Schafkopf für Freunde

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Tratsch: bravo frau merkel, danke herr seehofer...

...für die grandiose watschn, nein eher fotzn, die sie den flutopfern mit ihren "gnudschaln" gegeben haben.
es darf ja wohl für den grössten wahlkampftaktischen witz des jahres gehalten werden, den wirklich mehr als arg gebeutelten menschen, die unter dem generalversagen bayrischer/deutscher und europäischer politik, was das thema hochwasser betrifft, leiden, pfennigbeträge anzubieten......
150 millionen klingt wirklich gut. aber bei einem gesamtschaden, der in eine mittlere 2-stellige milliardenhöhe klettern wird?
vermutlich reiben sich die wiederzuwählenden schon die mehrwertsteuerhändchen wund.
aus den investitionskosten schicke 19%, das spült kohle in die staatskasse.
grossartig, solche katastrophen, nicht?
medienwirksame auftritte (schau hi, sogar de merkel schaugt ses o)
und millionenwunderwaffe, das wird ziehen. sicherlich nicht bei den betroffenen, die werden die schnauze reichlich voll haben. aber das sind ja gsd fast immer dieselben. und es sind im vergleich zum wählenden rest noch gsd-er sehr wenige.
p.s.: meiner meinung nach hat der schröder damals fast mitleidiger ins wasser gschaut.

sind doch immerhin ca. 1% der schäden der damit schon mal bezahlt ist...

immer nur schimpfen....a lob wäre angebracht

irgendwo is doch lächerlich: auf der einen seite milliardenschäden, und auf der andern hilfe in millionenhöhe, die dann auch noch groß verkündet werden müssen, dass auch ja alle mitbekommen...

di mergl had ti klaiche kwichtsklas wi di adde, waß wilßt do scho ärwatn

Nichts auf der Welt wird verkauft ohne Emotion.

Das weiß der gute Versicherungsmakler, die Werbeindustrie, Apple und natürlich auch die Politik.

Für vl. eine Milliarde hätte man die Städe ggf. fit für das zweite Hochwasser machen können und Milliardenschäden verhindern.

Eine Milliarde gegen Millardenschäden wäre ein logischer, aber kein medienwirksamer Schritt gewesen. Dagegen sind 150 Mio. für Werbung doch gut angelegt.

Weiter so. Die nächste Jahrtausendflut (zwei hatten wir ja schon in einem Jahrzehnt) kommt bestimmt.

Ich finde es eine Schande, eine Frechheit, dass solche Katastrophen für den Wahlkampf missbraucht werden; egal von welcher politischen Seite auch immer. Bei sowas sollte die akute Hilfe für die Betroffenen und nicht die Wahl im September im Vordergrund stehen.

jo, seravae. vor allem wäre ja effektiver hochwasserschutz sozusagen wirtschaftsfeindlich. alle 10 jahre ein umsatzplus von 50 milliarden versauen? wia soll des dann mitm wachstum gehen? da müsste man dann sozusagen auf ein erdbeben hoffen. mit vulkanausbrüchen wirds bei uns ja eher schwierig werden......
des hat die logik der tabaksteuer: mahnend den finger heben, das raucherleben schwer machen, aber 15 milliarden tabaksteuer einstreichen.....

Logik ist nicht immer der Weißheit letzter Schluss

Aber Logik ist der Anfang aller Weisheit!

für Ottonormal...in der Tat^^

tja, was in die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) so alles positiv eingeht, steigert nicht unbedingt den Wohlstand!

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wenn nach münchen ziehst kannst auch ohne führerschein bei uns anfangen... vorausgesetzt du bist schwindelfrei:-)

Man muß 1. zwischen Hochwassergebieten unterscheiden, bei denen man was tun könnte/müsste. Und den Gebieten wo man eigentlich nix tun kann. Ich glaube z.B. nicht dass eine entsprechende Schutzmauer von 3-4m in Regensburg denkbar wäre.
(In unserem Gebiet (Main) gibt es z.B. konkrete Planungen zum zukünftigen Hochwasserschutz (und Renaturierung z.B. Rückführungen der natürlichen Auslaufgebiete...). Und auch schon einige erfolgreiche Umsetzungen. z.B. Würzburg, Karlstadt. )
Das 2. Problem ist, wenn man so manchen "Auslaufbereich" in dem halt auch dummerweise Häuser stehen schützt, dann verlagert sich das Problem weiter Flußab- und aufwärts.
3. Problem sind oft nicht die großen Flüsse die durchfließen, sonderen die Zuflüsse die sich dann zurückstauen, sowie das Grundwasser das dann quasi von hinten kommt. Ausserdem sind die Böden in Ufernähe oft nicht sehr "tragfähig" Somit erfordern Schutzbebauungen oft auch noch aufwändige "Pfahlgründungen".
Die Planungen sind somit oft recht kompliziert, die Umsetzung wird nach Kosten/Nuten priorisiert. Also werden Bereiche in denen man mit überschaubaren finanziellen Einsatz viele Menschen schützen kann erst umgesetzt. Besch... für den Einzelnen.
4. Problem
Wenn dann in der Planung ein großes Rückhaltebecken, oder andere bauliche Maßnahmen veröffentlicht werden, dann finden sich ganz schnell andere betroffene Bürger und "Umweltschützer" die sehr erfolgreich dagegen mobil machen.

Die Betroffenen haben mein Mitgefühl, zumal ich einige Freunde habe die in unmittelbarer Flussnähe wohnen. Aber die haben sich das ausgesucht, haben sich entsprechend eingerichtet und akzeptieren auch die gelegentlichen Folgen. Nebenbei ist es teilweise Frefel, Häuser in der Zone 1 bis 3 im Erdgeschoss als Wohnhaus zu nutzen. (Wir sind aber an manchen Flüssen deutlich in der Meldestufe 4)

Ich schließe mich aber an, Wahlkampf mit betroffenen Bürgern sollte man dringend unterlassen!

genau meine Meinung...Wahlkampf auf dem Rücken der Opfer ist hochgradig verwerflich!!
Ich bin 2002 auch abgesoffen mit meiner Apotheke, Hilfe gabs keine! Versichern konnte ich mich auch nicht! Zu hohes Risiko...haha, für was sind denn Versicherungen da, wenn nicht für das Risiko?

Bei mir schaute damals auch der Bürgermeister vorbei: "Na wie gehts?" - "Scheisse!" - "Freut mich, freut mich, wiedersehen"

Ich war sogar bei Jetzt red I im TV am Abend eingeladen, aber was willst mit 3 Weissbier nachm Aufräumen scho sagen :)

100 Mio Soforthilfe ist schon bissl was, bei den volkswirtschaftlichen Schäden ist ja alles mögliche reingerechnet. Wenn Merkel nicht in die Katastrophenregion fahren würde, sondern irgendein Galadiner eröffnen würde, gäbs genauso Kritik.

(Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: wählen werde ich sie nicht ;-); aber es wär ein Kas, jetzt Milliarden Soforthilfe locker zu machen.

Ich bin eines der Flutopfer,seit Montag sind wir zweimal überflutet worden,wir sitzen im Wasser!!
An dieser Stelle möchte ich mal berichten, wie das für uns war und ist, auch in dem Bewusstsein,dass es den Menschen drei Dörfern weiter noch viel schlimmer ergeht!
Am Sonntag haben wir neue Sandsäcke angefordert, weil wir schon vermutet hatten, dass es schlimmer kommt, als uns gesagt worden war.Es hieß, die Donau würde einen Pegel zwischen 550 - 680cm erreichen, würde nicht so schlimm werden - nachts hat uns der Hund geweckt, weil das Wasser im Erdgeschoss stand! Pegel bei 730cm! sofort Feuerwehr gerufen,die waren schnell da haben geholfen die Möbel nach oben zu tragen und gepumpt ohne Ende - großer Dank an dieser Stelle!!
Dann ging das Wasser, weil in Winzer und Deggendorf die Dämme gebrochen sind,um ein paar Stunden später mit voller Wucht wieder zu kommen, zweite Überflutung und seitdem kein Rückgang, das Wasser steigt und steigt.
Wir haben in den letzten Tagen so viel unterschiedliche Meldungen bekommen, keine davon hat gestimmt!
Sofort alle Versicherungen benachrichtigt, welche sofort klar machten, dass ja erst mal überprüft werden muss , ob wir nicht nachlässig gehandelt haben ( ich hatte angemerkt, dass das Wasser bis im Heizungskeller steht und unsere Holzheizung nun kaputt ist) bei der Hausratversicherung wurde mir direkt mitgeteilt, dass nur gezahlt wird, wenn wir 5000,-€ selber zahlen, so schlimm könnte es ja auch nicht sein, da könnte man manches sicher noch benutzen! Beide Versicherungen sind mit Elementarschaden und ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen worden vor zig Jahren, dies nur am Rande!
Dann ist man weiter bemüht zu retten was zu retten ist und trifft plötzlich in seinem früheren Garten einen fremden Mann mit Sohn im Schlauchboot, die sich das nur mal anschauen wollen oder zig Katasstrophentouristen, die Fotos machen wollen und einem so Ratschläge geben, man sollte sich mal ein Boot kaufen oder nach der Flut könnten wir ja Fische verkaufen, weil die liegen ja dann überall rum!!

Ich will nicht auf die Tränendrüse drücken, aber das was wir in den letzten vier Tagen erlebt haben und noch erleben werden, ist nicht in Worte zu fassen - es ist einfach nur furchtbar!!
Es ist aber zu erwähnen, das sogenannte Zugereiste, die wir gar nicht kennen, gekommen sind, um ihre Hilfe anzubieten, die im Dorf hinter ihrer Hochwasserschutzmauer sind bislang nicht auf die Idee gekommen - Freunde natürlich ausgenommen.
Die Flut hat der Mensch verursacht, rundherum Maisfelder welche die Böden versiegeln, Hochwassermauern für´s Dorf so dass das Wasser keinen Platz mehr hat, Bebauung wo nicht bebaut sein sollte - es ändert nichts an der Katastrophe und an dem, was danach kommt,gehört aber beachtet und geändert!!

ich wünsch dir als ehemalig Betroffener alles alles Gute... Es wird wieder!!! Dauert zwar, aber es wird!
Viel Glück!!!

so ganz schwarz weiss ist es ned
hätten sich die spitzenpolitiker nicht sehen lassen
-..... brauch ich glaub ich ned kommentieren
und dass im bereich hochwasserschutz nix getan wird-ist schlichtweg falsch
nur-es darf keiner erwarten dass die umweltfrevel der letzten hundert jahre in 10 jahren wieder gutzumachen sind.
die oben angesprochenen maisfelder gibt es nur weil flüsse begradigt und eingedämmt wurden
die häuser stehen unter wasser weil sie in flutgefährdeten bereichen gebaut wurden
wiesengräben wurden verrohrt um für die landwirtschaft boden zu gewinnen
moore ausgetrocknet um flughäfen zu bauen

usw. usf

was sollen unsere damen und herren politiker machen?
zwangsumsiedeln um den flüssen ihre natürlichen überflutungszonen zu geben?
anbauflächen stilllegen um sie in auwaldlandschaften zurückzubauen?
das ist effektiver hochwasserschutz!!!!!!
was ich der politik bzw den wasserwirtschaftsämtern anprangere sind zwei dinge
miserable informationspolitik
die unterschiede zu 2002 waren gravierend weil
-2001 war ein extrem trockener sommer was zur folge hatte, der grundwasserspiegel war sehr weit gesunken. auch noch im august 2002

dieses hochwasser war kurz nach der schneeschmelze in den bergen.
das grundwasser war/ist um diese jahreszeit sehr hoch, der winter war aussergewöhnlich lang, die böden noch sehr gesättigt.
heisst, die natürlichen überflutungs/rückhaltebereiche waren lang nicht so belastbar wie 2002
das erklärt übrigens auch die geschwindigkeit mit der dieses hochwasser kam

und das hätten die zuständigen behörden bei ihren voraussagen wissen MÜSSEN !
und dementsprechend vorwarnen

der zweite kritikpunkt
hochwasserschutz alleine reicht nicht
es müssen unbedingt masnahmen zur schadesbegrenzung umgesetzt werden
allein schon das fluten von kellern mit trinkwasser würde oft schon reichen um eine verschlammung zu verhindern.
fenster und türen liessen sich mit geeigneten systemen wasserdicht schliessen
und einiges mehr
schlussendlich wird man daraus lernen
-der einzelne wie die gessellschaft
verhindern wird man ein hochwasser nie

es müßten noch viel mehr Hochwasser kommen so das sie es mal checken das die Einsparung und Stellenabbau bei den Wasserwirtschaftsämter nichts bringt, ganz im Gegenteil man müßte viel mehr neue Stellen schaffen, es ist jede Flußmeisterstelle unterbesetzt und keine Stelle wird mehr ersetzt, früher waren mind. 25 Wasserbauer an jeder Flußmeisterstelle beschäftigt jetzt sind es im Schnitt nur noch 3 oder 4 Arbeiter und sie müßen die gleiche Arbeit erledigen.
Die Wasserwirtschaftsämter müßte wieder zum Innenmimisterium kommen denn da floßen noch Gelder, aber seit dem sie Umweltministerium angeschlossen sind geht hier alles den Bach herunter.
Es gibt keine fähige Personen die den Lawinenverbau und Hochwasserschutzverbau mehr können und niemand wird mehr nachgezogen und angelernt, sowas ist doch einfach nicht mehr tragbar, lieber zahlen sie Menschen Arbeitslosengeld als dass sie Arbeiter einstellen denn hier werden immer Arbeiter gesucht und keine Eingestellt....also Poliker erwacht mal bevor wir alle abgesoffen sind und keine fähige Wasserbauer mehr haben....

dafür sind wir jetzt ein musterländle mit ausgeglichenem etat
-koste es was es wolle, solangs der kleine private zahlt

@pepperprincess
Ich kanns sehr gut nachempfinden. Ein guter Spezl von mir sauft grad in Fischerdorf ab. Ich bin gespannt was da die Versicherungen sagen werden...
Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass das meiste selbst bezahlt werden muss. Allen salbungsvollen Worten diverser Stimmenfänger vor Ort zum Trotz.
Jetzt müssens erstmal den Damm sprengen, dass die Ganze Lettn wieder weglaufen kann und dann sieht man erst das Ausmaß der Schäden. Mir stehn jetzt schon die Tränen in den Augen.