ToRo1, 05. August 2026, um 10:39
Wir stecken mitten in der KI-Revolution, steuern den Staat aber mit Konzepten aus dem Jahr 1950. Unser Steuersystem basiert fast komplett auf der Ausbeutung menschlicher Lebenszeit (Lohnsteuer). Das funktioniert nicht mehr, wenn KI und Algorithmen die Wertschöpfung von menschlicher Arbeitszeit entkoppeln.Wir müssen die Rolle des Staates radikal neu denken:Wertschöpfung besteuern, nicht Fleiß: Warum belasten wir menschliche Arbeit astronomisch hoch, während KI-Gewinne und IT-Einsparungen steuerlich davonkommen?Vom Almosen zum Anteilsschein: Der Staat darf kein angstgetriebener Verwalter von Sozialhilfe mehr sein. Er muss zum Dividenden-Manager werden, der KI-Gewinne direkt an die Bürger ausschüttet.Daten sind Volkseigentum: KI lernt mit den Daten von uns allen. Also steht auch allen ein Teil der Rendite zu.
Ali_Ass, 05. August 2026, um 13:12
Die kriegen doch nicht mal eine Übergewinnsteuer auf die Reihe.
boeff-62, 06. August 2026, um 19:01
zuletzt bearbeitet am 07. August 2026, um 08:58
darüber habe ich auch schön öfter nachgedacht.... eine theoretische Zukunft in der KI und Robotik so weit ist, dass kein Mensch, für sein Auskommen, einen Finger rühren muss...... wie würden uns dann der Geldadel erklären, dass ihnen dennoch das alles gehört ...lol
ToRo1, 06. August 2026, um 19:37
Das ist doch kein neuer Sozialismus!“
Im Gegenteil, das ist echter Kapitalismus für alle. Daten sind der neue Rohstoff. Eine Dividende ist kein Almosen, sondern die Rendite auf unser kollektives Eigentum. Der Rest ist doch klar.
Hexenmeister, 06. August 2026, um 19:38
Welche Sprache ist das?
ToRo1, 06. August 2026, um 20:41
zuletzt bearbeitet am 06. August 2026, um 20:45
finde es raus !
Das ist Wirtschaftsdeutsch für Fortgeschrittene. Aber im Ernst: Wenn Roboter alles machen, müssen wir das System eben neu denken.“
ToRo1, 06. August 2026, um 21:15
Sei mir erlaubt einige Grundsatzgedanken als Abschluss zu formulieren, damit die Diskussion nicht in alten verkrusteten Mustern stecken bleibt:
Wir stecken im kognitiven Post-Kapitalismus, steuern die Politik aber mit Begriffen von 1850. Das Problem ist nicht links oder rechts, sondern mathematisch: Wenn KI die Wertschöpfung von menschlicher Lebenszeit entkoppelt, kollabiert ein Staat, der sich zu fast 50 % aus Steuern auf Fleiß finanziert. Das beste Beispiel für dieses alte Denken: Der brutale Sturz unserer Autoindustrie.Die Bosse haben ihr Premium-Image geopfert. Statt die massiven China-Gewinne in KI und Software zu investieren, dachten sie nur an kurzfristige Dividenden und Boni. Heute baut China Smartphones auf Rädern, während deutsche Manager Spaltmaße optimiert haben. Sie haben keine Vision für Produkte in 5 Jahren. Das globale Update für den Staat:Wertschöpfung besteuern: Weg von der Lohnsteuer. Wer KI-Einsparungen nutzt, zahlt Steuern am Ort der Wertschöpfung.Vom Almosen zum Anteilsschein: Der Staat muss zum Dividenden-Manager werden und KI-Gewinne direkt an die Bürger ausschütten. Daten sind Volkseigentum. Wer heute noch fordert, dass jeder Mensch seine Lebenszeit gegen Existenzsicherung tauschen muss, betreibt ideologische Romantik. Wenn der Staat den Wandel verschläft, droht uns als Gesellschaft exakt derselbe Absturz wie VW und Co. Alles das hat nichts mit politischer Ideologie zu tun, denn Politik hat die Aufgabe, Rahmenbedingungen für das wirtschaften zu stellen.
Hexenmeister, 06. August 2026, um 21:17
Ich meinte Boeff.
Aber im Ernst, ich nenn das Geschwafel.
Brotchip, 06. August 2026, um 23:57
Ich glaub er meint sowas wie: wieso ist so a Schlauer wie der ToRo1 nicht in die Politik gegangen? Könnte alles besser machen, dem Volk wirklich helfen, Deutschland voran bringen! - und was tut er? Märchenstunde bei Sauspiel moderieren🙄
Talent total verschwendet!
ToRo1, 07. August 2026, um 00:25
@BrotchipGetroffene Hunde bellen. Wenn die inhaltlichen Argumente ausgehen, wird es eben persönlich – das ist der Klassiker.
Aber um deine Frage zu beantworten: Man muss kein Politiker sein, um zu sehen, dass die Hütte brennt. Und Foren sind genau der Ort, um über neue Ideen zu diskutieren, anstatt stur das veraltete System zu verteidigen.Aber lenk nicht ab: Was ist denn nun deine Antwort auf das mathematische Problem? Wie finanzieren wir unseren Staat und unsere Sozialsysteme in 5 bis 10 Jahren, wenn KI-Systeme die menschliche Arbeit ersetzen und die Lohnsteuereinnahmen wegbrechen? Oder bleibt es bei dir bei persönlichen Spitzen, weil dir zum eigentlichen Thema schlicht die Argumente fehlen?
Ali_Ass, 07. August 2026, um 00:45
Ist denn überhaupt schonmal ein wirklich Schlauer in die Politik gegangen? Eine gewisse Bauernschläue jetzt mal außen vor...

ToRo1, 07. August 2026, um 00:46
@Wolfram2:
Weg von „Hand unter den Ar.... halten“ und rein in die „normale Auslese“? Schöner Traum aus dem 19. Jahrhundert, der an der Realität des 21. Jahrhunderts komplett vorbeigeht. Du glaubst offensichtlich, es trifft nur die Unqualifizierten. Falsch gedacht: KI ersetzt im Rekordtempo gerade die absolute Bildungselite – hochbezahlte Juristen beim Prüfen von Verträgen und Wissenschaftler bei der Datenauswertung. Das hat nichts mit mangelndem Fleiß zu tun. Wenn Algorithmen die Arbeit von Spitzenkräften in Sekunden erledigen, existieren diese Jobs physisch einfach nicht mehr.Und jetzt die mathematische Preisfrage an dich: Wenn selbst Top-Leistungsträger wegrationalisiert werden und kein Einkommen mehr haben – wer kauft dann eigentlich noch die Produkte der Unternehmen? Dein Ansatz sorgt nicht für Leistung, sondern für einen wirtschaftlichen Totalschaden. Oder hast du für dieses mathematische Problem auch eine logische Lösung parat, die über Stammtisch-Parolen hinausgeht?
ToRo1, 07. August 2026, um 01:17
@Wolfram2:
Respekt für deine differenzierte Sichtweise bei den Themen Migration und Demografie – da bin ich absolut bei dir. Das zeigt, dass du faktenbasiert denkst und eben keine Stammtisch-Parolen nachredest.Aber merkst du, was du gerade machst? Du lenkst komplett vom Thema ab.Du hast vorhin von einer ‚normalen Auslese‘ gesprochen. Jetzt gibst du zu, dass du dich bei KI nicht auskennst. Genau das ist aber der Knackpunkt: KI ist keine ferne Zukunftsmusik oder ein Blick in die Glaskugel – sie verändert jetzt gerade die Wirtschaft fundamental. Wenn Software die Arbeit von Menschen übernimmt, funktioniert das alte Prinzip ‚Jeder sorgt für sich selbst durch Arbeit‘ mathematisch einfach nicht mehr.Es geht nicht um Jammern oder den Teufel an die Wand malen. Es geht darum, dass wir die Spielregeln unseres Wirtschaftssystems neu definieren müssen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Wenn du bei KI kein Experte bist, warum verteidigst du dann so vehement ein System, das durch genau diese Technologie gerade überflüssig gemacht wird?
Brotchip, 07. August 2026, um 02:59
Inhaltliche Argumentation.....interessiert mich in Chip oder im Handelsblatt mehr als hier, so einfach ist das!
Es gibt halt immer wieder Propheten, die einen nicht so recht tangieren. Sorry dass du nicht mein Gehör findest!
So und jetzt langts auch wieder, Schafkopfen ist angesagt würd ich sagen! Sehe grad, dass deine Statistik ziemlich unterirdisch ist - da kann man doch was machen
Defluencer, 07. August 2026, um 07:33
brotchip- politiker aber auch handelsblätterer lesen hier mit. glaubst nicht dass die eine oder andere gute! anregung die hier gepostet wird über diesen weg indirekt ihren weg findet?
leider sind halt einige hier nicht fähig die geistigen schlachten mitzubattlen da sie diesbezüglich unbewaffnet sind
Brotchip, 07. August 2026, um 09:12
zuletzt bearbeitet am 07. August 2026, um 09:13
sauba🤣 meine Waffen setze ich definitiv woanders effektiver ein als in einem Schafkopfforum. "über diesen Weg indirekt ihren Weg findet?".....das meinst ja hoffentlich ned ernst, oder? Also ich seh das Ganze nicht so und glaube, dass noch kein einziger Fred hier auch nur irgendwas ausserhalb der Schafkopfgemeinde bewirkt hat. Andererseits, wenns gut tut soll man machen was man will! Weiterhin viel Spass dabei
ToRo1, 07. August 2026, um 11:25
@Brotchip: Warum so zynisch? Große gesellschaftliche Veränderungen und neue Denkweisen fangen selten in den Chefetagen oder im Bundestag an – sie entstehen dort, wo ganz normale Menschen zusammenkommen und diskutieren. Auch in einem Schafkopfforum sitzen keine Roboter, sondern Angestellte, Selbstständige, Wähler und eben auch Menschen, die vielleicht genau diese Denkanstöße weitertragen.Wenn man jede Debatte sofort im Keim erstickt, nur weil es ‚nur ein Spieleforum‘ ist, überlässt man das Denken komplett den etablierten Politikern und Wirtschaftsdaten – und wohin uns deren mangelnde Vision gerade führt, sehen wir ja an der Autoindustrie.
@Defluencer: Danke dir für den Zuspruch! Es geht hier gar nicht um eine ‚geistige Schlacht‘, sondern schlicht darum, die Augen vor der digitalen Realität nicht zu verschließen. Und wer weiß, wer hier am Ende wirklich alles mitliest.
Schönes Wochenende in die Runde!“
Blechkultur_Kim, 07. August 2026, um 12:04
Da passt der Spruch "Handwerk hat goldenen Boden" umso mehr.
Das wird noch eine weile länger dauern bis die Technik soweit ist das Handwerker ersetzt werden...
Btw. irgendwer muss ja auch Roboter bauen.
aber grundsätzlich hast Du schon recht!
gerade in der Bürokratie werden einige Stellen wegbrechen
Defluencer, 07. August 2026, um 12:12
brotchip- das mit den mitlesenden politikern weiss ich gesichert- bis rauf in den bundestag..
ja und den handelsblätterer hab ich auch ernst gemeint
auch wenn ich bei jener namentlich nicht genannten person oft anderer meinung bin und ich ihn gelegentlich würgen möchte- bin ich doch "gelegentlich" froh um seine beiträge^^ er bringt mich zum nachdenken und nachrecherchieren, und das meine ich mit intelektuellen battle.
ToRo1, 09. August 2026, um 12:28
Mein Wort zum Sonntag:
Sandra-Maischberger-Syndrom? Die Regierung versucht mit Vorschlägen wie z. B. einer Arbeitszeitreform ihre Reformkompetenz zu unterstreichen.Die aktuelle Diskussion um Arbeitszeitverkürzung oder Mehrarbeit greift zu kurz. Sie kuriert lediglich Symptome, statt die eigentlichen Ursachen anzugehen:Das Problem liegt tiefer: Überbordende Bürokratie, eine verfehlte Energiepolitik, mangelnde Investitionen in Innovationen und eine lähmende Steuerlast nehmen Unternehmen die Luft zum Atmen. Wer in einem sinkenden Schiff nur darüber streitet, wie lang die Schichten beim Schöpfen sein sollen, ignoriert das Leck im Rumpf. Wir brauchen eine grundlegende Reform der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – keine Pflaster auf systemischen Wunden.