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Tratsch: Bemerkenswert

Bin zwar selbst kein AfDFan , aber dass sie in der Augsburger Allgemeinen nicht erwähnt wird (Umfrage des ZDF) , obwohl sie 5% hat (FDP wird mit 4% erwähnt) finde ich schon sehr tendenziös . Was sagt ihr ?

Wer liest denn heutzutage noch Zeitung. Und Augsburger Allgemeine.? Nie Gehört. Kein Thema, dass mich irgendwie schockieren würde.

@ konix
ist doch seit jahren gang und gäbe, dass die presse ihr Monopol zur Meinungsmache schändlich ausnutzt und nur das berichtet, was in mainstreamingkonzept passt.
Medien sind nun mal die erste macht in diesem Staat und wer politische Überzeugungen durchsetzen will ist deshalb besser bei der presse aufgehoben als direkt in de politik

kein wunder , dass bei den tendenziösen zeitungen/magazinen die auflagezahlen nach unten rasen......auch der prophezeite untergang der afd ist nicht eingetreten

Jaja, die linke Augsburger Allgemeine ^^
Und der Bill hat sie auch schon oft gelesen ^^

Zum Vorwurf, die Zeitungen seien tendenziös: das dürfen sie sein. Dafür gibt es sogar einen Tendenzschutz. Das Spektrum bei uns ist groß, sowohl in der Beurteilung der AfD als auch bei anderen Themen.
Dass sich unter Zukurzgekommenen das Schlagwort von der Mainstream-Presse durchgesetzt hat, ist ein Internetphänomen vor allem.
Wer Zeitung liest, und das sind nur wenige derer, die sich beklagen, hat bei uns schon viel Auswahl.

War das denn ein große Bericht in der Augsburger oder eine Meldung? Ich habe überall das Ergebnis der AfD gelesen, was der Streaming-These vom Bill etwas widerspricht :)

Scheinbar machst du vom Tendenzschutz auch gebrauch, denn auch du lässt wesentliche Informationen weg und unterstellst, dass dies generell so wäre. Nur weil etwas Gesetz ist, ist es deswegen nicht richtig. Viele Journalisten kritisieren die "innere Pressefreiheit". Die Zeit gewährt das ihren Journalisten freiwillig. Kommen wir zurück zum weggelassenen Teil. Man muss unterscheiden zwischen öffentlich-rechtlich und privaten Medien. Beispielsweise ist bei den öffentlich-rechtlichen sowohl die innere als auch äußere Pressefreiheit festgelegt.

Was also konix1234 anspricht bzw. indirekt kritisiert, ist auch die Kritik vieler Journalisten. Eine absolute Objektivität gibt es nicht, sollte aber doch das bestreben sein. Ein Bürger möchte sich informieren und keine Werbebroschüre für eine politische Gesinnung lesen. Die Meinung kann er sich dann selber bilden. Das setzt aber voraus, dass man sachliche Informationen erhält. Durch das weglassen von Informationen wird diese Möglichkeit eingeschränkt. Natürlich kann er jetzt zig Zeitungen lesen und jede lässt ihren Teil weg. Sind wir jetzt bei der Informationsbeschaffung oder beim Puzzlespiel ? Somit ist die Kritik berechtigt.

wobei man festhalten muss , dass viele leserbriefe das gleichgewicht der objektivität wiederherstellen

Was für ein Geschwafel, serave. Viele Jounalisten? Da meinst Du vermutlich Ulfkotte ^^ der wurde von Niggemeier schön zerlegt. Es gibt keine objektive, analytische Berichterstattung. Zum Glück. Die Rolle Russlands in der Ukraine kann man aus vielen Blickwinkeln beleuchten, und dann ist es nicht mehr objektiv.
Dafür gibt es dann aber Vielfalt. der Spiegel und die FAZ, die SZ und das Handelsblatt sehen vieles sehr unterschiedlich.

Die Mär von der gesteuerten, gleichgeschalteten Presse ist eine Urban Legend und ein Fall von Wohlstandsverwahrlosung.

Ein reales Problem ist, dass viele für Medien nicht mehr zahlen wollen (vor allem die, die sie besonders kritisieren). Die Regionalzeitungen sind durch Totsparen etwas schlechter geworden, die Großen beeinflussbarer geworden (durch neue Formen der Werbung). Darüber kann man zurecht diskutieren.
Aber dass die Anhänger einer inzwischen eher rechtsextremen Minderheitspartei finden, dass über diese zuwenig berichtet wird, ist normal. Die AA ist eher konservativ und die Afd kommt dort viel zu Wort. Die Klage oben ist Verfolgungswahn. Online hat die AA vor ein paar Tagen über eine Umfrage samt AfD.

Ich verstehe die ganze Diskussion eh nicht. Die Leitmedien haben durch das Internet ja nun wirklich an Einfluss verloren. Wer den Aluhut Generalanzeiger lesen will, findet sowas online. Meinungsmonopole waren nie ferner.

Leserbriefe und Objektivität? LOL, bei der Ukraineberichterstattung im Forum des SPONs waren zu Beginn im Verhältnis 8:2 negativ der Berichterstattung gegenüber eingestellt, dann hat der SPON begonnen zu zensieren und wenn man heute da reinguckt, wenn man vorher nicht rausgeflogen ist, dann ist das Verhältnis zurechtgerückt worden und ist nun 9:1 "pro-westlich" ... so kann man auch Meinung machen ;)

Zum Threaderöffner: Willkommen im Club. Das sollt spätestens seit der Ukraine-Berichterstattung völlig klar sein, dass die Medien (und leider auch die öffentlich-rechtlichen) übelste Propaganda betreiben, so dass die Russen vor Scham rot anlaufen würden.

Sogar der eigene Programmbeirat der ARD hat die Berichterstattung (u.a. des eigenen Senders) scharf kritisiert: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html

Wie offensichtlich muss es noch werden? ;) ... also, ist "völlig normal" in Deutschland 2015!

Geh ruhig mal rüber und teste, wie frei die Presse in Russland ist.
Dass man Leichtgläubige im Netz aus Trollfabriken heraus für seine Position gewinnen kann, ist in der Tat ein neues Phänomen.

ach, und die sog. "Trollfabriken" beziehen sich nur auf Russland? Wie blauäugig bist du eigentlich? Es gibt genug bestätigte Berichte, nach denen die USA das gleiche auf der ganzen Welt machen ;)

Zum einen interessieren mich die bestätigten Berichte, verlinkte sie doch.

Zudem: so, wie der Irakkrieg völkerrechtswidrig und fatal war, so ist es die Annexion der Krim halt auch, das Vorgehen in der Ostukraine ebenso.

Man kann viel diskutieren: ob man das Russland als Machtpolitik durchgehen lässt (im Sinne alter Einflusssphären, wobei diese Zeiten eigentlich vorbei sind, jedes Land sollte selbst entscheiden, wohin es gehören will; und da ist auch Unterstützung durch die USA legitim. Mit Geld hätte auch Russland versuchen können, Einfluss zu gewinnen). ich persönlich glaube zB auch, dass Putin derzeit wahrscheinlich noch das beste für Russland ist, weil er das Land zusammenhält.

Aber dass sich Leute von russischer Propaganda weismachen lassen, dass es nie russische Soldaten in der Ostukraine gab; dass die Russen auf der Krim vor der Krise massakriert wurden, etc, das ist verblendet. Wenn dann viele deutsche Medien eine andere Position beziehen, liegt das nicht an einer Gleischaltung, sondern daran, dass die Putintrolle falsch liegen.

Wir haben - historisch betrachtet und im Weltvergleich - immer noch eine sehr gute Medienlandschaft. Wer ihr nicht traut, kann sogar ein russisches Programm auf Deutsch sehen. Nie gab es mehr Vielfalt.

Ich schreib es mal so: Wer ernsthaft den vorab verlogenen Irakkrieg mit Einsatz von Uranmunition und hunderttausenden von Toten und Flüchtlingen mit Auswirkungen in die Gegenwart ernsthaft mit der sog. "Annexion" der Krim (man sollte sich mal informieren, was eine Annexion WIRKLICH bedeutet) gleichsetzt, dem ist imo mit seinem Tunnelblick nicht mehr zu helfen, völkerrechtswidrig hin oder her.

Fakt ist doch, hätte der Westen nicht einseitig einen blutigen Putsch in Kiew unterstützt, wäre der Osten der Ukraine heute nicht in Schutt und Asche (mit Unterstützung des Westens) und die Krim wäre immer noch ukrainisch ... und tausende von Menschen würden heute noch leben ...

Jaja, natürlich darf der blutige Putsch nicht fehlen. Immer schön nachbeten.
Im übrigen legitimiert auch weder eine Revolution, noch ein Putsch, noch ein legitimer Regierungswechsel (das wiederum ist wirklich umstritten unter Völkerrechtlern) nicht die Annexion. Oder warum sollte es? Wenn im Nachbarland die Regierung wechselt, darfst Du dennoch nicht einmarschieren. Auch danach ging es den Russen auf der Krim nicht an den Kragen.

Und selbst mit dem blöden whataboutism anfangen, um mir dann den Vergleich mit den USA vorzuwerfen, ist originell ^^

Und natürlich war das auf der Krim eine Annexion. Was soll da das völlig sinnfreie "was es wirklich bedeutet"? Das war eine völkerrechtswidrige Annexion.

http://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/janukowitschs-sturz-war-kein-putsch-13447563.html

Hier mal die Lesart, die viele Medien teilen (was nicht gleichgeschaltet bedeutet). Kein klares Urteil, aber eben auch kein klassischer Putsch.

dies waren die Recherchen der NYT (aber aus Sicht von Putintrollen ist das ja eine Regierungszeitung, weil sie nicht wissen, was eine unabhängige Presse ist):
http://www.nytimes.com/2015/01/04/world/europe/ukraine-leader-was-defeated-even-before-he-was-ousted.html?_r=0

worauf gründet Deine Einschätzung vom Putsch?
Und worauf die Einschätzung, dass die russische Minderheit bedroht war?

http://www.was-die-massenmedien-verschweigen.de/ukraine-5a.html

Nochmal, Fakt ist, hätte Russland (UND die Menschen auf der Krim wohlgemerkt) nicht (selbständig) gehandelt, dann würde heute die Krim so aussehen wie der Osten in der Ukraine. Ich finde es schon sehr suspekt, wenn manche Leute nicht mal EINS und EINS zusammenzählen können.

Völkerrechtswidrig sind Abspaltungen ohne Zustimmung der Zentralregierung IMMER und gleichzeitig sind sie ES NIE, wenn man sich auf das Selbstbstimmungsrecht der Völker lt. UN-Charta Artikel 1 und 55 bezieht.

Übrigens steht das Volk in den Gesetzen der "modernen, westlichen Demokratien" immer über dem Gesetz - soviel zum Thema Gesetzesbruch.

Bei dem Begriff Annexion muss ich immer schmunzeln. Es war wohl in der Geschichte die einzige "Annexion", die KOMPLETT OHNE Blutvergießen und mit überwältigender Zustimmung der Bevölkerung durch eine vom Westen im vorhinein boykottierte Wahl abgesegnet wurde ;) ... Naja, frag die Menschen vor Ort mal heute, nachdem der Osten der Ukraine mit Unterstützung des Westens total zerstört wurde ... die Antwort weiß nicht nur ganz allein der Wind mein Freund ;)

Da kennt sich noch einer nicht aus, mk.
mal abgesehen davon, dass die Abstimmung eine Farce war: das Völkerrecht lässt nicht zu, dass sich einzelne Regionen per Abstimmung einem anderen Land anschließen.
Oder erklärst Du mir, mk, welche völkerrechtliche Basis das hätte? Bin gespannt!

(Wenn es die Möglichkeit gäbe, würde das zig Regionalkriege auslösen. Glaub mir, es gäbe in Russland genug Randregionen, die sich sofort per Abstimmung den USA anschließen würden. Oder die Kurden in der Türkei einem Nachbarstaat Kurdistan, sobald er ausgerufen ist. Oder vielleicht sogar die Südtiroler Österreich)

@saf nicht persönlich gemeint, aber dass man auf diese Propaganda reinfällt, das finde ich echt kurios. Russland zündelt in Nachbarregionen und sagt: wären wir nicht einmarschiert, hätte es gebrannt ^^
Gerade der Verweis auf die Ostukraine, wo ebenfalls Russland aktiv ist, ist da geradezu kurios.

Den Russen auf der Krim ging es gut, da träumen Minderheiten in aller Welt von. Der schlimmste Vorwurf ist, dass die neue Regierung Russisch als Amtssprache abschaffen wollte. Da gab es keinen Völkermord.
Aber die Trollfabriken argumentieren so ^^

Waren ihre drei Elemente - Referendum, Sezession,
Beitrittserklärung - völkerrechtswidrig? Nein. Veranstaltet einTeil der Bevölkerung eines Landes unter seinen Mitgliedern eine Volksbefragung, so macht ihn das nicht zum Völkerrechtssubjekt,selbst dann nicht, wenn die USA anderer Meinung ist. Auch die Sezessionserklärung selbst verletzt keine völkerrechtliche Norm und könnte dies gar nicht. Sezessionskonflikte sind eine Angelegenheit innerstaatlichen, nicht internationalen Rechts.
Diesen Status quo des Völkerrechts hat der Internationale Gerichtshof vor vier Jahren in seinem Rechtsgutachten für die UN-Generalversammlung zur Sezession des Kosovo bestätigt. Die
massenmediale Feststellung, das Völkerrecht habe denKrim-Bewohnern kein Recht zur Sezession gewährt, ist ganz richtig, denn das Völkerrecht sagt dazu nämlich nichts, es istallerdings auch nicht verboten. Aber der von den Medien Nahe
gelegte Schluss, die Sezession der Krim sei völkerrechtswidriggewesen, ist falsch. Es handelt sich um reinePropaganda.

Quelle http://www.was-die-massenmedien-verschweigen.de/ukraine-5a.html

Faxe, kannst Du mal ein bisschen konkreter werden und Deine "Trollfabriken"-Kommentare ein bisschen herunterfahren, nur so kann man doch darüber überhaupt fruchtbar diskutieren. Im übrigen bedeutet es doch lange noch nicht, wenn man den Westen und deren Handeln in bestimmten Angelegenheiten (zum Teil scharf) kritisiert, dass man dann die "andere Seite" bedingungslos unterstützt und genau hier liegt imo der Hund begraben in der ganzen Diskussion, dass nur schwarz und weiß gedacht wird - es wird gebläkt wie die Schafe ... Russland schleeeeeecht, Westen guuuuuuuuut.

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2015/01/hat-die-brd-die-ddr-annektiert.html