Tratsch: Märchenstunde

Hoofer, 02. Mai 2019, um 09:24
zuletzt bearbeitet am 02. Mai 2019, um 09:31

Ein Sauspiel- Märchen, von Hoofer verfasst in nüchternem Zustand!!

Es war einmal ein kleines schüchternes Mädchen.
Dieses tauchte eines Tages im Volk der Sauspieler auf.
Mit seinem herzerfrischenden Wesen fand es bald viele Freunde unter dem Volke.
Auch ein Ritter des Königs verhehlte seine Sympathie für das Mädchen vor dem Volk nicht.
Der Ritter jedoch war nicht bei allen beliebt.
Wegen seiner oft Gift und Galle verspritzenden Lanze hatte er nicht nur Freunde.
Auch in dem Spiegel, den er vielen vorhielt, wollten diese sich nicht gerne sehen.
Das schüchterne Mädchen aber bedachte nicht nur den Ritter mit seiner Zuneigung.
Spott und Häme ergossen sich daraufhin über den Ritter, und auch von den Ritterspielen wurde er ausgeschlossen.
Zutiefst in seiner Ritterehre gekränkt, stülpe er sich der Sage nach eine Tarnkappe über das Visier und attackierte seine Spötter auf das Übelste!
Diese baten den König um Hilfe.
Schweren Herzens belegte der weise Herrscher seinen Lieblingsritter mit der schrecklichsten aller Strafen, dem Sauspiel-Bann.
Seit der Zeit irrt der Ritter fuehrerlos durch den Bayerischen Wald und hofft, dass sein einstiges Volk reuevoll den König um Gnade und um Aufheben des Banns bittet.
Er hofft wohl vergebens.

Blechkultur_Kim, 02. Mai 2019, um 09:42

das "Mädchen" wird wohl eher ein Mädchen in Knabengestallt daher kommen!

Hoofer, 02. Mai 2019, um 19:04
zuletzt bearbeitet am 02. Mai 2019, um 19:09

Fortsetzung und Schluss des
Sauspiel-Märchens.
Ersonnen und niedergeschrieben nach
reichlich Genuss eines Zoigl-Zauber-Tranks!

Allein und schutzlos, den Verbannten hielt es nicht lange im Wald.
Listig ersann er für sich einen neuen Namen, und fortan mischte er sich wieder unter das Volk. Freund und Feind erkannten ihn, den einstigen Ritter, jedoch sofort wieder.
Seine treuen Freunde jubelten ihm zu, seine zahlreichen Widersacher blickten betroffen und schüttelten sorgenvoll ihr Haupt.
Auch dem alten König blieb die Schlitzohrigkeit seines ehemaligen Ritters nicht verborgen.
„Was soll`s“, sprach der König zu sich selbst, lächelte verschmitzt und zwinkerte sich im Spiegel zu.
„Solange er meine Regeln befolgt, die ich zum Schutze meiner Untertanen aufgestellt habe, lasse ich ihn gewähren. Hab ich doch einen Ritter
und nicht einen sträfling mit meinem Bann belegt.“
Das schüchterne Mädchen aber ward seitdem nicht mehr gesehen.
Es soll ob des Ritters traurigem Schicksal an gebrochenem Herzen gestorben sein!
Andere wollen wissen, dass das Mädchen sich einem Bürgerlichen von der Wasserfallsippe zugewandt
hat.
So soll es mit ihm, einer Schar Kinder und viel Katzengetiers auf der Regensburg oder auf der Augsburg zufrieden leben.
Von der Alchemie und anderen Hexereien hat es sich losgesagt!

Ein Märchen nur, denn der König hat letztendlich auf seine Untertanen Rücksicht genommen und auch den sträfling gnadenlos verbannt.

grubhoerndl, 02. Mai 2019, um 19:18

der mittelteil erscheint etwas verworren, wenn man ihn mit dem schluß verbindet... läßt der könig nun den ex-ritter gewähren oder im häfen verrotten?

Consigliere1, 02. Mai 2019, um 19:24

und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Hoofer, 02. Mai 2019, um 19:25

Leider hat der Märchenerzähler in Unkenntnis der rauhen Realität die Geschichte geschrieben, d.h. ihm war die kaltherzige Entscheidung des Königs noch nicht bekannt.
Außerdem, bei Märchen (und im Forum) soll man seiner Phantasie freien Lauf lassen.

ausgwaschelt, 02. Mai 2019, um 19:37

name des ritters
don quijote

sein knappe
sancho panza

das mädchen
Dulcinea von Toboso

Ursprünglich Untertitel des Don Quijote von Miguel de Cervantes.
Wird im Deutschen für tragische Figuren benutzt, die man aus dem Alltag kennt. Meist im mitleidigen Ton, weil es Leute betrifft, die gesellschaftlich abgestürzt sind, oder krampfhaft versuchen, einen Status darzustellen, den sie nicht besitzen.

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