Schafkopf-Strategie: Farbwenz - Königsdisziplin oder ein Alleinspiel wie jedes andere?

Ex-Sauspieler #754228, 04. März 2021, um 18:41

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Ex-Sauspieler #754228, 04. März 2021, um 18:44
zuletzt bearbeitet am 04. März 2021, um 19:51

Mein Kommentar aus einem anderen Thread:

*schnipp*
Zum einen basiert es auf meiner Beobachtung, dass *ich* (Betonung auf "ich"), sobald der FW dabei ist, ganz schnell die Übersicht verliere. Das hat sicher auch mit fehlender Erfahrung zu tun, was mit 1.000-2.000 Spielen lösbar sein könnte.

Handfestere Argumente wären:

- ich meine, die WK-Rechnung ist komplexer als bei den anderen Alleinspielen. Das wäre auf jeden Fall ein Argument, warum der FW die Königsdisziplin ist

- vielleicht verliere ich auch die Übersicht, nur weil es eine weitere Spieloption ist (4 Spielarten statt 3), und man mehr in kurzer Zeit vergleichen muss. Dieses Argument hat natürlich nichts mit "Königsdisziplin hin oder her" zu tun

Was ich noch aus dem Bauchgefühl heraus anbringen würde:

Das Verhältnis Trumpf zu Fehl ja wie folgt im Langen:

- Rufspiel: 14 Trumpf / 18 Fehl (aber man hat einen Partner!)

- Farbsolo: 14 Trumpf / 18 Fehl

- Wenz: 4 Trumpf / 28 Fehl

- Farbwenz: 11 Trumpf / 21 Fehl

Beim Farbsolo dominiere ich über die vielen Trumpf. Bei der Verteilung der Fehl kann ich vereinfachend davon ausgehen, dass es "meist schon irgendwie passen wird".

Beim Wenz dominiere ich, sobald ich eine gute Verteilung von Untern habe und ein einigermaßen gutes Beiblatt. Die Verteilung der Unter ist ja recht einfach auszurechnen und auch merkbar in-game.

Beim Farbwenz habe ich weder das eine noch das andere. So sehe ich es zumindest, korrigiert mich gern
*schnapp*

[Korrektur der Fehlanzahl im FW mit Dank an Norman]

NormanBates, 04. März 2021, um 18:52

Erst mal nur eine kleine Korrektur: du hast beim Farbwenz 11 Trumpf und 21 Fehl, nicht 17

MetzgersTochter, 04. März 2021, um 19:05

Hier noch der Weg zur ursprünglichen Diskussion:
https://www.sauspiel.de/forum/diskussionen/20...

Ich fang mal an und plädiere für "wie (fast) jedes andere".

Im Vergleich zum Farbsolo:
Beim Farbsolo gibt es durch die größere Trumpfanzahl mehr mögliche Trumpfstände, die man einplanen muss. Aus dem gleichen Grund kann man die Gegner in der Regel weniger schnell austrumpfen und muss auf Farbe (nach) reagieren, solange noch mehrere Spieler Trumpf haben. Und: Durch die kürzeren Farben gehen eigene Sauen weniger häufig und man wird deutlich öfter auf Farbe überstochen.
Feuer frei, ER :-)

MetzgersTochter, 04. März 2021, um 19:06

PS, nur zur Sicherheit: Ich halte auch das Farbsolo nicht für die Königsdisziplin, meiner Meinung nach gibt es sowas nicht. Auch der Wenz ist, von Standwenzen abgesehen, ein spieltaktisches Monstrum...

Schmierfink1337, 04. März 2021, um 19:19

Das schwierigste Einzel ist der "Sucher". Dabei verteilt der Wirt alle Karten in der Wirtschaft, der Spieler hat derweil die Augen geschlossen und zählt bis 100 (GameOn zählt einfach 20mal bis 5). Danach muss er die Karten natürlich finden, was vor allem auf unbekanntem Terrain ziemlich knifflig sein kann. Leider online kaum bis gar nicht umsetzbar.

NormanBates, 04. März 2021, um 19:26

Ich vermute, GameOn zählt 5mal 4mal bis fünf, nach dem ersten Mal knickt er den Daumen der linken Hand ein, nach dem zweiten Mal den Zeigefinger, und wenn er beim kleinen Finger angelangt ist, hat er es geschafft. Dann darf er den Zeigefinger wieder ausstrecken und während des Suchens in der Nase bohren.

Ex-Sauspieler #754228, 04. März 2021, um 19:51

Danke Norman für die Korrektur

NormanBates, 04. März 2021, um 20:06

Gerne

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