Schafkopf für Freunde

Schafkopf-Forum

Schafkopf-Strategie: An alle Schafkopfstrategen (kurze Karte)

Ich möchte Meinungen hören:

Der Ausspieler spielt einen Wenz (Schell u. Grün Unter).
Schell Unter raus, Kontra.
Ich habe 2 besetze Asse.
Der Kontrageber hat nur zwei Unter.
Ich zeige mit einer 9 der besetzten As an, DAß ich eine As habe und schmiere auf seinen Eichel Unter eine Zehn der dritten Farbe.
Der Kontrageber konnte damit überhaupt nichts anfangen und spielt eine Karte von der dritten Farbe.
Was für einen Bockmist mußte ich mir dann anhören, als das Spiel sang und klanglos verloren ging.

Also bitte meldet euch dazu und schreibt was ihr davon haltet, weil das eine ganz simple Spielweise ist, die anscheinend nicht alle kennen.
In meiner Gegend wird das grundsätzlich so gespielt.
Im Übrigen hätte ich bei diesem Spiel drei Stiche gemacht.
Dieses Forum sollte auch dazu dienen, um all denen, die nur über die Spielweise Anderer motzen können, den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Ich stelle meine zur Diskussion.
Ihr seid dran.

i kapiers ned

auf was schiesst der kamerad dann, wenn ers nicht begreift? Wenn mir jemand nen K abwärts auf nen U legt, weiß ich schon, was ich rausspielen muss, wenn ich nicht selber ne ass hab... sollte eigentlich nicht schwer zu begreifen sein und ist doch nicht nur beim kurzen so... (wobei ich auch mehr kurz spiel)

Stimmt - auf solche Botschaften wartet der "Schiesser" sehnsüchtig...
Allerdings musst Du auch beim Eichel-Unter die 2. Ass anzeigen - vielleicht hat er die erste Farbe gar nicht?!!

nur wenn beide asse mit einem neuner besetzt sind würde ich das tun, war aber nicht der fall, das wäre dann nämlich der dritte stich gewesen

sorry - diese logik versteh ich jetzt nimmer...

Welcher 3. Stich? Den DU machen wolltest? Mann - reichen euch 4 Stiche immer noch ned?? (Du hast doch 2 Asse + 2x Wenz!)

du hast recht, gilt ja nur für dieses beispiel, daß es am ende 5 stiche für uns gewesen wären

@nairobi
zitiere:
"Ich habe 2 besetze Asse.
Der Kontrageber hat nur zwei Unter."
Der Kontrageber schießt und hat nix wartet aber auf ein Wunder...

kein wunder, onuk, er möchte asse geschmiert bekommen, was ich in dem fall eben niemals tun würde, sondern nur dann, wenn ich keinen weiteren beitrag zum sieg leisten kann

wenn er die asse gschmiert ham will isser bled - anzeigen genügt (wenns möglich ist)!!!!!
Der Schuß ist auch ok - wenns gegen 4 asse war ist es saupech!!

der schuss ist aber nur dann ok, wenn der kontrageber sieht, der spieler mit der ersten karte zieht. ich persönlich halte aber generell nicht viel von nem schuss mit 2u ohne asse, egal ob beim kurzen oder langen. und sau anzeigen beim kontra ist ein MUSS.

Ich persönlich freu mich über jeden Schuss gegen mich, der aus der Hand kommt...
Dann kann ich mich vor dem Ankarten schon darauf einstellen!

Generell ist zu beobachten, dass die meisten "Schüsse" vor dem Auskarten (des Spielers) abgefeuert werden - leider wird er dadurch auch vorgewarnt...

2 U - in dieser Konstellation Eichel- + Herz-U ist eig schon Pflicht... Sonst spielen mei Leud vielleicht gar noch falsch?!

Interessant, meine Meinung weicht völlig von Eurer ab. Ich für meinen Teil hätte beide Säue geschmiert. Klingt blöd, ist aber so. Begründung:
Wenzspieler kommt raus mit Schell Unter, Schuss folgt. Daraus folgere ich 2 Sachen: der Kontrageber hat mindestens 2 Unter, darunter den Eichel. Ich selbst habe 2 Säue, also baut der Spieler nicht nur auf seine Asse, hat also selbst auch 2 Unter. Damit haben wir 2 Leute mit 2 Untern. Da der Spieler mit dem Unter rauskam, wusste er der Stich geht raus. Damit müsste er um wieder zum Zug zu kommen aller Wahrscheinlichkeit nach Stechen. Dann hat er keinen Unter mehr. Da er das Teil ja irgendwie gewinnen wollte kann ich davon ausgehen, dass er seine Farben gut dabei hat, meine Säue also eh nicht bekennen müsste. Und selbst wenn, dann nicht mit einem Zehner, weil das beim kurzen immer schief geht. Wenn ich meine Säue schmier, sollte der Kontrageber zum selben Schluss kommen und in die Farben der gerade gefallenen Säue spielen.
So würde ich das machen, wobei ich auch zugeben muss, dass das Andeuten der Säue wohl der für den Kontrageber schönere Weg ist.

Deine Theorie ist sehr gut beschrieben und ebenfalls nachvollziehbar!

Unsere (meine) Meinung hängt auch mit dem Ziel zusammen, dass man sich nicht in ein Spiel "einmischt"...
Mein Mitspieler hat Kontra gegeben und hat SEINEN Grund dafür - ich zeige ihm nur, wo ich helfen kann!
Wenn ihm meine zwei angedeuteten Asse nicht helfen (er hat die anderen 2 Farben), dann wars saublöd gestanden und wir hätten beide nichts erreicht!!

@George:
Eine Fehl muß er ja haben, sonst spielt er doch keinen Unter aus, oder?

ned zwingend...

Man findet beim Kurzen zu Viele, die es mit Gewalt wissen wollen! Die haben 4 astreine Karten (Ass mit 10 oder so) und spielen trotzdem den kleinen Wenz vor...

Aha...

@Pete:
Nunja, punktegeile Leute spielen den Unter. Und auch bei der Fehl (mehr als eine ist es 100%ig nicht, ansonsten ist der eh verloren) wird es kein Zehner sein, weil man mit dem beim Kurzen ganz einfach verliert, also spielt man damit erst gar nicht. Und die Fehl kommt dann zum Gegner (uns). Natürlich kann das ganze auch nach hinten losgehen, aber für die Spieler, die eine angedeutete Sau nicht erkennen (und davon gibt es reichlich), ist meine Variante die einfachere. Und die funktioniert auch, wenn die Säue durch Zufall blank stehen sollten.

Hmm, muß dann eine Besonderheit der Kurzen sein - mir ist das egal, ob ich bei einem Wenz einer Zehner oder Neuner als Fehl habe. Beim Wenz liegt die Zehn ja in dem entsprechenden Stich eh drin, wenn sie nicht zufällig der mit der Sau hat.

Ich sollte mich aus Gesprächen über die Kurze raushalten, sorry.

beim Kurzen kommt in einem Stich nicht selten 30+X zusammen, weil schnell mal einer ne Farbe frei ist. Ich spiel nen Wenz mit 2 Fehl schon auch mal, auch mit 10 und K von 2 verschiedenen Farben. Dann allerdings lieber als Letzter, nicht als erster, wo ich den Schrott dann selber rauslegen müsste... Beim Kurzen ists halt oft so, dass man auf 2 Stiche zu werden muss und das auch "locker" schaffen kann. Ne Sau im ersten Stich schmiern halt ich dennoch immer für falsch, außer man hat selber noch den 10er dazu. ;) Im 2. oder 3. Stich ist es in meinen Augen schon möglich, ne (blanke) Sau zu schmiern, weil man bis dahin erkannt haben sollte, wos den Spieler zwickt bzw. wie viele Stiche bzw. Augen man machen kann und muss... DIE richtige Ansage gibts zu dem Problem nicht, genau das macht den Schafkopf so interessant...

@pete

Du darfst gern mitreden - und dazulernen...
Es ist halt ne fast komplett andere Welt - so wie auch umgekehrt!!!

Na dann...red' ich halt nochmal mit: Ist das nicht völlig egal, ob meine Fehlkarte eine Zehn ist oder nicht? Die Zehn kommt wohl beim Wenz auch bei der Kurzen, denke ich. Und wenn einer frei ist, schmiert er eben. Aber mit einer Neun als Spatz hab' ich doch auch bei der Kurzen nur dann einen Vorteil, wenn Sau und Zehn zusammensteh'n...

Da sehe ich irgendwie keinen Unterschied zur Langen.

Irre ich?

Wenn er eine Zehn hat wird der Stich sackteuer, sodass der dass wahrscheinlich mit den 2 rausgehenden Stichen verliert. Also wird er das so gar nicht erst spielen.

Nicht spielen stimmt nicht, George.
Es ist oft ein Hopp oder Top Spiel.
Ich verliere z.B. einen Wenz mit 2 Böcken und 3 Augen (also Ober und Neun und verschiedenfarbig) und dann gewinne ich mit zwei blanken Zehner, wobei jede dieser Asse gestochen hat. Zwei absolute Extremfälle. Aber so ist der kurze eben.
Also, ich werde weiterhin meine Asse andeuten, wenn ich es für richtig halte und schmieren, wenn es angemessen erscheint.

Pete: Beim Kurzen kommts wesentlich öfter vor, dass Leute auf eine Farb frei sind. Wenn Du selber nen 10er als Fehl hast, kanns sein dass Dir einer noch einen weiteren 10er reinschmiert, dann bist Du bei minimum 35 Punkten in einem Stich. Wenn Du selber was kleineres hast, 9er, Ober oder so, ist des net so schlimm wenn einer frei ist, weil der 10er dann mit 50% Wahrscheinlichkeit mit der Sau zusammenfällt. Selbst wenn nicht liegen dann halt 3 teure Karten im Stich anstatt 4.