Schafkopf für Freunde

Schafkopf-Forum

Verbesserungsvorschläge: Legen von der Entscheidung anderer abhängig machen.

Beim Legen geht mir eine taktische Finesse bei sauspiel.de ab.

Ich kenne es so:
Mit meiner Entscheidung, ob ich legen will, kann ich warten bis alle vor mir sitzenden sich entschieden haben.

Also so:
Entweder der Ausspieler legt, oder er signalisiert durch das Aufheben der zweiten vier Karten, dass er nicht legen will.
Der Spieler an Position 2 wartet, bis sich der Ausspieler entschieden hat (also bis der Ausspieler entweder gelegt oder alle 8 Karten auf der Hand hat) und entscheidet sich dann selbst.

Die momentane Situation auf sauspiel.de gleicht irgendwie eher einem Reaktionsspiel (und das passt definitiv nicht zum Schafkopfen): Man kann versuchen, bis möglichst kurz vor dem Timeout zu warten, und sich dann anhand der bereits erfolgten Leger entscheiden. (Ich hab schon manche Spieler beobachtet, die das wohl tatsächlich so machen.)

Eine Verbesserung stelle ich mir folgendermaßen vor:

Man kriegt die ersten 4 Karten und zwei Knöpfe angezeigt: "Legen" und "nicht Legen".
Ähnlich wie beim Spielen der Stiche hat man, nachdem sich alle weiter vorne sitzenden entschieden haben, ein paar Sekunden Zeit sich selbst zu entscheiden.
Das Zeitfenster an dieser Stelle braucht auch nicht so groß sein wie im Stichspiel.
Außerdem sollte man genau wie im Stichspiel seine Entscheidung schon vorgreifen können (die aber erst ausgeführt wird wenn man an der Reihe ist), so dass das Ganze in der Regel dann recht flott abläuft.
Wahrscheinlich geht es im Schnitt dann sogar schneller wie momentan, weil das pauschale 5(?) Sekunden Zeitfenster zum Legen nicht mehr nötig ist.

dazu die Knöpfe - kontra, nicht kontra, re - nicht re
und bis dann ein paar Spiele gemacht sind, ist Weihnachten.

Warum?

Wie gesagt, ich glaube eigentlich nicht, dass es langsamer wird.

Im Gegensatz zu irgendwelchen Kontra-Knöpfen (die alle heiligen Zeiten zum Einsatz kommen) beginnt ja jedes Spiel mit der Leger-Entscheidung.

Und hinsichtlich des Legens empfinde ich das Schafkopfen auf sauspiel.de als taktisch deutlich ärmer als beim richtigen Schafkopf.

Also bei uns im echten Leben darf auch jeder legen, bevor er die zweiten vier aufnimmt. Da noch ein Ordnungssystem zu schaffen, ist mir dann doch zu deutsch....

Freilich darf jeder Legen.

Genauso darf er mit seiner Entscheidung aber warten, bis er dran ist.
Das ist kein zwanghaftes (lies "deutsches") Ordnungssystem, sondern einfach eine vernünftige Konvention, die diese Spekulationen "legt noch jemand... schaut nicht so aus... dann hau ich noch schnell einen rein" wirkungsvoll entschärft.

Und im Spiel mit echten Karten läuft das Ganze definitiv völlig reibungslos ab.
Die die weiter vorne sitzen kriegen ihre Karten ja auch früher.

Also ich weiß nicht, wie es die anderen machen. Ich schau meine ersten 4 Karten an, dann weiß ich, ob ich lege oder nicht. Das geht dann einfach spontan. Bin ich mir etwas unsicher und sehe, daß ein anderer schon gelegt hat, dann lass ich es bleiben. Außer natürlich dass meine Karten sehr gut sind. Meistens sind dafür meine zweiten nix mehr.

Ich halte den Vorschlag für sehr vernünftig. Mir passiert es übrigens hier immer wieder, daß ich mir denke: "Hoppala - wenn ich gewußt hätte, daß da noch zwei genauso spät legen werden wie ich, hätte ich mir meinen Leger definitiv gespart."

Kann Dir, wenn nacheinander gelegt wird, doch genauso passieren. Ich finds Schmarrn.

Naja so unrecht hat er nicht. Gibt schon ein paar Spieler die z. B. mit 3 Ober bis zuletzt warten mit dem Legen.

Wir legen auch nach der Reihe, aber ich denke hier bei Sauspiel aus Zeitgründen nicht umzusetzen (gibt eh schon genug Schläfer).

Da gibts doch wieder (wie so oft) an ganzen Kubikmeter voller verschiedener Varianten. Und bei jedem isses natürlich so, dass die gewohnte Heimvariante die einzig seeligmachende ist.

Wir legen meistens garned.
Wenn dann legen wir durcheinander.
Ab und zu auch auf zwei Leger gedeckelt. (je nachdem ob die Studenten am Tisch sind oder ned :-)
Was i a scho gsehn hab nur der erste darf legen, legt er darf der zweite auch, legt der wiederum dann darf der dritte mit usw.

Richtig oder falsch wer möchte des entscheiden. Beim Schafkopfen ist richtig was gefällt!

Amen

Macht doch nix, wenn man im letzten Moment legt und drauf wartet, dass die anderen den Fisch fett machen. Mir taugt es so wie es ist. Und ich hab ne gute Reaktion. ;-)

hast ja auch energisch geklopft, ms... und kaum wochen später hattest du deinen musketier... immer noch eine sauspiel-erfolgsgeschichte!

back to topic: das klopfen "hintereinander" statt "durcheinander" bietet aus meiner sicht nur einen vorteil für "angsthasen" -nach dem motto: wenn der andere schon klopft, dann trau ich mich nicht - meiner meinung nach sollten da die eigenen karten und die besondere spielsituation die wichtigere entscheidungsgrundlage sein; ich bin also nicht dafür.

aber oachekine, respekt! du hast dein anliegen plausibel und verständlich vorgetragen, wahrlich eine seltenheit in diesem forum. nochmals dank dafür!

Ich habe gestern - in einer nette Runde - einmal in allerletzter Sekunde mit zwei Farbsäuen und dem Herzzehner gelegt.
Spricht aus meiner Sicht manches dafür, aber bei Klopfgegnern wirst Du hinterher natürlich verprügelt, wenn einer ein Solo mit Laufenden spielt.
Als Erstentscheider hätte ich nicht gelegt, weil es ja nicht drei werden sollten....

Ich bin ähnlich wie Du, Oachekine, dass ma sich auch mal anschaut, was so passiert und dann vllt doch noch mit ner marginalen Hand legt. Problem natürlich ist, dass du den Grad zwischen Livespiel und Onlinespiel nie wirklich beheben kannst. Du wirst nie jemanden ins Gesicht sehen können und auf Gestiken bzw. Mimiken reagieren können. Die Idee an sich ist gut!

Das verstehe ich nicht.
Deine Argumentation (schauen, was so passiert, und sich dann vielleicht mit marginaler Hand doch noch fürs Legen entscheiden) spricht doch eher für das gültige, denn für das Ordnungssystem?

ebend...

so passt es schon

Bauchgefühl ist alles und eine gute Nase braucht Mann

Servus

In meiner Echtrunde spielen wir, wer legt muss auch spielen, egal was. Wenn er gesperrt ist, hat er ein Problem. Da überlegt man schon, ob man legt.

Dafür kann auch nur einer Legen

Bei uns is so, jeder kann auch vorlegen, aber man darf als Spieler der an nächster Position sitzt warten, ob der Vordermann legt oder nicht...Find ich auch besser da kann man an 4 auch mal nur auf Spekulation legen ; )

Im echten Leben spielen wir auch so, daß einer nach dem anderen legt und so hat man schon einen gewissen Spielraum bei halbseidernen Blättern. Aber eigentlich find ich es ganz gut, wie es hier bei Sauspiel gelöst ist. Wenn man die Entscheidung zu legen oder nicht, davon abhängig machen muß, ob jemand anders auch legt oder nicht, ist es meistens eh kein zwingender Doppler. Oder andersrum: entweder man hat einen oder nicht!
Auf einen Unter und drei Grün zu doppeln ist (bei Spiel mit Farbwenz) zwar riskant, kann sich im Einzelfall aber auszahlen. Ob es sich auf lange Sicht auszahlt, sollte jeder selber herausfinden ;-) Und deswegen gehört mit diesem Blatt entweder immer gedoppelt oder gar nicht. Eier, wir brauchen Eier!

Hmmm, ich Eierloser denke mir schon oft: "Einen Leger insgesamt sind mir diese vier Dreckskarten schon wert - schließlich wäre es ja unter Umständen theoretisch denkbar, daß...". Einen dritten Leger zum Beispiel würde ich mir da dann oft verkneifen, weil mir das Spiel oft selbst bei optimalen zweiten vier Karten immer noch im Verhältnis (!) zu teuer wäre.

Ich warte hier auch gerne etwas ab. Entweder, weil meine Karten zwar einen Leger rechtfertigen - wenn den wer anders bringt, solls mir aber auch genügen. Gerade an Tischen mit Farbwenz und Geier (bin ich hier oft) scheint mir das häufig sinnvoll.
Oder, wenn ich eh auf vier Unter legen will - vielleicht ist ja jemand anders so nett und unterstützt mich. Denjenigen möchte ich durch allzu schnelles Legen ja nicht verschrecken, das wäre doch unhöflich:-)

Aber ich kenne das Legen sowieso erst von hier. Oft vergesse ich das immer noch einfach. Aber es wird langsam:-)