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Schafkopf-Strategie: Sauspiel - immer öfter spielt Mitspieler kein Trumpf

Hallo Sauspieler,

mir fällt auf, das es öfter mal vorkommt, dass der Mitspieler keinen Trumpf spielt. Statt dessen ein AS oder sogar nur ein kleine Farbe.

Macht sowas überhaupt Sinn? Mich nervt das immer höllisch. Vor allem wenn es sich um Spieler handelt die xxxxx Punkte haben.

Danke für euer Feedback.

Zusatz:
Das passiert auch öfter mal beim Start des Spieles. Also wenn man ich nicht weiß wer mein Mitspieler ist und er das Spiel beginnt.

Sinn macht es dann, wenn Du Deinem Partner damit eine freie Farbe zeigen kannst. Also, Du spielst auf die Alte - Dein Partner steht schon fest, er spielt aber Gras = er ist Schelln frei (oder hat keinen Trumpf). Das kennen auch erstaunlich viele nicht, dabei ist es oft - absolt nicht immer! - sinnvoll.
Davon abgesehen: Nein, macht keinen Sinn:-)

natürlich macht es sinn, es gibt eben allgemein verschiedene strategien zu gewinnen. Man kann entweder über farbe spielen, oder über trumpf. Trumpfspiel gewinnen kann jeder. Das Farbspiel ist aber wichtiger, da es die auf Tunieren häufigere Art zu spielen ist. Außerdem kann man Farbspiele mit "schlechten Karten", also mit 3 oder 4 trumpf leicht gewinnen, die man als nichtspieler, hätte man also weiter gesagt, leicht verloren hätte.

Ja und es ist leider nicht weit verbreitet. Viele Sauspieler kapieren diese Strategie nicht (auch Leute mit xxxxxxx Punkten tlw. nicht) und fangen dann das schimpfen an (wenn sie Partner sind und hirnlos trumpfen, obwohl der Spieler schon gefarbelt hat)
Ach ja, Farbspiel ist IMMER Positionsspiel. An letzter Stelle als Partner das Ass raus ist meist besser als Trumpf.

Warum?

Und ein Beispiel-Blatt wäre fein.

warum was? lies genau oder frag genau :/
hab leider kein beispiel da aber guck einfach auf gut bewertete sauspiele (die zwar selten sind aber gibts es auch dann und wann)

Mein "Warum" war auf Deinen letzten Satz bezogen: "An letzter Stelle als Partner das Ass raus ist meist besser als Trumpf".

Warum? Die Sau geht am sichersten, wenn keine Trümpfe mehr da sind - das dürfte Fakt sein. Warum also ausspielen, solange ich selbst sogar noch Trumpf habe?

Mit "Beispiel-Blatt" meine ich übrigens keine Spielnummer, sondern einfach eine Angabe, mit welchen acht Karten Du zum Beispiel Trumpfspiel als Partner für schlechter hältst als Farbspiel - mir fällt keines ein, bei dem ich keine Farbe frei bin.

weil der spieler meistens eine farbe frei ist & du eine gute position behälst (du erste und der spieler letzte). Die wahrscheinlichkeit, dass die Sau von einem Gegner abgestochen wird ist minimal. (Wichtig: Nicht die Rufsau! Eine andere Sau!) Man sollte die Sau aber niedrig besetzt haben, am besten mit einer weiteren Karte der Farbe, dann kannst du die farbe gleich nochmal anspielen und der Spieler kann die 10 der farbe (die in 90% der Fälle dann reinfällt), stechen, oder sich abspatzen, wenn sie nicht reinfällt, und er hat dann immer noch eine gute Position nach den beiden gegnern.

die taktik mit wenig trumpf zu spielen kann aber auch nach hinten losgehen, wenn man selber nur 3 trumpf hat und die gegenspieler konsequent trumpf anspielen. (wann passiert das aber schon ;D)

also wenn künftig sau ausgespielt wird, weiss ich: das ist mein partner. ich steche keinesfalls ein, sondern schmiere, damit wir den 10er auch noch fangen können: coole nummer....

zu der Frage: ganz einfach, wenn auf die alte gespielt wird, du hast die alte, und du hast 3 Trumpf, die Alte, noch ein eichel, und 3 Schelln, dann spielst du schelln an. Aber du solltest dich vorher deinem Partner (spieler) zeigen, z.B durch trumpf anspielen oder sogar durch das Anspielen der Alten (würd ich aber wenn überhaupt nur bei alte blank auf eichel machen)

@ Zolon
Du schreibst "...obwohl der Spieler schon gefarbelt hat..."
Des is doch wieder was anderes, hier Farbe zu spielen ist doch eine klare Reaktion auf die das Spiel des Spielmachers.
Ohne ein solches Zeichen macht das Farbeln eines Nichtspielers zu 95% keinen Sinn, sondern eröffnet im Gegenteil in vielen Fällen der Gegenpartei erst einen Weg zum Spielgewinn.
Die Situationen in denen das wirklich die einzig zielführende Option ist, sind an einem Finger abzuzählen, dazu braucht ma no ned mal a ganze Hand.

edit:
und um Äpfel noch mit Birnen vergleichen zu können sollten wir mal festlegen bei den beschriebenen spielzügen, ob die Partnerschaft bereits klar oder eben no offen ist, denn da glaub i reden alle grad so richtig toll aneinander vorbei!

"Das Farbspiel ist aber wichtiger, da es die auf Tunieren häufigere Art zu spielen ist."

Würde ich so auch nicht bestätigen, aber:
Auf Turnieren spiele ich sogar ohne Trumpf und ohne Sau auch immer (wenn ich darf, natürlich;-)), weil es da kein Kontra gibt.
Normalerweise ist das aber doch Unsinn. Versteh mich recht: Ich gehe jetzt davon aus, dass der Partner gerade das erstemal rauskommt. Dass man das ganze Spiel über immer und unter allen Umständen Trumpf spielen soll, solange man hat, würde ich auch nicht behaupten wollen;-)

@krattler: vorrausgesetzt, die parteien sind klar. Dann ist die Variante gut, da dein Partner ja schon einschätzen kann, was du für ein blatt hast. Entweder du bist dann die Farbe frei, oder du wirst sie dann frei und kannst an letzter Stelle frei entscheiden.

Das sind die Partner, die mich wahnsinnig machen. ;-)

Als Spieler kannst Du das gerne so entscheiden, aber doch nicht als Partner. Du zwingst dem Spieler DEIN Spiel auf - das ist -mit Verlaub- schwachsinnig und eine der ganz raren Möglichkeiten, mit sechs Laufenden zu bezahlen...

In Deinem Beispiel bist Du ja eine Farbe frei - da sind wir uns doch eh einig...

@pete: 2

ja, immer spielen wenn möglich auf tunieren ist gut, aber bedenke, dass die laufenden ausgezahlt werden und dass evt. ohne trumpf dann etwas teuer werden kann.

Sicher gibt es auch viele Trumpfspiele, als spieler muss man eben nur signalisieren, wie mann denn spielen will, z.B. niedrigen trumpf raus, um zu zeigen: "Ich hab viel Trumpf (5 oder mehr) spiel du auch trumpf an"
Kommt auch oft vor, klar.

ja richtig, aber du musst eben ERKENNEN, als Partner, wie der Spieler spielen will! Dann spielste halt entweder Trumpf an oder Farbe. Kommt aufs spiel an. Aber wenn du eine Farbe frei bist, dann musst du ihm dein spiel "aufzwingen" damit er schauen kann, ob es ihm was bringt, zu farbeln oder net

Klar wirds dann teuer, aber meine Chance auf Pluspunkte steigt halt (wenn auch wohl in dem Fall nicht viel). Das Geld ist mir beim Turnier ja "eigentlich" egal. Bedrohlicher finde ich die Aussicht auf körperliche Gewalt durch den Mitspieler, dessen gutes Ruf mit mir als spielendem Partner zu 42 Augen führt und der sich irgendwie nicht so recht freut, dass ich nur einen statt 2-3 Minuspunkte schreibe:-)

ja kenn ich ^.^, ich würd mich das auch nicht trauen, wenn ich dann meinen 2 Meter-Schrank Partner mit runterziehe, nur um selber schneiderfrei zu werden... Die Morddrohung möge mir erspart bleiben ^^'

Das unterschreibe ich so. Dann erweitere ich aber meine Kriterien, Farbe anstatt Trumpf zu spielen, um "wenn ich Trumpf Nummer 13 (niedrig) in der Hand habe und mein Partner Trumpf Nummer 14 (hoch)" usw. usw. Ja, das ist halt Schafkopf - ich dachte, es kommt etwas Revolutionäres, das die Grundregel "Spieler spielt Trumpf" mehr als aufweicht.

Ich bin raus.

Ich glaube ja ihr seid eigentlch einer Meinung, schreibt aber aneinander vorbei ;-)

Ein Grund warum ich als Partner Farbe bringen würde, ohne frei zu sein:
Sau blank + blanker Trumpf. Da spiel ich im Regelfall erst die Sau dann den Trumpf (ausser es ist Alter/Blauer)

pass auf ich hab noch was nettes: als spieler an erster position mit allen Farben ein rufspiel auf irgendwas und dann eine kurze farbe der nicht-rufsau anspielen: deine gegner sind verwirrt und tun keine punkte rein, dein partner kann sich frei entscheiden, du bist dann die farbe frei und kannst später die punkte abräumen! Noch lustiger wirds aber dann, wenn sich die Gegner gegenseitig zusammenstechen =)

Ja, etwas sinnlos, kann man aber mal machen xD

Danke für diese rege Diskussion :-)