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Schafkopf-Strategie: Leger auf Wenz

Hallo Leute,
gestern
hat FileNotFoundEXCP angeregt, wir sollten versuchen sinnvolle Freds zu gestalten. Hab mal drüber geschlafen... Nun hier habe ich hoffentlich ein sinnvolles Thema welches sogar in die Freds der letzten Wochen passt.

Ich bin ein eigentlich defensiver Leger, aber ich halte es für unsinnig nur auf die 3 Herren zu legen. (Was nützt mir schon der Alte und drei 10er…)

Also hab ich mal in meinen letzten 60 Wenz-Spielen nach reinen Wenz-legern der Spieler gesucht.

(Ich) Eichel-UnterDie AlteGras-ZehnHerz-Sau Erste Pos

(Mitspieler) Herz-UnterSchellen-UnterDie AlteHerz-Sau Erste Pos

(Mitspieler) Die BlaueGras-ZehnHerz-SauHerz-Acht ErstePos (Find ich gewagt)

(Ich) Eichel-UnterHerz-UnterEichel-KönigHerz-Sau Erste Pos

(Mitspieler) Eichel-UnterGras-UnterDie AlteSchellen-Achtletzte Pos

Natürlich gibt es auch Leger, die nur mit einem Auge auf Wenz
spekulieren.
(Ich) Der AlteSchellen-UnterDie AlteDie Blaue (3. Pos) (Kann ja noch ein Ruf oder ein
Solo draus werden.)

Meine Definition ist momentan:

Wenzleger bevorzugt an erster und letzter Pos. Und da wenn ich hiermit schon mal 3 relativ sichere Stiche erwarten kann. In der Mitte mit 4. relativ sicheren. Ach ja, wenn ich auf Wenz gelegt hab, dann versuch ich auch einen recht unsicheren Wenz zu spielen.

(Mir ist auch bewusst, dass ein Wenzspezialist offensiver vorgehen kann wie einer der nur die „Sicheren“ spielt.)

Wie seht ihr das?!

Ich spiele ausschließlich lange Karte, ohne Farbwenz/Geier. (Wer mit Farbwenz spielt, darf gerne drüber schreiben, sollte es
allerdings erwähnen.) ;-)

servus beidenker.
ich spiele lange karte mit farbwenz und würde auf alle angezeigten kombinationen in allen positionen legen.
ausgenommen dein beispiel 3. da würd ich garnicht doppeln.

Ich kann mich Kawuzl nur anschließen.

Beim dritten Blatt zu legen, halte ich für töricht, könnte der Gegner ja sogar nen Sie haben.

Für unsinnig halte ich reine Farbwenzleger.
(also z.B. sowas: Die HundsgfickteSchellen-ZehnSchellen-KönigSchellen-Neun)
Sonst gilt ja für viele "Wenzleger", dass sie auch zu einem Ruf beitragen oder die Chance erhöhen, gerufen zu werden oder das Blatt als Gegenspieler nicht so schlecht ist usw. Die Fälle, bei denen man tatsächlich 3,4 Laufende für ein Solo mitdoppelt, sind eher selten und rechnen sich imho raus.

Der Leger eines Mitspielers war übrigens a weng unglücklich ;-) Hieraus wurde ein Solo Tout mit 5 Laufenden und 2x gelegt.

Gras-UnterHerz-SauHerz-NeunSchellen-Neun an 3. Pos.

auf dieses Blatt würde ich persönlich nicht legen, in keiner position. aber andere sind da wohl aggressiver.

wenn dann mit 6. laufenden, oder^^

^^brüll^^^^
wenn er scho 4 karten hat wie sollen des no 6 Lauf werden Lisa^^^^

Ich denke der Tout is beim Gegner eingetrudelt :-)

Ein Schellenfarbwenz tout oder?

lisa, wenn ich um geld spiele, würde ich da nicht legen. also mach ich`s um punkte auch nicht.

du spielst ja meisten kurz. würdest du ohne den Schellen-Neun mit dem blatt doppeln - um geld?

auf so eine erste Hand würde ich auch nicht doppeln. Aber ist mir auch schon passiert, hatte 1. Hand wirklich Mist und dann kam noch der große Wurf hinterher. Aber sowas kann immer passieren, genauso gut wie umgekehrt.

Nach meiner Definition auch kein Leger, ich wollte nur verdeutlichen, was so ein Leger "anrichten" kann. (Das Spiel existiert übrigens nur um Punkte)
Um die zusätzlich verlorenen 400 Punkte (der Tout waren 3x800pt) gut zu machen muss man mit seiner Strategie etliche zusätzliche Spiele erfolgreich doppeln und gewinnen. Also sicher unrentabel...

Ich würde auch in allen Beispielen klopfen außer dem dritten. Man sollte halt (wie sonst auch) das Klopfen so lange rauszögern, wie es geht, und vom Verhalten der Gegner abhängig machen. Je mehr Leger schon drinliegen, desto größer die Gefahr, dass auf die zweite Hand nichts gescheites mehr nachkommt.

am rentner sind die von dir sogenannten "wenzleger" ja durchaus mehr als wenzleger. meistens wird daraus nämlich doch ein rufspiel werden, oder man wird gerufen. die wahrscheinlichkeit dafür erhöht sich ja drastisch mit jeder rufsau auf die man klopft. ich würde auch auf jedes beispiel bis auf das dritte klopfen, außer es wird schon wehement vorher geklopft, dann prüfe ich die hand nochmal genauer und unter einbeziehung des gegnerischen klopfverhaltens (offensiv/defensiv) und der position, ob ich die odds noch zu meinen gunsten einschätze.

Hast scho recht FileNotFoundExcp (ganz schön langer Name). Sowas is eigentlich nie ein reiner Wenzleger. Aber ohne 4 zu legen bedeutet für mich, dass eine reine Rufspekulation unrentabel ist.

Versuch einer Definition:
Ohne 4 legen wenn ich hiermit schon mal 3 relativ sichere Stiche für einen Wenz erwarten kann. In der Mitte eher mit 4 relativ sicheren.

Was haltet Ihr von der Definition?

>Aber ohne 4 zu legen bedeutet für mich, dass eine reine Rufspekulation unrentabel ist.

die summe der spekulationen muss halt nen höheren mittleren gewinn werfen als ohne klopfen, damit ich klopfe.

Hab da wieder was von einem Mitspieler. Mir iss er zu riskant, aber ich könnte als "mitgeschädigter" damit leben. (Nur war ich diesmal der glückliche Gewinner)

Gras-UnterHerz-UnterDie HundsgfickteHerz-Acht 1.Pos

Auf sowas klopfe ich ohne lang nachzudenken.

Wie gesagt, ich würde es nicht krumm nehmen, wenns schief geht, aber in dem Beispiel gabs ein wenig Unmut am Tisch, daher will ich des Spiel nicht posten. ;-)
Meine Karten Der AlteDer BlaueDer RoteDer RundeSchellen-ZehnSchellen-AchtDie BlaueHerz-Neun

Ja freilich kann das passieren, und man ärgert sich natürlich auch gehörig wenn man mit dem Leger einem seine Laufenden veredelt hat.

Aber es sollte ja nicht das Ziel sein, den worst case (sprich den potentiellen Anschiss) zu optimieren, sondern den durchschnittlichen Gewinn.
Und da erscheint mir die obige erste Hand schon lohnenswert.

Aber wie gesagt: Ich denke es ist sehr wichtig den Leger möglichst lang rauszögern um keine unnötige Information preiszugeben und auf andere reagieren zu können.
Wenn schon zwei andere geklopft haben, würde ich damit eher nicht mehr klopfen.

Weil es grad ganz gut herpasst:#221.568.401
Danach war die Stimmung am Tisch auch etwas angefressen.

Dein Beispiel ist für mich eins von absolutem Legen ohne Plan. Da hat auch kein Wenz oder Fw eine reelle Berechtigung, das ist reine Spekulation.

2

na jungs!
klarer Leger!

stadorfer, ffpfranz?

BEARBEITET:
Dieser Beitrag bezieht sich auf das Beispiel
Gras-UnterHerz-UnterDie HundsgfickteHerz-Acht
vom Deibenker, das aber von Tecumseh gar nicht gemein war.

Tecumseh:
Bitte die Angabe genau lesen :)

Es geht dem Diskussioneröffner um Lang *ohne Extras*. Da sind Einzelspiele wesentlich seltener als mit Farbwenz und Geier, und demzufolge die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass ein Rufspiel zustandekommt.

Und das ist auch die Hauptmotivation zu klopfen: Für ein Rufspiel sind 3 Trumpf + Farbsau + durchschnittliche zweite Hand eine sehr gute Startausrüstung. Wenn es am Ende ein Wenz werden sollte, umso besser. Auch zu bedenken: Nach der ersten Hand ist die Gefahr deutlich gesunkten, dass ein Gegner einen Wenz ansagt und gewinnt.

Und ja: Die meisten Klopfer sind Spekulation ohne konkreten Plan. Und zwar grob gesprochen die Spekulation, dass es wahrscheinlicher ist mit dieser Vorgabe zu gewinnen als zu verlieren. Wer nur auf 100%ige erste Hände klopft, verschenkt auf lange Sicht deutlich.