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Schafkopf-Strategie: Neues zu Farbenpsychologie

tach allerseits!

Heute will ich über ein Thema referieren, welches mich schon seit meinen ersten Spielen hier bei Sauspiel.de fasziniert. Es ist in den Köpfen vieler Spieler, unabhängig von ihrer Spielstärke (aber natürlich bei den nicht ganz so starken etwas ausgeprägter), so fest verankert, daß man es sogar gelegentlich zu taktischen Zwecken einsetzen kann (aber ähnlich wei das Jomeo-Kontra natürlich nicht ständig).

Jeder hat es schon mal erlebt, deswegen wundert es mich, daß kaum darüber im Forum zu lesen ist.

Spieler, die gegen einen Alleinspieler zu werke gehen, fühlen sich von Farben, die schon gespielt wurden, geradezu magisch angezogen. Und in der überwiegenden Mehrheit der Fälle führt das zuverlässig zum Spielverlust. Ich habe schon öfter als Mitbetroffener versucht, darüber dann zu diskutieren, meistens vergebens. Wenn ich dagegen Spieler bin, freue ich mich immer, wenn das passiert!

Zur Veranschaulichung dieses etwas trockenen Textes habe ich mal ein schönes Beispiel mitgebracht. Immerhin von einem Sechsender gespielt.

#156.285.889

Bitte was?

in stich 5 spielt er eichel, weil im stich zuvor die eichel 10 gefallen ist. es ist wahrscheinlich, daß ich noch 2 karten in einer farbe habe und es waren schon 2 herz gespielt, aber eben nur ein eichel. daher ist es wahrscheinlicher, daß ich eichel habe, es wäre somit geschickter es mit herz zu probieren.

Halte ich für bissl überinterpretiert. ;-)
Vielleicht fühlt er sich mit einem Zehnerausspiel unwohler, so rein emotional.

also grubhoerndl, da muss ich dir recht geben. es mag wohl bei einigen solos sinn machen, die bereits gespielte farbe nachzuspielen. aber sicher macht es zu 85 % keinen sinn bei wenz oder geier.
aber das scheinen viele spieler nicht zu verstehen. wie du schon gesagt hast, wenn ich selber spiele freue ich mich dann darüber weil ich meine fehlkarten billig wegbekomme. wenn ich gegenspieler könnt ich mich auch manchmal grün und blau ärgern wenn ein spieler 2 fehl mit 25 punkten loswird...

Also, das generelle Phänomen der Farbennachspielerei - am besten beim Wenz, wenn der Spieler hinten sitzt - wird hier ja schon immer wieder angesprochen.
Allerdings sind in Grubis Beispiel ja beide Farben noch nicht angespielt worden - eine wurde einmal, die andere zweimal abgespatzt.
Insofern zumindest kein Paradebeispiel (wobei beim Kurzen dieser kleine Unterschied natürlich noch relevanter ist)

also, das beispiel ist nicht optimal, ich fahnde nach einem besseren und werde es umgehend einstellen.

mir geht es auch nicht um das "klassische nachspielen" (spieler a hat herz gespielt und versucht es im nächten stich gleich nochmal) sondern umd "nachspielen von hörensagen" (spieler a gibt herz zu und spieler b spielt im nächsten stich herz). es geht hier auch nicht um das berühmte "andeuten" oder "deuten", sondern um seinen "kleineren verwandten", bei dem schon vor dem stich klar ist, daß er keinen erfolg haben kann.

Wobei da die Grenzen fließend sind.
Denn oft will ein Mit-Spieler ja wirklich andeuten, dass er nun auf einer Farbe frei ist, da macht das Nachspielen Sinn.
Der kleine Bruder ist da zuweilen erst in der Analyse hinterher als solcher erkennbar.

Hier allerdings hat der ' Andeuter' ja eh keinen trumpf mehr. das Argument fällt also aus.

Entscheidend ist hierbei nur von wieviel Spatzen man beim Solospieler ausgeht und ob man die Spatzen schon erraten hat
.
Normal geht man nur von einem Spatzen aus .

Eine Farbe die schon gespielt wurde nachzuspielen ist immer besser ,außer wenn man den Spatzen des Solospielers noch nicht erraten hat .

Wurde der Spatz schon erraten ist Farbe nachspieler immer besser , da es am wahrscheinlichsten ist dass ein Mitspieler die schon gespielte Farben beim nachspielen frei ist im Gegensatz zu ner neuen Farbe wo nur der Gegenspieler frei ist und kein Mitspieler .

Man zieht durch Farbe Nachspielen seinen Mitspielern keine Schmier und man kann die Augenanzahl im Stich gering halten , da die meisten bei einer neuen Farbe dann immer 10 und Ass in den Stich tun und der Gegner dann schon wieder nen 25 Augenstich billig hat .

Wenn der Gegenspieler nicht hinten drauf kommt sondern Mittelposition hat zieht man dem Gegenspieler einen etwas höheren Trumpf bzw. man kann ihn dann überstechen und bekommt vll noch 10 Augen die man sonst nicht bekommen hätte .

15:18

auch kein gutes beispiel, weil nicht spielentscheidend. aber zu verdeutlichung geeignet!

#156.361.765

nach stich 3 sind folgende umstände zu erkennen.

1. der spieler lässt wahrscheinlich nur noch einen stich zu, also brauchen die nichtspieler noch 24 augen.

2. auf schellen sind 11 augen weg, auf eichel 25.

daraus folgt für mich, daß ich als ausspieler herz bringe, weil hier die wahrscheinlichkeit auf die 24 augen deutlich höher ist als auf schellen, wo ja mindestens 2 frei sein müssten und der spieler, der schon die schellensau geschmiert hat, noch mal schmiere haben sollte - hätte er dann die sau geschmiert??-. ausser natürlich, ich rechne mit schmiere vom spieler... nö, das war nur ein kleiner aufmerksamkeitstest!!!

eine große mehrheit spielt in dieser situation den "hohen" schellen-10.

mancher wird jetzt sagen, der ausspieler rechnet damit, daß die herzsau beim spieler ist. dann ist es aber völlig egal, wie ich rauskomme, weil der spieler entweder den herstich mit der sau macht oder ansonsten einsticht.

es wäre nicht spielentscheidend gewesen, weil ich kein herz habe und das spiel zu diesem zeitpunkt bereits unverlierbar ist.

zusammenfassend:

der geilste Kommentar:
=> "Halte ich für bissl überinterpretiert. ;-)
Vielleicht fühlt er sich mit einem Zehnerausspiel unwohler,SO REIN EMOTIONAL. "
der eifrigste Poster:
=> grubi
das Resumee:
=> je nachdem in welcher situation du bist spiele das, was am meisten sinn macht und lerne zählen oder lass es bleiben oder spiel, wie du es für richtig hältst, denn im Nachhinein ist man immer schlauer!

hier habe ich mal ein schönes beispiel mir "kombiniertem nachspielen", erst "von hörensagen", danach "klassisch". WAHNSINN!

#156.552.656

der erste stich ist wirklich kurios... das 2 mal schelln anspiel finde ich richtig.

das ist ja genau, was ich meine. und zum spielverlust führend. daher ist der 2. irrelevant.

sollten wir einer meinung sein????

sollte ich einen roten stift bereithalten, um den tag im kalender entsprechend zu kennzeichnen?

moment noch ;-)
ich bin ehrlich verwirrt. ist das dann nicht ein gegenbeispiel zum eingangspost? deinen letzten beitrag verstehe ich nicht ganz. was ist jetzt genau für dich der spielverlust?

das sie im 2. stich schellen bringt. einfach eine der anderen beiden farben und sie hat eine 50%-chance das spiel zu gewinnen.

mir ist schon klar, sie meint, schellen war der einzige spatz, also muß der spieler einstechen. nachdem sie aber schon einen unter verbraten hat, führt einstechen des spielers sehr wahrscheinlich nicht zum erfolg.

ich glaub, ich stehe auf dem schlauch.
ich habs mir jetzt 17 mal durchgelesen und verstehs immernoch nicht :(

zu meinem besseren verständnis: was hätte sie deiner meinung nach ausspielen sollen und warum?

Ich verstehe die Logik nicht. Rein aus dem bisherigen Spielverlauf: bei den beiden anderen Farben iat die Wahrscheinlichkeit doch ähnlich, dass der Spieler entweder die Sau hat oder einsticht.
Was soll sie also mit welchem Ziel ausspielen?

Ja da muss man dagegen sein :D

Ich kann es jetzt bei den kurzen Spielen nicht beurteilen. Vom langen her würde ich sagen, die Grundtheorie ist durchaus möglich.
Es gibt allerdings so viele Leute, bei denen man den Eindruck hat, sie spielen einfach irgendeine Farbe, dass es schwer messbar sein dürfte:-)

So ist es! 50 Prozent zählen eh weder Trümpfe, noch Punkte mit und spielen aus dem Bauch heraus. mindestens!

ich schätze beim Kurzen sinds 70-80%......

beim langen´so knappe 50%

beim langen freue ich mich immer wieder auf den klassiker

#157.510.804