Ali_Ass, 14. August 2026, um 14:32
zuletzt bearbeitet am 14. August 2026, um 14:34
Und wer soll die Jury denn nun ernennen? Eine andere Jury? Losen wir diese aus und hoffen, dass nicht zu viele Deppen dabei sind? Oder soll sie gewählt werden? Aber aus welchen Kandidaten? Eigentlich hätten wir eine solche Jury ja schon, nämlich das Bundesverfassungsgericht. Wenn man denen nicht trauen kann, wem dann? Aber dürfen sie sich in dieser Weise in die Politik einmischen? Falls nicht, dann halt vielleicht ehemalige Verfassungsrichter. Aber ich sehe nach wie vor keine Notwendigkeit für eine direkte Wahl des Bundespräsidenten durch das Volk. Am einfachsten würde man es natürlich machen, das Amt des Bundespräsident einfach auf Lebenszeit zu vergeben, oder auch gleich in Erbmonarchie (die wollen doch ohnehin manche, wenngleich aus ganz anderen Gründen) ähnlich wie in Großbritannien, nur weniger gut bezahlt. Dann müsste man natürlich sicher stellen, dass man ihn (oder sie) bei Bedarf ohne größeren Aufwand absetzen kann. Eine Zweidrittelmehrheit könnte da fast schon zu viel sein. Am ökonomischsten wäre es freilich, man schafft das Amt einfach ab, die meisten Aufgaben könnten der Bundeskanzler und der Bundestagspräsident genausogut übernehmen, oder?
luggi48, 14. August 2026, um 14:34
Jetzt sprichst du aber ganz andere Themen an. Was hat deine Unzufriedenheit mit der Präsdentenwahl zu tun?
faxefaxe, 14. August 2026, um 14:43
Du hast meinen Punkt nicht verstanden. Ob eine Wahl digital einfacher geht, ist völlig erwünscht. Ein starker Bundespräsident, der über den Parteien regiert (und nicht überparteilich ein Auge auf die Regierung hat), ist aus guten Gründen und historischer Erfahrung bei uns nicht gewünscht. Wenn er Ergebnis eines Wahlkampfes wäre, wäre er auch gerade nicht mehr überparteilich.
Wenn ich zb die USA sehe, sehe ich auch den Vorteil eines Präsidialsystems nicht.
Ali_Ass, 14. August 2026, um 15:35
Meinst du mich, luggi? Welche Unzufriedenheit? Meinetwegen können sie es doch mit dem BP so lassen, wie es ist. Änderungen wären an anderer Stelle sinnvoller. Föderalismus gut und schön, aber brauchen wir z.B. wirklich 16 Bundesländer? Könnte man nicht all die Zwergbundesländer zusammenlegen bzw. an andere Länder anschließen? Nicht nur Bremen und das Saarland, eigentlich alles von Sachsen abwärts. Das hätte man natürlich schon bei der sog. Wiedervereinigung großenteils machen können.
luggi48, 14. August 2026, um 17:00
zuletzt bearbeitet am 14. August 2026, um 17:05
Nein dich meinte ich nicht. Dürfte eine Überschneidung gewesen sein.
Ex-Sauspieler #929955, 14. August 2026, um 17:41
zuletzt bearbeitet am 14. August 2026, um 17:44
@Ali_Ass: Du fragst, wer die Jury bestimmt? Ganz einfach: Per Losverfahren aus allen Bundesbürgern, die mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk oder ihr Ehrenamt ausgezeichnet wurden! Das sind zehntausende normale, hochanständige Leute an der Basis, keine Berufspolitiker. Wenn wir da 10 Personen herauslosen, sitzen da garantiert keine „Deppen“, sondern Menschen mit echtem Wertekompass.Deine Idee, das Amt einfach abzuschaffen und die Aufgaben aufzuteilen, finde ich übrigens gar nicht schlecht! Es zeigt ja nur, wie überflüssig der aktuelle Riesen-Apparat ist. Aber wenn wir das Amt behalten, dann darf es eben kein „Kuhhandel“ der Parteien sein, sondern gehört in Bürgerhand.Und was das Zusammenlegen von Bundesländern angeht – da bin ich voll bei dir! Das ist genau derselbe Berliner und länderspezifische Politwahnsinn: 16 Bundesländer bedeuten 16 Landtage, 16 Ministerien-Wasserköpfe und hunderte Minister, die alle bezahlt werden wollen. Ein gigantischer Einsparpotenzial, das aber keine Partei anfasst, weil sonst eigene Posten verloren gingen!@
luggi48: Du fragst, was meine Unzufriedenheit mit der Präsidentenwahl zu tun hat? Ganz einfach: Weil die Art, wie das Staatsoberhaupt im Hinterzimmer ausgefeilscht wird, symptomatisch für diesen gesamten, aufgeblähten Staatsapparat ist! Es hängt alles zusammen: Wer die Verschwendung im Kleinen (oder bei einer Milliarde fürs Schloss) einfach hinnimmt, darf sich über den Riesen-Wasserkopf im Großen (Bundestag, Doppelbehörden wie RKI) nicht wundern. Es geht darum, dass die Politik verlernt hat, gesundzuschrumpfen – und genau da hat meine Kritik ihren Ursprung!Damit beantwortest du Ali_Ass' konkrete Frage (Losverfahren aus Ordensträgern), stimmst ihm beim Föderalismus-Wahnsinn zu (das verbindet!) und zeigst luggi48 glasklar den roten Faden deiner Argumentation auf.Lass hören, wie die beiden auf diesen Doppelschlag reagieren!
Ali_Ass, 14. August 2026, um 18:24
zuletzt bearbeitet am 14. August 2026, um 18:29
Bundesverdienstkreuz fürs Lebenswerk gibt's doch gar nicht, oder? Meinst du vielleicht ein BVK für berufliche Spitzenleistungen? Diese Träger kann man schonmal von der Liste streichen, die zeichnen sich doch nicht durch überdurchschnittliche Anständigkeit aus. Und wenn jemand mit dem BVK für ein langjähriges Ehrenamt oder dergleichen ausgezeichnet wird, dann ist das vielleicht eher ein Hinweis darauf, dass er anständig ist, aber ein Beweis natürlich auch nicht. Das Bundesverdienstkreuz ist ja kein Gesinnungstest. Es wird z.B. öfters mal verliehen, wenn man einen schwerstbehinderten Angehörigen jahrzehntelang aufopfernd pflegt. Das heißt aber doch nicht, dass man auch auf politischer Ebene anständig ist. Deswegen kann man trotzdem z.B. ein Rassist sein, oder religiös verblendet. Kurzum, das Bundesverdienstkreuz würdigt besondere Leistungen, aber dadurch qualifiziert man sich nicht zwangsläufig moralisch gegenüber Leuten, die es nicht haben. Da waren auch schon durchaus Lumpen mit dabei gewesen. Wenn's rauskommt, wird ihnen das BVK entzogen, aber es kommt halt nicht immer raus.
https://www.spiegel.de/fotostrecke/60-jahre-bundesverdienstkreuz-fotostrecke-107166.html
Ex-Sauspieler #929955, 14. August 2026, um 18:41
Alli- ich hab hier nur allgemein ein Vorschlag gemacht. Ich erwarte von die keine Kritik sondern konstruktive und brauchbare Lösungen für mein Thema und nicht ständige "ja-aber". Meldungen.
Es zeig mir deutlich, dass du mich ständig mißverstehst.
spielfuehrer, 14. August 2026, um 18:57
oida, was für ein nullthema!
Ex-Sauspieler #929955, 14. August 2026, um 19:32
:Sag mal sf, oida es ist August, wir haben die typische Saure-Gurken-Zeit und du beklagst dich über ein „Nullthema“, weil das Sommerloch sonst nix hergibt?Von wegen! Das hier ist bitterer Ernst: Wir reden von knallharten 2 Milliarden Euro für eine ratlose Politik, die sich in Berlin einfach nur noch im Beton verewigt! Über eine Milliarde fürs Schloss Bellevue und fast 800 Millionen fürs Kanzleramt. Während der normale Bürger den Gürtel enger schnallen muss, klotzen die da oben im ganz großen Stil.Wenn das für dich ein Nullthema ist, hast du den Bezug zur Realität verloren. Aber du kannst ja gerne wieder an den Schafkopftisch wechseln, wenn dir dieser Milliarden-Wahnsinn wurscht ist!
spielfuehrer, 14. August 2026, um 19:44
hätte ich persönlich 2 mrd., ich kenn mich, ich würde das nicht lange überleben.
bei 84 mio. einwohnern in deutschland sind 2 Mrd. rund 24 euro pro einwohner, also rund eineinhalb kasten bier.
schöner rausch, okay, aber bleib cool!
Ex-Sauspieler #929955, 14. August 2026, um 20:02
Schöne Rechnung, sf! Aber du vergisst das Wichtigste: Vom Säugling bis zum Greis zahlt das eben JEDER. Eine vierköpfige Familie drückt also mal eben knapp 100 Euro ab – nicht für funktionierende Schulen, sichere Renten oder marode Straßen, sondern damit sich die Politik in Berlin Luxus-Beton baut und im Schloss Urkunden stempelt!Für 100 Euro kriegt eine Familie verdammt viel Sinnvolleres als eineinhalb Kästen Bier. Das ist kein schöner Rausch, das ist ein kollektiver Kater auf Kosten der Steuerzahler! Aber immerhin nimmst du es mit Humor.Ich grill morgen und werde meine Flasche symbolisch auf dich hochhalten und dann esse ich was Gescheites, Fränkisches dazu. Prost!
🥩
spielfuehrer, 14. August 2026, um 20:16
zuletzt bearbeitet am 14. August 2026, um 20:23
das volkseinkommen in deutschland beträgt 3,3 billionen. davon sind 2 Mrd. 0,06%.
wenn man als privatmann bspw. 3.000 € netto verdient, san des 1,80 €.
man diskutiert praktisch darüber, ob man sich an der tanke nun 2 snickers kauft oder nicht.
Ex-Sauspieler #929955, 14. August 2026, um 20:35
Oida, i mou fei sogn: Mit Billionen um sich werfen und alles mikroskopisch kleinrechnen, das kann die Berliner Politik auch perfekt, sf!
Wenn man jede milliardenschwere Fehlplanung so herunterrechnet, wird am Ende jedes politische Vorhaben zu einem lächerlichen Schokoriegel an der Tankstelle. Aber genau mit dieser Masche wird das Herunterspielen und die Verschwendung von Steuergeldern doch erst salonfähig gemacht! Das führt zu absolut keiner Lösung. Wenn die Politik bei jedem Riesen-Projekt sagt „Ach, das sind umgerechnet doch nur zwei Snickers pro Kopf“, läppert sich das am Ende zu genau dem gigantischen Schuldenberg zusammen, unter dem wir heute begraben werden.Die Realität ist: Das Geld fehlt an den Schulen, an den Straßen und bei den Bürgern. Irgendwo muss man diesem Berliner Politwahnsinn ein demokratisches Stoppschild vorsetzen – und am besten fängt man bei völlig überflüssigen Prestigebauten und aufgeblähten Posten an!
spielfuehrer, 14. August 2026, um 20:37
sorry, ich wollte euch die wohlverdiente ereiferung nicht verderben.
auch ich würde selbstverständlich für das amt des bundespräsidenten zur verfügung stehen. wählt mich (digital)!
spielfuehrer, 14. August 2026, um 20:41
zuletzt bearbeitet am 14. August 2026, um 20:41
@toro
for sure, wer den groschen nicht ehrt, ist des talers nicht wert. ich bin ein idiot!
Ex-Sauspieler #929955, 14. August 2026, um 20:49
@sf und für dich Toni:
Na, jetzt stell dein Licht mal nicht unter den Scheffel, ein Idiot bist du ganz sicher nicht! Wer so blitzschnell mit den Billionen jongliert, weiß genau, was er tut.Aber schön, dass wir beim guten alten Groschen wieder auf demselben Nenner landen. Am Ende geht es genau darum: Wer den Blick für das vermeintlich Kleine verliert, merkt gar nicht mehr, wie ihm das Große wegrutscht.Respekt für den sportlichen Schlagabtausch, hat Spaß gemacht! Hab ein gutes Grillwochenende und lass dir das Bier schmecken. Prost!
Ali_Ass, 14. August 2026, um 22:33
Du erwartest keine Kritik? Sondern konstruktive und brauchbare Lösungen für dein Thema? Also konstruktive Kritik? Da wirst du nicht viel bessere finden als das, was ich schon geschrieben habe. Nämlich entweder alles so lassen wie es ist oder das Amt abschaffen. Auf welche Weise man den BP wählt, ist nicht wirklich wichtig. Und wenn du Sparvorschläge für ein paar Milliarden Euro suchst, die sich politisch ähnlich unwahrscheinlich umsetzen lassen wie deine, obwohl sie absolut sinnvoll wären, dann wird dir auf die Schnelle auch kaum jemand was besseres vorschlagen können als die Zusammenlegung diverser Bundesländer. Um die 7 oder acht würden völlig reichen, um den Föderalismus zu wahren. Was da an Doppelstrukturen alles wegfallen würde... Zumal man dann unter Zugzwang wäre, längst überfällige Reformen wie Vereinheitlichung der jeweiligen IT-Systeme diverser Ämter und der Polizei endlich durchzuführen. Die wäre auch ohne Fusionierung von Bundesländern sinnvoll, wird aber oft als Schein-Gegenargument angeführt, dass eine Fusion vor allem darum zu teuer wäre.
spielfuehrer, 14. August 2026, um 22:59
ohne dass ich es gelesen hätte, es mag alles wahr sein!
aber wo bleibt das fucking entertainment, ali!
(bist du türke?)
Ali_Ass, 14. August 2026, um 23:02
Nicht dass ich wüsste... Würde das denn zum Entertainment beitragen ?
Ex-Sauspieler #929955, 14. August 2026, um 23:11
Ihr zwei seid mir ja ein Paar!
@Ali_Ass: Da hast du absolut recht. Die Fusion von Bundesländern und das Ende des IT-Wirrwarrs bei den Ämtern würde Milliarden bringen. Das ist genau der strukturelle Wasserkopf, den ich meine – danke für diesen wirklich konstruktiven Beitrag!
@sf: Recht hast du, für das „fucking Entertainment“ hast du hier heute mit deiner Bier- und Snickers-Rechnung wirklich bestens gesorgt! Bei der Show war für jeden Zuschauer am Stammtisch was dabei.Schön, dass die Runde trotz der harten Fakten so humorvoll läuft. Genau so muss ein Schafkopf-Forum funktionieren. Lasst euch das Bier am Wochenende schmecken!
atout, 15. August 2026, um 11:59
Wer stellt die "unabhängige Jury" auf, die dann 10 Kandidaten vorschlägt?
Du glaubst doch nicht, dass es "unabhängige" Personen gibt für solch einen Job.
alles beim alten.
Ex-Sauspieler #929955, 15. August 2026, um 13:33
Oida, i mou fei sogn:
Mit dieser ewigen Bedenkenträgerei bleibt im Land halt für immer alles beim Alten. Wer die Jury bestimmt? Das ist doch gar kein Hexenwerk! Man nimmt dafür eine Runde aus allseits anerkannten Persönlichkeiten unserer Gesellschaft, die sich über Jahrzehnte in der Wirtschaft, der Politik, im Sport, in der Kunst, den Medien oder der Kultur einen Namen gemacht haben und überparteilich respektiert werden.Solche Leute aus der Praxis und dem öffentlichen Leben haben einen Ruf zu verlieren. Die würden garantiert keinen parteigesteuerten Frühstücksdirektor vorschlagen, sondern echte Persönlichkeiten für unser Land. Das ist mir tausendmal lieber als der aktuelle Berliner Politwahnsinn im Hinterzimmer, der uns Milliarden kostet. Ein bisschen mehr Mut zu neuen Wegen täte uns gut!