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Tratsch: Das Blutbad von München

vielleicht wollt ihr ja weiter diskutieren. ich öffne nur den fred, nachdem der andere ja wegen unbotmäßigem gehakel geschlossen wurde. also a bissl zivilisiert, wenn ich bitten darf!

was bisher geschah:

Traumbefreiter
vor ungefähr 15 Stunden

ned zu fassen ... aba zu erwartn wars leider

grubhoerndl
vor ungefähr 14 Stunden

zuletzt bearbeitet am 22. Juli 2016, um 23:36

Völlig überreagiert!

Ein Wahnsinniger, tot, 8 Opfer, auch tot, eine nicht bestätigte Zahl
von Verletzten (peinlich), der größte Polizeieinsatz in der deutschen
Geschichte (oberpeinlich) und inkompetente Geheimdienste, die sogar den
amerikanischen Präsidenten zu einer "Reaktion" nötigen (mehr als
oberpeinlich).

Mein Mitleid gilt den Opfern dieser schrecklichen Tat.

Und meine Verachtung dem Apparat.

Aen-ni
vor 12 Minuten

Nun, haltet mich für hellsichtig, aber ich glaube ja, dass
Frau Künast in einer vergleichbaren Bedrohungslage wie die Opfer von
Würzburg durch geschickt getimtes verständnisschwangeres Thematisieren
der das Täterverhalten rechtfertigenden Auslöser, die wohl zum
übergroßen Teil im Versagen der Leistung der Landespolitik und der
staatlichen Organe zu finden seien, zu Deeskalation, Einsicht des Täters
in die Aussichtslosigkeit seines Vorhabens und demzufolge seine
vollständige Rehabilitation bewirken wollen würde. 🙄

Aen-ni
vor 11 Minuten

Wann hat die Geduld ein Ende?

Schreit den potentiellen Tätern, gleich welcher irren Ideologie sie
hörig sein mögen, entgegen, dass es ihnen freisteht, ihr Leben
aufzugeben, wenn sie denn partout keinen Sinn darin und keine Freude
daran finden wollen, aber sie sollen uns und allen anderen die
eigentlich eh kurze Spanne an Lebenszeit gönnen: Packt euren Frust und
macht euch davon! Aber lasst uns unseren Frieden!

Ja, ich weiß, von denen liest hier keiner mit - und obendrein ned der
passende Thread - aber i hab des etz los werden müssen. Bin da heute
emotional a bisse instabil.

faxefaxe
vor 6 Minuten

zuletzt bearbeitet am 23. Juli 2016, um 13:21

Ein 18-Jähriger, der noch nie wirklich aufgefallen ist. Nicht
religiös offenbar, zweimal Opfer von kleineren Straftaten, sonst nicht
auffällig gewesen.

Anschreien kann man ihn da nur während des Amoklaufs, hat ja bizarrerweise der eine Mann ausgiebig gemacht.

Du missverstehst mich, mir geht es darum, dass ich es wiederum bizarr finde, wenn wir in den Analysen im Nachgang nach rechtfertigenden Erklärungen für diese Taten suchen.

Bei der Polizei gingen mehr als 4300 Notrufe ein.
Der Polizei-Präsident sagte dazu, man müsse da vom schlimmsten, realistischen Szenario ausgehen (mehrerenTäter mit Langwaffen in der Stadt) und könne mit Warnungen nicht warten, bis die Infos gesichert seien.
Gebe ich nur mal so weiter, solche Entscheidungen sind sicher immer schwer.

Müssen wir nicht nach Erklärungen suchen, wenn man das nächste Mal verhindern will?

Ganz klar und deutlich: Einzelltäter kann niemand daran hindern zu töten.

Wir verhindern es sicherlich nicht, indem wir ihnen eine Bühne bereiten und gar noch schnell ein behandlungsbedürftiges Krankheitsbild entwerfen, das dem Täter letztlich keine Wahl ließ.

Was soll denn das heißen?
Der Täter war wegen depressionsnaher Krankenbilder in psychiatrischer Behandlung.
Wie auch der Lufthansa-Pilot.
Amokläufer sind meist psychisch auffällig. Also muss man bei denen genauer hinschauen (Ärzte, Familie).
Wenn man an die Begründung nicht glaubt, weil es nicht ins Weltbild passt, verpasst man die Chance.

@Helmut am ehesten vermutlich die Eltern. Im Idealfall bekommt man mit, wenn der Sohn das Buch "Amok im Kopf" liest und Ausschnitte über Amokläufe sammelt (aber nicht als Vorwurf gemeint, man bekommt vieles halt auch nicht mit).

Die Tat verstehen zu wollen ist das eine. Verständnis für die Tat im Sinne einer Rechtfertigung zu haben das andere. So habe ich das gemeint und das wisst ihr auch.

darf ich mal eine steile hypothese aufstellen ?

Ich weiß nicht, was Du meinst, Aenni.
Wer hat denn die Tat "gerechtfertigt"?
Dich regt doch auf, dass nach psychischen Erklärungen gesucht wird.

ok ,egal ...ich machs...
kann es nicht sein , dass der täter sich von der art der islamistischen anschläge angesprochen gefühlt hat und diese imitieren wollte ?

Laut Polizei nein.
Er hatte sehr viele Zeitungsausschnitte gesammelt. Darunter laut Polizei nix islamistisches, sondern "klassische Amokläufe" wie Winnenden. Daher vermuten sie, dass er den Jahrestag von Breivik gewählt hat.
Die Frage ist aber völlig legitim.

Ich gehe auch von einem "erweiterten Suizid" aus. Einmal im Mittelpunkt stehen, auch wenn man selber nichts mehr davon hat.

in den nächsten tagen wird man sicherlich genaueres wissen

Ja.
Die Eltern waren, kein Wunder, noch nicht wirklich vernehmungsfähig.

verständlich , ist ja auch ein ziemlicher schock

Ausgehend von meinem Verweis auf die erste Reaktion von Frau Künast - die ich hier lediglich exemplarisch zitierte wegen der Aktualität ihrer Aussage, nicht wegen ihrer politischen Ausrichtung - nannte ich die psychische Erkrankung als zu erwartende Erklärung, weil sie meist in den eben unerklärlichen und zukünftig nicht zu verhindernden Fällen diagnostiziert wird. Das ist alles einleuchtend, vernünftig halt. Aber heute bin ich unvernünftig und aufgebracht. Mich interessieren im Moment seine Beweggründe nicht. Die Ohnmacht angesichts derartiger Terrorakte/Amokläufe ist halt manchmal schwer zu ertragen. Sorry, bin auch nur ein Mensch.

mein appell -mehr polizeipräsenz und nicht mehr überwachung

Aen-ni, ich kann dich voll und ganz verstehen....
ich krieg auch jedesmal an würgreiz, wenn ich lese der täter war psychisch gestört, des klingt nach einer entschuldigung und wir stehen dem machtlos gegenüber!

würgreiz bekommt die Sylivie keinen - glaub ich... aber so was ähnliches.

normal ist sie ja sau cool, bin fast geschockt sie so zu "sehen"

puenkt-chen
keine entschuldigung, nur eine warnung
beim umgang mit psychisch gestörten menschen muss man besonders vorsichtig sein in seinem verhalten
das sind tickende zeitbomben, die erkrankten wissen dies meist auch selber.
aber selbst der richtige umgang ist keine garantie dafür dass die sicherungen halten
diese menschen darf der staat aber von rechtswegen nur sehr selten in die geschlossene psychatrie zwangseinweisen.
nicht einmal auf eigenen wunsch hin

Hoppla Soja!!

Wirfst Du jetzt da nicht alle psychisch kranken in einen Topf?

Es gibt doch genügend die Ihr Leid ertragen und eben ein bisschen stiller durchs Leben gehen. Und was heißt überhaupt psychisch krank?
Es heißt doch nur außerhalb der Norm, wenn Du Dir mal die Zeit nimmst und es von außen betrachtetest.

Das heißt jetzt aber nicht, dass ich den Vorfall in München gut finde, oder ähnliches!
Ich hab selbst Verwandschaft in München und gestern jede Menge Angst um diese ..

falls ich den eindruck erweckt habe -alle in einen topf.. dann grosses sry meinerseits
ist natürlich nicht so
da wäre jeder mit ner phobie, depression usw ein latenter amokläufer.
mir gings auch eher darum herauszustellen dass körperliche beeinträchtigungen für jeden meist schnell ersichtlich sind und man automatisch rücksichtsvoller mit seinem gegenüber ist
bei psychisch erkrankten ist das nicht so
dementsprechend schnell verletzt man einen eh schon angeknacksten menschen noch mehr-unwissentlich, ohne vorsatz - aber dennoch...
was für die meisten nur dahingeblödelt ist kann bei einem erkrankten schon der supergau sein

aen-ni
ich weiss dass du das momentan nicht lesen willst
ich möchte hier auch kein verständniss oder ne rechtfertigung schreiben
nur, dass sich jeder selber ein bisserl hinterfragt in seinem verhalten anderen gegenüber
gerade der umgangston hier im forum zeigt doch wie weit dass es diesbzüglich noch fehlt

nt
ich kenne selber einen amokläufer persönlich
-einschliesslich seiner vorgeschichte
drum geht mir das momentan sehr nahe