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Schafkopf-Strategie: Profil-Statistiken

Sodele,

ich bin ja ein ausgewiesener Fan von Schafkopf-Statistiken. Wie bereits mehrfach bewiesen, bin ich aber eben nicht nur Fan davon, sondern auch Laie darin.

Die seit Kurzem bestehenden Statistiken im Profil begeistern mich ohne Ende. Jetzt stellt sich mir aber eine entscheidende Frage: Wie zum Teufel ziehe ich daraus Vorteile für mich selbst? Wie kann ich mein Spiel dadurch verbessern?

Daher stelle ich mal folgende Fragen zur Diskussion:

1. Welche Prozentwerte bei der Gewinnquote sind die Erfolgversprechendsten?

2. Welche Prozentwerte bei der Spielquote haltet Ihr für sinnvoll?

3. Welche Informationen zieht Ihr aus diesen Statistiken und wie verwertet Ihr sie innerhalb Eurer Spielweise?

Ich hatte kurzfristig in der Zockerstube eine Wenz-Gewinnquote von 81 %. Da dachte ich mir dann schon, ob ich vielleicht eine feige Sau bin. Gut, die Quote habe ich souverän reguliert...

Mir ist klar, daß es auf meine Fragen nicht DIE richtigen Antworten gibt. Daher bitte ich Euch (alle, die sich ungern "in die Karten schauen lassen", brauchen sich nicht angesprochen fühlen), Eure Einschätzungen dazu abzugeben.

Auf interessante Beiträge freut sich
Pete Wissbegier

Ich hab auch schom mal bisserl die Profile durchforstet und komme zu dem Ergebnis das die (meiner Meinung nach) finanziell erfolgreichsten Spieler in da ZS eine Einzelspielgewinnquote von 79 bis 83% haben bei einer Spielquote von 24%.

Pete, nach hochkomplexen mathematischen Berechnungen, die ich Dir nicht zumuten möchte, komme ich auf folgende Idealwerte:

65,5% Sauspiele (79%)
8,0% Farbwenzen (76%)
2,8% Geier (74%)
6,6% Wenzen (76%)
17,0% Farbsoli (71%)

...so, Spässle gmacht, zum Ernst des Lebens.

Ich halte 76 % für ideal.
100 % würden ja bedeuten, ich spiele nur die ganz sicheren. Das klingt zwar nett, aber ich lasse zuviel durch. Je näher ich an 50% komme, desto dööfer.
75% wäre exakt die Aufhebung zwischen Mehreinnahmen durch Mut und Mehrausgaben durch Übermut.* Also sollte es ein bißchen drüber sein (was bedeuten würde, ich spiele nicht ausreichend riskante Sauspiele. *grübel*)
Wichtig bei den 76% ist natürlich, dass Deine Spielerquote dabei möglichst hoch sein sollte. Erklärung im Prinzip wie oben, also Minimum 26%.
Sobald sie über dem statistischen Viertel liegt, würde ich mir da keine Gedanken mehr machen - wenn die Gewinnquote in sinnvollen Bereichen (in aller Bescheidenheit, so zwischen 70 bis 80:-)) ist bzw. bleibt, ist es eigentlich egal. Vermutlich wird auch ein absoluter Spitzensuperduperspieler aber diese Gewinnquote nicht erreichen, wenn die Spielquote über die 40% geht.

Konsequenzen: Für statistisch wirklich relevante Zahlen sind mir zu viele Faktoren (Kartenglück, Verklicker, Timeouts u.ä.) für meine Spielanzahl drin. Dennoch, tendenziell: Ich spiele entweder zu viele Farbsoli, oder ich spiele sie zu schlecht. Oder beides:-)

*Ich schätze aber, dass es sich bis etwa 70-73 % immer noch lohnt, weil Dein Spielen andere vom Spielen abhält. Wenn ich einen schlechten Wenz einmal gewinne, das nächste mal verliere, aber in beiden Fällen einem teuren Geier ausweiche z.B.
Natürlich habe ich auch durch z.B. ein schlechtes Herzsolo meist ein gutes Rufspiel ausgeschlagen, aber es gibt ja noch drei andere Farben.

Nur kurz dazwischen rein:

Jaaaaaaaaaaaa, ich bin ein "absoluter Spitzensuperduperspieler" - zumindest im Vereinsheim:

"42% Spieler, 70,5% Sauspiele (76%)" ;-)

Das kann also leider so nicht stimmen...

Aber danke an Dich, hosenlatz. Ich wette allerdings, daß Dich das jetzt schon ein wenig ärgert. ;-))

Nein, es ärgert mich nicht ein wenig:-)

Da steht Sauspiele Pete, mitschleifen lassen zählt nur als "Duperspieler", die anderen beiden Adjektive kommen erst bei den Einzelspielen dazu ;-))

@topic
ich geh da mit den Ausführungen der Lederhose voll mit.

Wahscheinlich ist Rudis Einschätzung für die Motivation des reinen "ich will Geld verdienen" am opimalsten, mir aber zu defensiv.

Faktoren die noch mit reinspielen:
- warum Spiel ich (Spass vs Geldverdienen)
- mit wem Spiel ich
- Tarif + Varianten
- Kurz/Lang

denk auch dass Spielerquote 25% - 30% und Werte um die 75% bei den Einzelspielen Richtung Optimum geht.
Sauspielquoten (gespielt) von über 75% sind auch eher Richtung "Oma" angesiedelt

hallo, bin bei 80%. denke nicht das ich nur rufomas spiele

ich glaub, es waren 80% sauspiele und 20% einzelspiele gemeint, und nicht die siegquote bei sauspielen :-)

Edith sagt: too late, danke MT ;)

ich red nicht von der Gewinnquote, ich meinte den Anteil an deinen angesagten Spielen ;)

Dieser Eintrag wurde entfernt.

Man sollte es übrigens vermeiden zu spielen , wen die Mischkatze agnesium online ist , weil es da vermehrt schlechte Karten gibt .
Ich nenne das den Agnesiumfaktor .

apropos, warum ist 75% gewonnene spiele optimal?
ich hab als persönliche faustregel 2/3, also 67%, festgelegt, damit sichs lohnt... ist aber halt nur ein gefühlter wert.

nach meinem (sehr, sehr mageren) statistikverständis wär das so:
ich hab nen tout, den ich zu 75% gewinne und zu 25% mit kontra verliere.
der einfachheit halber: beim gewonnenen spiel bekommen ich von jedem spieler einen euro, d.h. bei 3 von 4 gewonnenen spielen krieg ich insgesamt 9 euro. für das verlorene spiel zahle ich 6 euro, also hab ich immernoch ein plus von 3 euro, wenn ich den tout immer spiele.

selbst mit tribut sollte da doch noch was übrig bleiben, außerdem bekomm ich ja insgesamt nicht auf jedes verlorene spiel (losgelöst vom beispiel) ein kontra. oder hab ich nen knoten im kopf?

ps: ich finde, das wichtigste indiz ist generell die spielerquote, die über dem durchschnitt (25%) liegen sollte.

Ja da wärs schon noch intressant wie man gerade darauf kommt nen Tout genau zu 75 % zu gewinnen oder nicht zu 80 % oder 40 % oder was weiß ich was lool

meine güte cross, das war ein rechenBEISPIEL, ist doch schnurzpiepegal, ob es einen solchen tout gibt oder nicht.

Was nützt dir so ein Rechenbeispiel , wenn du vorher nicht weißt zu wieviel % du den Tout gewinnst ? ;-)

les halt einfach nochmal meinen beitrag, statt immer so einen schmarrn zu schreiben. es geht darum, ob die 75%-gewonnene-spiele-quote optimal ist.

Weil es ne 75%-gewonnene-spiele-quote gibt ,gewinnt man jeden Tout zu 75 % .
Das leuchtet ein *lach

Nein, du gewinnst 75% aller spiele, die du als solche angesagt hast.

Wenn du lauter spiele ansagst, die du nur zu 40% gewinnst, wirst natürlich eine solche Quote nicht erreichen.
Und wenn du eine Quote von 75% hast, dann heißt das ned, dass du alle spiele zu 75% gewinnst, dann hängt natürlich vom Blatt ab. Aber du kannst ja dann entscheiden, ob dir das Risiko zu hoch ist, oder ob du es spielst.

Was ein Tout mit dieser Quote zu tun hat, ist mir schleierhaft, denn die Quote beziehst sich ned auf Touts sondern auf alle Spieler dieser Sorte.

So, genug Trollfutter. Mehr gibts nicht.

Vermutlich wollte das Strichmännchendings sowas Triviales darstellen :

Gewinnwahrscheinlichkeit * Einzelspielgewinngeldwert > Verlierwahscheinlichkeit*Einzelspielverliergeldwert
=> man sollte Spielen

Gewinnwahscheinlichkeit * Einzelspielgewinngeldwert < Verlierwahscheinlichkeit*Einzelspielverliergeldwert
=> man sollte nicht Spielen

kopf->wand
also: meinetwegen streich das "tout" aus meinem beispiel, spielt auch überhaupt keine rolle.
meine frage lautet:
welche quote an gewonnenen spielen ist optimal in der eigenen statistik?
bei 100% spiele ich zu wenig. bei 50% zu viel.
wo liegt die optimale quote? wie kommen die vorredner auf die 75%?

mein beispiel sollte aussagen: auch bei einer gewinnquote von unter 75% gewinnt man langfristig.

@cross:
im grunde ja. da fehlt aber noch platz für kontras und tribut, sonst würde ich ja mit 51% gewinnwahrscheinlichkeit (ob beim einzelnen spiel oder insgesamt is ja wurscht) noch plus machen. ist aber in der praxis nicht so.

leger ned zu vergessen! ist doch ein unterschied

Wieviel man spielt hat nur damit zu tun welche Karten man bekommt und welches Risiko man eingehen möchte.

Das entscheidende für möglichst viele Punkte bekommen ist optimal zu Klopfen ,da das die größten Auswirkungen auf die Punkte hat .

Man sollte lieber öfter klopfen als zuwenig ;-)

Klopfwerte kann man sich ja errechnen ab welchen 4 Kartenkonstellationen klopfen gut ist und wann nicht .
Ich glaub ich habe hier im Forum sogar mal n Bsp gebracht .

Zum Klopfen habe ich ja schon mal eine Nachfrage (im Thread "Mit was Klopfen" oder so) gestartet, senego. Das Ergebnis war, wie ich es erwartet hatte: Sehr unterschiedlich. Deshalb waren meine jetzigen Fragen darauf nicht bezogen. Für mich ist und bleibt das Klopfen einfach der Haupt-Glücksfaktor beim Schafkopfen. Bei den erhaltenen Karten bin ich nach wie vor der Überzeugung, daß es sich auf lange Sicht absolut ausgleicht. Wieviel ich für meine angesagten Spiele allerdings bekomme, hängt dann auch vom Klopf-Verhalten der Mitspieler ab. Da dieses aber sehr unterschiedlich ist, ist es für mich nicht kalkulierbar - daher FÜR MICH Zufall.

Die Spielquote alleine kann's aber natürlich auch nicht ausmachen. Wenn ich jeden Rotz spiele, daher eine Spielquote von 65 % habe und Gewinnquoten um die 30 % einfahre, werde ich vermutlich auch kein Millionär. Aber genau um dieses Verhältnis geht es wohl: Spielquote und Gewinnquoten.

Ich werde Euch hierzu später wohl noch mit einigen Gedanken und Anregungen belästigen. Jetzt lese ich aber erstmal (fast) alle vorhandenen und hoffentlich noch kommenden Beiträge aufmerksamst durch.

Danke jedenfalls schon mal bis hierher.

um mal wieder auf den Kern zu kommen, bzw die Frage von MT:

Einfaches Rechenbeispiel:
Spieler A-D,verschiedene Tische, 1000 Spiele, keine Leger, laufende vernachlässigt, optimale LaPlace-Bedingung (alle gleiche Karten), kein Tribut

A: 20% Spieler, 80%/20% Sauspiel/Solo, 85% Sologewinnquote
B: 28% Spieler, 60%/40% Sauspiel/Solo, 75% Sologewinnquote
C: 28% Spieler, 60%/40% Sauspiel/Solo, 60% Sologewinnquote
A: 25% Spieler, 75%/25% Sauspiel/Solo, 75% Sologewinnquote

A bekommt nen 10 Euro Bonus D nen 5 Euro Bonus
wegen Omasauspielen statt Solos
B und C bekommen - 10 Euro wegen höherer Kontragefahr
Alle Solos kosten 1 Euro

A spielt 40 Solos, G34 V6 = +84 (+10)=94
B spielt 96 Solos, G72 V24 = +144 (-10)=134
C spielt 96 Solos, G58 V38 = +60 (-10)=50
D spielt 67 Solos, G51 V16 = +105 (+5)=110

Was du in deinem Beispiel, bis dato vernachlässigt hast ist, dass du die gewonnenen der Gegenspieler ja auch mit zahlst.

Wenn die 4 an einem Tisch spielen würden (geht mit den zahlen oben nicht, da da mehr als 1000 Spiele rauskommen)

müsste als Beispiel A noch (72-24) = 48 an B zahlen, wäre also nur noch bei 46
(C und D kommen auch noch weg)

Die Rechnung da oben ist wie gesagt stark vereinfacht.

Soll nur darstellen, wie ich auf die 75% gekommen bin in etwa.

Das ganze in Verbindung mit der Spielquote und dem Verhältnis Sauspiel/Solo