ToRo1, vor ungefähr 7 Stunden
zuletzt bearbeitet am 13. August 2026, um 17:46
Servus beinander,
ich muss mal ein bisschen Salz in die Suppe streuen. Wenn ich lese, dass die Politik schon wieder Namen wie Ilse Aigner, Angela Merkel oder Strack-Zimmermann hin- und herschiebt, geht mir der Hut hoch.Warum bestimmt eigentlich die Politik im Hinterzimmer, wer der „erste Bürger“ unseres Landes wird? Dieses Recht gehört verdammt noch mal uns Wählern!Ich hätte da einen provokanten Vorschlag für eine echte Reform:
Die Vorauswahl: Vergessen wir die Bundesversammlung und den Parteien-Klüngel. Eine unabhängige Jury aus 10 hochverdienten Bürgern (die das Bundesverdienstkreuz bester Güte tragen) wählt überparteilich die am besten geeigneten Köpfe aus.
Die 10 Kandidaten: Diese Jury stellt eine Liste von genau 10 Kandidaten auf.
Die Entscheidung: Danach gibt es eine digitale Abstimmung für alle Bürger. Wer im Netz aus diesen 10 Kandidaten die meisten Stimmen holt, wird Bundespräsident. Direkt und transparent!Was meint ihr? Bringt das endlich frischen Wind und echte Demokratie, oder haltet ihr mein Jury-Modell für Utopie?
faxefaxe, vor ungefähr 6 Stunden
Mir immer rätselhaft, warum Leute denken, nur direkte Demokratie sei richtige Demokratie. Die repräsentative Demokratie hat viele Vorteile. Und unsere Verfassungsväter (falls da auch Frauen dabei waren: -Eltern) wollten sehr bewusst keinen starken Bundespräsidenten (ein vom Volk gewählter hätte eine andere Macht gegenüber dem Bundeskanzler und dem Parlament), sondern einen repräsentierenden, der darauf achtet, dass alles korrekt vor sich geht.
Hexenmeister, vor ungefähr 6 Stunden
Welche Namen hatte dieser Texthuber bisher eigentlich schon alle?
ToRo1, vor ungefähr 6 Stunden
Die Verfassungsväter in allen Ehren, faxefaxe, aber wir leben nicht mehr im Jahr 1949. Heute haben wir digitale Möglichkeiten für echte Bürgerbeteiligung. Ein Bundespräsident, der durch eine unabhängige Jury und digitale Volkswahl legitimiert ist, stünde über dem alltäglichen Parteienstreit. Er wäre eben kein zweiter Kanzler, sondern der echte Anwalt des Volkes. Warum sollte man davor Angst haben?
ToRo1, vor ungefähr 6 Stunden
Servus Hexenmeister! Na, beim Schafkopfen schaust du den Mitspielern hoffentlich besser in die Karten als mir ins Profil!
Welcher Name da steht, ist doch völlig wurscht – wichtig ist, was auf dem Tisch liegt. Hast du denn zum Thema Bundespräsident und direkte Wahl auch eine Meinung, oder betreibst du lieber Ahnenforschung?
Hexenmeister, vor ungefähr 6 Stunden
Ich spiel gern den Kasperl
ToRo1, vor ungefähr 6 Stunden
Jedem sein Hobby, Hexenmeister! 🤡 Aber jetzt zurück zu den ernsthaften Vorschlägen.
Ali_Ass, vor ungefähr 6 Stunden
zuletzt bearbeitet am 13. August 2026, um 18:55
Eine digitale Wahl wäre jedenfalls schonmal nicht demokratisch. Verfassungswidrig ohnehin in diesem Fall.
ToRo1, vor ungefähr 5 Stunden
zuletzt bearbeitet am 13. August 2026, um 20:31
Guter Einwand, Ali _Ass. Dann streich das Wort „digital“ und mach ein Kreuzerl auf Papier daraus. Ändert ja nix an der Idee: Eine unabhängige Jury sucht die 10 besten Köpfe, und wir Bürger wählen den Bundespräsidenten direkt. Würde dir das Modell so besser gefallen?
Ali_Ass, vor ungefähr 3 Stunden
Ja, aber einen großartigen Vorteil sehe ich darin immer noch nicht. Ob der Bundespräsident nun direkt oder indirekt gewählt wird, wen juckt's denn wirklich? Zumal ja auch dieses Modell keine echte demokratische Wahl ist, wegen der Vorauswahl durch die Jury. Diese Vorauswahl der 10 Kandidaten wäre ja sogar undemokratischer als die der Kandidaten der Bundesversammlung. Weil dort viel mehr Wahlberechtigte sind als in der Jury. Ich sehe ohnehin keine Vorteile einer sog. direkten Demokratie gegenüber einer repräsentativen. Eher den Nachteil, dass sie noch anfälliger gegen Populismus wäre, weil es noch mehr auf die Wahrnehmung der Kandidaten ankäme als auf deren Wahlprogramm. Was wirklich undemokratische Züge hat, ist das Mehrheitswahlrecht. Nicht nur das ultrakrasse wie in den USA, wo man theoretisch mit weniger als einem Viertel der Stimmen Präsident werden kann. Auch bei uns gibt's da Defizite, anderer Art natürlich. Dass man seinen Wahlkreis gewinnen kann und direkt ins Parlament einzieht, obwohl man eine Zweidrittelmehrheit gegen sich hat, ist nicht demokratisch auf Wahlkreisebene.
ToRo1, vor ungefähr 2 Stunden
Interessante Analyse, Ali_Ass. Beim Wahlkreis-Wahlrecht hast du recht, das hat demokratische Defizite.Aber warum sollte eine unabhängige Jury undemokratischer sein als die Bundesversammlung? In der Bundesversammlung bestimmen die Parteivorstände im Vorfeld ganz genau, wer vorgeschlagen und gewählt wird – der einzelne Abgeordnete nickt das meistens nur ab. Meine Jury würde 10 völlig verschiedene Persönlichkeiten zur Wahl stellen. Das Volk hätte dann die echte Auswahl, statt nur das Endergebnis eines politischen Kuhhandels präsentiert zu bekommen. Das ist für mich gelebte Demokratie.
Schwelch, vor ungefähr einer Stunde
Schon die Auswahl der Jury beeinflusst die Auswahl der Kandidaten erheblich (da wärs ja ev. besser Personen zu nehmen, die das Bundesverdienstkreuz zurückgegeben haben
)
Seis drum - der Verkäufer knapp überm Mindestlohn oder die sich abschuftende Handwerkerin wirds eh ned da rein schaffen. Und wer hat politisches Handwerk, kann entsprechend Reden oder hat das Geld dafür? Da wird 100%ig wieder (notgedrungen) auf den bekannten üblichen Personenkreis incl. Lobbyisten zurückgegriffen.Bös gsagt - 10 ausgewählte Großkopferte schlagen 10 Großkopferte zur Wahl vor.Da kann auch die Bundesversammlung wählen - spart Zeit und Geld und sorgt auf jeden Fall dafür dass Typen wie Musk nicht nominiert werden - da bin ich zuversichtlich.
ToRo1, vor 26 Minuten
Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, Schwelch – das mit dem Bundesverdienstkreuz-Zurückgeben hat was!
Aber Spaß beiseite: Deine Kritik, dass am Ende wieder nur „10 Großkopferte weitere 10 Großkopferte“ vorschlagen, ist völlig berechtigt. Genau das müssen wir verhindern!Wer sagt denn, dass in der Jury nur Professoren und Millionäre sitzen müssen? Man könnte die 10 Jury-Mitglieder auch aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten besetzen: die fleißige Handwerkerin, die Krankenschwester, der Verkäufer – alles Leute, die das Bundesverdienstkreuz eben für ihr echtes, ehrenamtliches Engagement an der Basis bekommen haben.Und vor Typen wie Elon Musk brauchst du keine Angst zu haben: Erstens hat der kein deutsches Verdienstkreuz und zweitens würde so eine bodenständige Jury so einen Blender gar nicht erst auf die Liste setzen. Das ist ja der Witz an der Sache: Die Jury filtert die reinen Populisten raus, und wir Bürger wählen danach den Besten aus den verbliebenen 10 Vernünftigen!
ToRo1, vor 18 Minuten
zuletzt bearbeitet am 14. August 2026, um 00:29
Ich glaube, bei den ganzen Argumenten hin und her vergessen wir hier das Wesentliche!Mein Vorschlag für die 10-Personen-Jury ist doch im Kern ein Werkzeug für etwas viel Größeres: Die komplette Entkoppelung der politischen Parteien von der Wahl des Bundespräsidenten!Mir geht es darum, den späteren Einfluss der Politiker und das ewige Parteibuch-Denken komplett abzuschneiden. Der gesamte Wahlvorgang gehört stattdessen in die Hände der breiten Bevölkerung übertragen. Das Volk soll entscheiden, wer der erste Bürger im Staate wird, nicht die Generalsekretäre im Berliner Hinterzimmer.Genau das ist doch das Wesentliche an der Idee! Warum wird den Parteien dieser Machtapparat eigentlich so widerstandslos überlassen?
Fazit: Berliner Politwahnsinn auf unsere Kosten!Egal ob fast 800 Millionen Euro für den völlig unnötigen Erweiterungsbau des Kanzleramts (obwohl das alte Gebäude top in Schuss ist) oder die Kosten rund um das Schloss: Die da oben gießen ihre Bürokratie in Beton, während der normale Bürger den Gürtel enger schnallen muss. Das zeigt nur, wie weit sich dieser aufgeblähte Parteien-Apparat von der Realität der Menschen entfernt hat.Über eine Milliarde Euro Steuergeld für einen Posten, der politisch nichts zu melden hat und im Grunde nur als „Winkeaugust“ Urkunden abstempelt. Wenn wir diesen enormen Aufwand schon finanzieren, dann müssen wir Bürger verdammt noch mal auch das Recht haben, diese Person über eine unabhängige Jury direkt zu wählen! Oder findet ihr dieses Geld für einen parteigesteuerten Frühstücksdirektor echt gut angelegt?Das wäre der einzig richtige Schritt, um diesem Berliner Politwahnsinn endlich ein demokratisches Stoppschild vorzusetzen und die Macht zurück zum Volk zu holen!