Tratsch: Mischalgorithmus versus Realität

Soizhaferl, 07. Juli 2017, um 09:27

...oder im Schulhof die Packerl, bei denen dann irgendwann Karten fehlten und durch die 6er ersetzt wurden. Das war dann auch nur was für feste Runden, weil du dich als Neueinsteiger schwer dran gewöhnen konntest, dass die Eichel Sau die Eichel 6, der Eichel Unter die Gras 6, die Gras Sau die Herz 6 und der Gras Ober die Schell 6 war 😄

kamiko, 07. Juli 2017, um 09:52

... lach ... ja, bei uns auch 👍 schee, wieder an so was erinnert zu werden.

hansolo_forever, 07. Juli 2017, um 13:25

Grins - meine 'BAM'- ('Bitumen-Asphalt-Mischwerke') Karten haben ein Jahrzehnt überdauert, kein Plastikglump, sondern Qualität, mit der man Straßen bauen konnte ^^
Mehrfach gewaschen (sogar in der MASCHINE !), keine abgestossenen Ecken oder ähnliche Makel, alle gleichmäßig verbogen... ^^
Als die Runde dann gemeinsam beschloß, sie jetzt doch ins 'Reich der toten Kartensätze' zu schicken, war die aufrichtige Trauer... naja, aufrichtig !

Sowas findst heut garnimma, früher war halt alles besser ! ^^

christophReg, 07. Juli 2017, um 14:30

Auch wenn die letzten Beiträge unterhaltsam sind, schweifen sie etwas vom Thema ab. Ich mach mal einen neuen Fred auf, wo die alle reinpassen und versuche hier nochmal die Kurve zu kriegen.
Ich bin am Sa bei meinem Bruder auf einem kleinen privaten Schafkopfturnier. Ich werd dort mal anregen, alle Wenz mit zwei Untern zu zählen und die relative Häufigkeit von "zwei dagegen" hier posten. Wenn das ein paar von euch in ihren nexten Liverunden auch machen, müssten wir eine vernünftige Zahl für die entsprechende W. im Bereich "Witshaus" bekommen.

Koetztinger1860, 07. Juli 2017, um 14:56
zuletzt bearbeitet am 07. Juli 2017, um 14:57

Habe ich mal in Mathe (Stochastik) ausgerechnet: Die Wahrscheinlichkeit, dass die zwei verbleibenden Unter auseinanderstehen, waren gute 70 %.

christophReg, 07. Juli 2017, um 15:10
zuletzt bearbeitet am 07. Juli 2017, um 15:10

Genau und des is ja des, was hier bei Sauspiel auch rauskommt. Da das Mischen im Wirtshaus aber mathematisch kein echtes Mischen ist könnten wir ein einfaches Indiz dafür finden, dass hier andere W. gelten.

christophReg, 07. Juli 2017, um 15:11

Aber übrigens nicht gut 70 sondern knapp 70:-)

faxefaxe, 07. Juli 2017, um 15:24

Bis da eine Abweichung signifikant wäre, müsstest Du aber viele Spiele aufschreiben?

Koetztinger1860, 07. Juli 2017, um 15:42

Wenn ich mich ned verrechnet habe, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Sie übrigens 1 : 10 518 300 . Bei insgesamt 740, 75 Mio. Spielen müsste es hier also so in etwa 70 Sies gegeben haben.
Allerdings gilt dies nur, wenn alle Spiele auf der langen Karte stattgefunden hätten. Wenn ungefähr die Hälfte aller Spiele mit der langen Karte gespielt worden sind, wärens also ca. die Hälfte.
Wahrscheinlich weißt ihr mich jetzt auf die peinlichesten Rechenfehler hin, aber ich wollte einmal in meinem Leben was halbwegs sinnvolles mit Mathe berechnen oder es zumindest probieren ;)

kamiko, 07. Juli 2017, um 16:48

christoph, das ist ein netter gedanke, aber ich denk nicht, dass das viel aussagen wird.

"zocker" spielen anders als beim "Kaffeekränzchen"; "daheim" anders als im "wirtshaus";
preisschafkopfen ist wieder ne eigene welt für sich.
allein schon bei den regeln, bspw. "mit/ohne FW" bekommst du ganz unterschiedliche zahlen.

nicht mal ein "querschnitt" sagt etwas aus; bspw. auf der konkurrenz-plattform spielen sie definitiv anders als hier in sauspiel.

wie willst du das alles unter einen hut bekommen...

jozi, 07. Juli 2017, um 16:54

@koetzinger deine Folgerung dass es etwa 70 sies gegeben haben müsste ist falsch 😜

Die Wahrscheinlichkeit für etwa 70 sies ist am höchsten. Es besteht aber ebenso die Möglichkeit, dass in keinem/jeden spiel ein sie gegeben wurde. Die Wahrscheinlichkeit wäre dafür zwar unvorstellbar gering, aber die Möglichkeit wäre im Rahmen des Zufalls trotzdem gegeben 😜

Sry wenn jmd schon sagt einmal was sinnvolles mit Mathe und so muss des sein 😉

hansolo_forever, 07. Juli 2017, um 17:01

Ehrenwert für einen bekennenden Sechzger, etwas zum wissentschaftlichen Diskurs beizutragen !
Gefühlt habe ich die ZehnKommaFümpfMillionen-Spiele-Grenze längst überschritten, aber ein 'SIE' ?
'Pardon me, Sir, der Rote ist grad auf dem G20-Gipfel und hält den Mächtigen der Welt einen Vortrag über richtiges Taktieren...', sowas in der Art krieg ich dann immer zu hören.

A Spezl von mir, von dem ich überhaupt erst Schafkopfen glernt hab, hatte in einem halben Jahr ZWEIMAL an Sie (mit 17 oder 18) und ist vor einigen Jahren verschieden - hat ihm die 'Wahrscheinlichkeit' jetzt eher gute oder eher schlechte Karten vermittelt ?

Ich will sagen, diese Statistik-Hörigkeit ist m.E. einfach deppad, weil nämlich genau die 'Ausreißer' das Geschehen bestimmen - im 'echten Leben' wie beim Schafkopfen...

P.S. Wie 'wahrscheinlich' war es eigentlich, daß zwei Großflugzeuge in zwei Türme in New York fliegen können ? - all die super-ausgebildeten und hochbezahlten Spezialisten haben dieses Szenario nicht vorausgesehen, weil sie von gängigen Situationen ausgegangen sind...
Und manche Partisanen hier spielen eben auf diese Weise Schafkopf - absolut undurchschaubar und unkalkulierbar, die Gegner wissen nie, woran sie sind - und ab da kannst jede Statistik in die Tonne treten !
Gruß an taschi und otto, die Sauspiel-Taliban ^^

kamiko, 07. Juli 2017, um 17:27

jozi, heut bist ja wieder mal geradezu pedantisch pingelig, gar nicht so gelassen wie sonst ... haha ... 😄
(war n scherz)

tja, jetzt hast du in deinen Ausführungen aber vergessen, dass koetzinger das ja alles schon vorausberechnet und mit einbezogen hat.

während du nur zum einen grenzwert (Null Sies) gelaufen bist, hat er bereits alle möglichen Konstellationen auch in die andere Richtung mit einbezogen bis hin zu "ALLE spiele waren SIE" und all die Werte bereits auf dann "unvorstellbaren kleinen Wahrscheinlichkeiten" gegengerechnet ...

jede diese unendlicher Anzahl möglicher Zufälle hat er schon längst wieder in einer Schlußrechnung zusammengefasst - kurzum:
alle denkbaren "sauspiel-Foren" müssten dann im Durchschnitt genauso wiederum 70 "Sie" (bzw. 1:10,...Mio) haben^^
er hat eben schon die astrale Sicht auf alles😂

hansolo_forever, 07. Juli 2017, um 17:38

Da es in unserem Multi-Versum unendlich viele Schafkopfer gibt, welche unendlich viele Spiele austeilen, ereignen sich natürlich unendlich viele 'SoloSie'-Situationen - Problem ist nur, dass man als einer der unendlich vielen Mitspieler 'WAHRSCHEINLICH' nicht zu den Glücklichen gehört, denen dieses vergönnt wird...
Also ganz ehrlich, nochmal 10 Mio. Spiele, dann geb i's auf... ^^

Koetztinger1860, 07. Juli 2017, um 17:43

@Jozi: Ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit für mein Ergebnis am höchsten ist, damit aber keineswegs gesagt ist, dass es tatsächlich auch in diesen Größenordnungen bewegt :D

kamiko, 07. Juli 2017, um 17:50

he, jetzt mal im ernst, was habt ihr nur mit dem "am höchsten" ?
können genauso gut 90 oder 500 oder von mir auch 10000 Sies gewesen sein...

Koetztinger1860, 07. Juli 2017, um 17:55

Naja es wäre beispielsweise so:
.
.
.
Bei den 740 Mio. Spiele hier:
68 Sies: 3%
69 Sies: 4%
70 Sies: 6%
71 Sies: 4%
72 Sies: 3%

Die Wahrscheinlichkeit, dass 70 Sies eintreffen, ist also höher, als dass es 69 sind.

kamiko, 07. Juli 2017, um 17:59
zuletzt bearbeitet am 07. Juli 2017, um 18:10

ja, ich weiß - kommt mir jetzt nicht mit dem gesetz der großen zahlen, denn wenn die wahrscheinlichkeiten so extrem gering sind, sind die ausreißer bei proben extremer.
das ist was anderes als wenn ich "wie oft spielt jemand mit der gras as" untersuche.

die stichprobe ist für die wahrscheinlichkeit zu klein (auch wenn meine bsp. provokant extrem und nicht realistisch waren, sind bspw. 90 Sies überhaupt nichts unnormales). man müsste dann schon 100 Mrd. spiele oder so nehmen.
(ed:sry, falsch abgekürzt)
----------
Bsp: wenn jeder 10.000-te Mensch ein Bild von Dali daheim hätte, reicht es nicht, 10.000 Menschen zu befragen. Das kann dann auch tatsächlich 1 sein, oder keiner oder aber 5.

wenn ich aber sagte: durchschnittlich jeder zweite ist männlich, dann komm ich schon bei 500 zufälligen Menschen schon relativ an die 50% und somit an den Erwartungswert.

christophReg, 07. Juli 2017, um 20:54

Servus kamiko,
ich sehe nicht, was die Spielweise an der Verteilung von Untern ändern soll.
Und Faxe: Bei 1000 Spielen (die sollten wir zusammen bald haben:-), wäre eine abweichung von 50 schon hochsignifikant.

kamiko, 07. Juli 2017, um 21:00

bezog sich auf "alle wenz mit 2 Unter", christoph - muss ja jemand ansagen, oder meintest du generell Unter auch bei sauspielen und soli mitzählen ?

im andern thread hab ich bspw. ein sauspiel rein, da hätten bestimmt einige nen wenz gespielt.

kamiko, 07. Juli 2017, um 21:23

bei Tante Emma mit 70 sag ich da kein sauspiel an:
Gras-UnterHerz-SauHerz-NeunHerz-SiebenDie AlteEichel-KönigEichel-SiebenGras-König
in der wirtschaft scho.

beim preisschafkopfen is des a solo:
Der AlteEichel-UnterHerz-SauHerz-ZehnHerz-NeunDie HundsgfickteDie BlaueGras-König
kost dich, wenn man's schneider verliert:
maximal 1,80 €
gibt keine leger, kein kontra.

bei nem Tarif 10/50 mit 3 legern is mir das zu schlecht.
mit kontra kostet's dann 28,8 €

christophReg, 07. Juli 2017, um 22:00

Ich meinte tatsächlich jedesmal, wenn einer einen Wenz mit zwei Unter ansagt.
W. hier bei Sauspiel (hoffentlich:-) 69,7% für U auseinander. W. im Wirtshaus?- zu ermitteln

kamiko, 08. Juli 2017, um 17:55

ok, muss mich korrigieren, koetztinger.
hab's nachgerechnet und wenn ich mich nicht verrechnet habe, ist man mit 740 Mio. Spielen doch schon sehr gut dran - ich geb's ja zu^^
(zumindest komm ich auf etwa 80%, dass es in der Range 60-80 Sie liegen sollte)

GanzAndreas, 12. Juli 2017, um 13:55
zuletzt bearbeitet am 12. Juli 2017, um 13:56

Ich denke nicht, dass man die Karten auch im realen Schafkopf bekommt, die man bei sauspiel hat.

christophReg, 12. Juli 2017, um 14:03

Servus Andreas,
genau das ist die Frage. Glauben oder wissen.
Leider war die Schafkopfparty von meinem Vorschlag nicht wirklich angetan, daher kann ich auch kein belastbares Material beitragen:-)

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