Tratsch: Bester Start als Wenz-Gegenspieler mit Farbfahne

Muschefutz, 30. März 2020, um 13:33

Hallo, angenommen ich sitze an 1. Position, der Wenz-Spieler an 3. Position. Ich habe eine Grasfahne mit Ass, 10, Ober und 8 ansonsten einen Unter und 3 einzelnen Farben. Soll ich zu Beginn mit Grass rauskommen. Wenn ja, mit welcher Karte? Ich würde die Grassau spielen...Wie seht ihr das??
Vielen Dank

Esreichen61, 30. März 2020, um 13:38
zuletzt bearbeitet am 30. März 2020, um 13:39

Da du selber einen unter hast, musst du schauen, mit dem zu stechen. Bzw , falls noch ein unter bei einem Freund sitzt, dass er sticht.
Dies erreichst du, in dem du dich eine Farbe frei spielst, hoffst, dein Partner hat die Sau und du kannst Farbe nach stechen.( oder wieder frei machen und dann stechen)

bei Ass Anzug sticht der Spieler, spielt seinen tr und du bist deinen los.

also ist die Richtlinie:

bei selber unter Farbe frei spielen, bei keinem unter Sau raus. (Damit Partner mit 2 untern mehr tr hat wie der Spieler nach Einstich)

Esreichen61, 30. März 2020, um 13:40

Hast du keinen unter, empfiehlt es sich, nach der gras Sau auf der langen Gras zu bleiben, die Wahrscheinlichkeit ist gut, dass dein Partner 2 tr hat.

yellowschaf, 30. März 2020, um 13:46
zuletzt bearbeitet am 30. März 2020, um 13:47

Oder kontra geben und ass spielen. Dann zieht der Spieler nach dem einstich vielleicht nicht.

Nur blöd wenn er 3 hat, gibts re ^^

Esreichen61, 30. März 2020, um 13:48

Was soll des jetzt zu einer anfängerfrage, wenn du nicht mal das jk richtig checkst?

Er soll den Standard erstmal kennen und ned scho die Spezial Spezial Fälle

yellowschaf, 30. März 2020, um 13:54

Ich hab nur einen Tipp gegeben. Kommt kein kontra auf die sau weiss der Spieler sie stehen wohl auseinander und es ist einfach für ihn

Aber klinke mich wieder aus da mein Beitrag dir ja wieder nicht gefällt

Ansonsten hast du natürlich recht mit deinem Tipp.

Esreichen61, 30. März 2020, um 14:02

Du hast ja geschrieben, selber Kontra geben.

nicht, was du gerade geschrieben hast.

yellowschaf, 30. März 2020, um 14:16

Ja, das habe ich auch so gemeint. Wenn du vorne eines gibst, denkt er du hast 2 dagegen. Gibst du keines, spielst die sau, und dann kommt auch keines, weiss der Spieler bescheid. Kapiert wie ich das meine?

Esreichen61, 30. März 2020, um 14:18
zuletzt bearbeitet am 30. März 2020, um 14:18

Nein, du beschreibst das jk. Was anderes machst du nicht.
ich finde es völlig fehl am Platz.
Und du nimmst es persönlich.

yellowschaf, 30. März 2020, um 14:30
zuletzt bearbeitet am 30. März 2020, um 14:30

Tu ich nicht. Das sagst du. Nur es ist nicht immer richtig was du sagst.

Immerhin hab ich das jk kapiert ^^

Das kann man ja vorne oder hinten geben merk ich eben

Dann isses halt fehl am Platz. Lösche das gerne

MetzgersTochter, 30. März 2020, um 14:47

@ys
Es ist halt nicht sinnvoll, einem Anfänger zuerst irgendwelche Spezialfälle zu erklären, da kennt er sich ja gar nicht mehr aus. Analog: Wenn er fragt, ob er als Gegenspieler suchen soll, ist die hilfreichste Antwort "ja" und nicht "naja, bei blanker Ruffarbe lieber erstmal andere blanke Farbe um im Nachspiel Ruf abzuwerfen oder gleich Trumpf, damit der Spieler denkt, du bist Partner und Fehler macht". Auch wenn der Zusatz inhaltlich richtig ist.

@Muschefutz
Wie Esreichen schon sagt, hast du einen Trumpf, dann versuchst du, selbst damit zu stechen oder einem Partner mit hoffentlich ebenfalls einem Trumpf einen Stich zu ermöglichen. Dazu spielt man eine Farbe, in der man nicht die Sau hat. Entweder blank (da kann dann z.B. eine besetzte 10 des Spielers von dir gestochen werden) oder die längste Farbe, in der Hoffnung, der Mitspieler ist frei.

Hast du keinen Trumpf, solltest du eine Sau spielen, damit ein Parnter Kontra geben kann, wenn er 2 Trümpfe hat. Kommt kein Kontra, gibt es verschiedene Meinungen, wie man fortfahren sollte. ER schreibt, weiter Sauen spielen - falls jemand doch 2 Trumpf hat, sich aber kein Kontra getraut hat. Das sehe ich, vor allem mit Spieler hinten, anders - ich vermute da einen Trumpfvorteil beim Spieler (mind. 3 Trumpf oder auseinanderstehende Trümpfe bei den Freunden) und verfolge weiter den Plan, dem Spieler etwas rauszustechen.

yellowschaf, 30. März 2020, um 14:49

Das habe ich verstanden. War auch nicht böse gemeint

MetzgersTochter, 30. März 2020, um 14:52

Hatte ich auch nicht vermutet :-)

christophReg, 30. März 2020, um 23:30

Man kann diesen Ratschlag aber manchmal auch bewusst ignorieren, wenn der Bauch was anderes sagt:-)
https://www.sauspiel.de/spiele/995476259-geie...

christophReg, 30. März 2020, um 23:39

Hier übrigens ein sehr interessantes spiel zum Thema, bei dem ich mich LEIDER nicht an meine eigene Regel gehalten habe:
https://www.sauspiel.de/spiele/993957016-wenz...
Das ist einfach kein Stoß und trotzdem gewinnen wir genau dann, wenn ich Gras weiter bringe.

christophReg, 30. März 2020, um 23:40

P.S. Auch wenn der Gegenspieler hinten sitzen würde.

MetzgersTochter, 31. März 2020, um 08:52

Christoph, das erste Spiel geht aber genauso für euch aus, wenn du dem Spieler "standardmäßig" in Herz einspielst. Da sehe ich keinen Vorteil der Abweichung - im Gegenteil. Es ist Dusel, dass Pos. 2 Die Alte lang hat und als einzige Schmier auch reinlegt, obwohl Spieler dahinter. Ich hätte das nicht gemacht. Das Spiel ist ja sofort kaputt, wenn der Spieler Schellen frei ist und/oder Eichel-Zehn hat. Wenn der Spieler selbst mit Fehl kommt, kann man viel leichter schmieren.

Beim zweiten bezweifle ich, dass Gras Nachspiel euch den Sieg bringt. Der zweite Stich bringt euch nur 8-14 Augen, je nachdem was Pos. 3 legt, und der Freund müsste im 3. nochmal Gras bringen (und selbst dann ist es noch nicht der Sieg).

Davon abgesehen weißt du ja nicht, wie Gras steht. Wenn deine Freunde beide noch eins mithaben, kann der Spieler für 7 Augen abwerfen und dann muss eh eine neue Farbe raus.

christophReg, 31. März 2020, um 15:01

MT: klar ist da Dusel dabei. Aber was du schreibst stimmt nur teilweise. Erwische ich nicht Herz, sonder Eichel am Anfang, geht die Die Altezum Spieler und damit das Spiel verloren.
Das zweite hab ich lang analysiert beim Einstellen, das kann durchaus gewonnen werden (wenn der Spiel Herz-Neunwirft, ist es soweit, weil da kommt Schellen-Zehn und natürlich muss das dritte Gras raus). Und wenn nicht, scheitert es nur an der Schellzehn.
Der Hauptpunkt ist aber, dass der Gegenspieler definitiv kein Kontra hat aber trotzdem zwei Bauern. Und darauf muss gespielt werden, weil die Gewinnchancen ungleich höher sind (äh so meine bekannte These:-).

MetzgersTochter, 31. März 2020, um 17:29

Zum ersten:
Bei deinem Blatt erwischt man aber nicht Eichel, wenn man auf Herz den König hat ;-)
Ich wollte ja nur darauf hinaus, dass das Abweichen vom Standardspiel hier keinen Vorteil gebracht hat.

Zum zweiten:
"Der Hauptpunkt ist aber, dass der Gegenspieler definitiv kein Kontra hat aber trotzdem zwei Bauern."
Naja, dass das vorkommen kann, ist ja unbestritten. Ich behaupte aber, dass in der Mehrheit der Fälle bei ausbleibendem Kontra keine 2+ Trumpf beim Freund sind. Und deshalb halte ich es für erfolgversprechender, diese Mehrheit an Spielen mit meiner Spielweise abzudecken. Dass ich dabei vermutlich die Spiele verliere, bei denen der Partner doch stark ist, ist klar. Umgekehrt verlierst du meiner Meinung nach mehr Spiele, bei denen der Spieler 3+ Unter hat oder kein Zusammenstand besteht.

MetzgersTochter, 31. März 2020, um 17:36
zuletzt bearbeitet am 31. März 2020, um 17:38

Das zweite Beispiel halte ich übrigens für deine Argumentation nicht besonders geeignet, da gibt es bessere Beispiele. Wenn Gras-König Gras nicht nachspielen kann oder will (weil z.B. Spieler hinten und einen Unter selbst), was nicht unwahrscheinlich ist, hat dir der Stich wesentlich mehr geschadet als geholfen.

Hättest du selbst z.B. Die BlaueGras-KönigGras-Acht, wäre das Nachspiel wesentlich besser, weil sicher ein Partner frei ist und du deinen Plan konsequent weiterverfolgen kannst.

christophReg, 31. März 2020, um 18:14

Deswegen hielt ich es ja gerade für geeignet; das was du aufzeigst wär für mich ja überhaupt keine Frage:-).
Wir sind uns ja meistens einig, dass man einen Plan verfolgen eollte. Genau den seh ich hier nur mit Grasnachspiel. Es muss ja der Spiele mit Gras-Könignicht unbedingt den letzten Gras haben, er kann ja auch noch eine Sau haben.
Ich lass da nicht locker, beim ER hab ich glaub schon mehr erreicht:-).

MetzgersTochter, 31. März 2020, um 19:44

Wild wirds ja erst, wenn man die beiden Pläne ab und an durchmischt :-)

christophReg, 31. März 2020, um 20:04

Ja eh, sonst ist man ja total berechenbar:-)

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