte man nicht einzeln auflisten, aber so kleine statistiken zum einschätzen der Gegner würd ich unbedingt machen. So änhlich wies halt beim Spielgeld auch is, dass man die prozente der klopfer sieht find ich muss fast sein.

Trapattobi, 21. Januar 2008, um 01:52

Gut wär doch auch eine Rangliste nach Gewinn pro Spiel aber ohne Zahlen.

uweg, 24. Januar 2008, um 15:21

Großes Lob.
Spiel jetzt ein paar Tage und muß sagen System läuft bestens. Manchmal spieln wohl mal ein Harakirispieler, ist aber selten.
UG

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