Schafkopf für Freunde

Schafkopf-Forum

Tratsch: Sauspiel Dissen Süddeutsche Zeitung

Liebe Leute,
als ob ich es geahnt hätte, las ich heute morgen in der Süddeutschen Zeitung nicht wie üblich nur den Sportteil, sondern auch den Münchner Teil. Da kann man auf Seite 51 einen großen Abgesang auf das Schafkopfen lesen. Vor allem junge Leute fänden den Zugang zur schönen bayrischen Tradition nicht mehr. Alles gut und recht und dann kommt´s:
"Die meisten User der webseite sauspiel.de sitzen in Schwabing. Doch warum gehen die an den Rechner, statt einen Flur weiter zu ihrem Nachbarn oder gleich ins Wirtshaus? "Im Internet fehlt doch die Gemütlichkeit, und dass man nebenbei eine Weisswurst isst", sagt Fred Sichert vom Schafkopf-Club."
Sauspiel als Totengräber der Schafkopfkultur?
Nachdem ich grade mein Abo gekündigt habe, frage ich mal, wie Ihr das seht.
Also ich habe noch nie soviel live mit Freunden Schafkopfen gespielt wie seit ich auf sauspiel bin. Weil ich hier so viele neue SPieler kennen gelernt habe.
Und junge Spieler gibt es hier doch wie Sand am Meer und täglich werdens mehr und können sich hier in Ruhe verbessern und dann in der Wirtschaft mal um Geld spielen. Wegen Internetschafkopf verzichtet doch niemand auf eine gemütliche Liverunde, oder?

Also ich mach mir jetzt ein paar Weißwürschtl heiß und spiel ne gemütliche Runde. Hier auf sauspiel.

aber so gesehen disst ja die Süddeutsche Sauspiel

Naja, habe den Artikel jetzt gelesen. Es ist meiner Meinung nach kein direkter Angriff auf Sauspiel.de, sondern eher ein missglückter Erklärungsversuch, warum immer weniger junge Leute schafkopfen. Ich weiß nicht, ob das Problem wirklich an der fehlenden Interessiertheit der [Zitat] "jungen urbanen Menschen" [Zitat Ende] liegt bzw. ob das Problem tatsächlich existiert. Gut, Passau ist jetzt grad nicht sooooo urban, aber ich hab eine Liste mit 18 Schafkopfern/innen, mit denen ich regelmäßig im Wirtshaus oder zuhause kartel. Die Jüngste ist 21, der Älteste 35 Jahre.

Meines Erachtens trägt sauspiel.de eher dazu bei, die Schafkopf-Kultur zu erhalten und zu fördern und in diesem Zuge auch die Neugründung realer Schafkopfrunden anzukurbeln. Ich für meinen Teil möcht trotz der vielen schönen Stunden im Vereinsheim auf sauspiel.de nicht auf die Runden mit [Zitat] "realen Karten aus Pappe" [Zitat Ende] verzichten.

Anbei der passende (interne) Link:
http://www.sauspiel.de/forum/diskussionen/969...

Wie ist denn der Titel des Artikels? Ich konnte ihn online leider ned finden, und meine SZ hier hat keinen Münchner Teil…

Schlechte Karten

Weil immer weniger Jugendliche Schafkopfen lernen, droht das Spiel auszusterben

(hab ihn online über die Uni-Bib gelesen, darf ihn aber aus urheberrechtlichen Gründen wohl eher net hier publizieren)

Na ja, so interpretiere ich die SZ jetzt nicht aus den von Dir zitierten Zeilen. Dem Internet-Schafkopf geben sie ja nicht die Schuld daran, dass immer weniger geschafkopft wird. Ist ja OK, wenn sie sich fragen, warum die Leute nicht auch richtig schafkopfen. Ich finde Sauspiel saugut und es setzt den Schafkopf auch recht gut um. Man kann hier schon ganz gut spielen. Aber trotzdem ist es nur eine Ersatzbefriedigung. Richtiges Schafkopfen im Wirtshaus oder am Küchentisch ist schon noch mal ganz was anderes. Aber super, wenn dann Sauspiel auch Schafkopfer im Wirtshaus zusammenführt.

Ich finde auch, dass sauspiel ne schöne ergänzung zum echten karteln is. wie kann der süchtige sonst mal schnell ne halbe stunde vorm abendessen a paar karten werfen? dass der schafkopf am aussterben is, glaub ich auch net. ich bin selber 30 und kartel mit leuten zwischen ca. 18 und 50+. durch sauspiel.de hat sich hier in nürnberg ne kleine regelmäßige echte runde (aktuell ca. 10 bis 15 spieler in wechselnder zusammenstellung) zusammengefunden und auch sonst versuch ich, mit den freunden einmal pro woche real karten zu spielen. sicher übt ein amerikanisches kartenspiel aktuell auch nen großen einfluss auf die kartler aus, aber die bajuwarische tradition wird so leicht nicht aussterben!

Aussterben wird das reale Schafkopfen mit Sicherheit nicht. Aber gerade auf dem Land hat man ja fast keine Möglichkeit mehr in seiner Wirtschaft einen gemütlichen Schafkopf zu spielen. Die Dorfwirtschaften haben alle (oder fast alle) zugemacht oder sich zu einem Speiselokal umgewandelt. Man will keine Raucher dort sehen, keine Klopfer, weils halt doch manchmal sehr laut zu geht. Dann darf man kein Alkohol trinken, wenn man noch nach Hause fahren will. Fazit: Man sitzt vor den PC, macht sich die Weißwürscht selber warm, trinkt ein, zwei oder mehr Weizen dazu und kartelt mit netten Leuten.

Wenns dann mal passt, hockt man in eine Kneipe und spielt dann so ein- zweimal im Monat mit einer Sauspielgruppe. Aber dazu muß man schon ein paar km fahren. Aber grad schee is.

Dem Janth kann ich nur beipflichten: Die bayerische Kartelkultur wird so schnell nicht aussterben. Was mir eher Sorge bereitet, und da gebe ich der Hexenblut recht, ist, daß man als Kartler in den Wirtschaften (selbst in kleineren Orten) zuzsehends zwar nicht gesagt bekommt, man es aber spürt, daß man nicht unbedingt willkommen ist. Selbst in einer Kleinstadt wie Altdorf, wo es noch relativ viele Wirtschaften gibt, und man meinen möchte, der Schafkopf gehöre hier in den Wirtschaften dazu, wird man schon dumm angeschaut, wenn man regelmäßig (einmal pro Woche) schafkopfen will. Es läuft dann daraus hinaus, daß man auf bewirtschaftete Sportheime ausweichen muß. So ergangen ist es auch uns mit unserem Scafkopfliga-Team. Unsere Trainingsabende finden jetzt bei der SC VICTORIA Nürnberg statt (30 km einfach von Altdorf entfernt!). Dort fühlen wir uns allerdings bestens aufgehoben. Und wir sind scheinbar auch herzlich willkommen.
Diese herzliche Aufnahme war der entscheidende Grund, warum wir dort auch unsere Real-Sauspiel-Treffs in Nürnberg/Nordbayern und die Sauspiuel-Frankenrunde abhalten. Nochmals vielen Dank an die Wirtsleute dort.

de süddeutsche schreibt eh bloß scheiß !!!!!

da kenn ich aber noch einen...
Außerdem schreibt die nicht nur Schei*e

doch !!!!

war ja eigentlich klar von wem der erste unqualifizierte Beitrag hier kommt.....

ich lese eh lieber bildzeitung die schreiben wenigstens keinen solchen scheiß xD

Ich hab schon ein paar Interviews zu Sauspiel gegeben und ich war echt immer erstaunt, wie wenig sich die Leute vorher damit auseinandergesetzt haben. Kurz Presse-Seite gelesen, das wars. Nie ein Spiel gemacht und dann natürlich auch nicht mitgekriegt, dass wir hier schon darauf aus sind, die Spieler zusammen zuführen. Selbst in Berlin finde ich inzwischen immer Mitspieler und ein paar Straßen weiter hab ich sogar Kneipe gefunden, wo man sich Freitags zu Schafkopfen trifft. Die haben übrigens im Forum geworben :)

Aber ich denke, wir sind sicher nicht schuld, dass die Schafkopf-Tradition in Gefahr ist. Da fehlt nur der Blick über den Schafkopf-Tellerrand. Ich frag mich wie verbreitet zu Zeiten von Lokalisten, Myspace und Facebook noch “Meine Schulfreunde” gibt. Die Alben, in die wir früher unsere Zahnspangenfotos reingeklebt haben und ewig überlegt haben, ob wir als Hobby lieber Barbie, Fussball oder Kino reinschreiben.

Außerdem möcht ich echt nur ungern eine Berliner Zeitung abonnieren :)

Gut überredet, ich behalt mein Abo. Aber unter Protest!
Ich würde so gern ein Zahnspangenfoto von Dir sehen, Agnes!
Büdde, büdde, büdde!
Kriegst auch ein Jugendbild von mir-die sind allerdings altersbedingt schwarz-weiß.
Wenn wir schon nicht die Jugend zum Brauchtum bekehren, können wir wenigstens in Jugenderinnerungen schwelgen.

real machts natürlich mehr spaß zu spielen, aber hier durch sauspiel hab ich viele neue kennen gelernt wo es auch im spaß macht(von paar ausnahmen abgesehen)
vor allem hat man hier halt den vorteil das man spätabends oder wenn man nur kurz zeit hat einfach mal spielen kann
für mich ist sauspiel die ideale ergänzung zum realen

ich find die sichtweise der sz da etwas schräg... klar is schafkopfen im internet was andres und der holztisch in der wirtschaft bis auf weiteres unersetzlich, aber ich würde schon sagen, dass es ein zeichen für die vitalität von schafkopf is, dass es im internet fröhlich floriert. aber es würd ja hier keiner spielen könne, wenns ned no sehr lebendig wär...

nur weil sauspiel einen größeren andrang hat als freds club, heißt es noch lange nicht, dass das schafkopfen ausstirbt.
es ist einfach mode, vorm pc zu spielen und wo ein chat ist (oder auch ein thread), da sind auch gleichgesinnte und freunde.
wir sind quasi die neue generation der (online)clubs, also zählt der bericht meiner meinung nach nicht viel

ich hab meiner mutter heut auch am telefon erklärt, wie toll sauspiel ist. die hat das ganze nach dem artikel mit diesen ganzen poker-u.ä.-abzock-seiten gleichgesetzt, dumm dumm... ich hoffe mal, der rest der leser reagiert da anders drauf....
und ich spiel sehr gern hier, 1. weil ich dann nicht noch ärmer werd ^^ 2. weils einfach immer schwieriger wird, mal ne real-runde auf die beine zu stellen... und so a schnelles spiel zwischendurch ist doch a super sach! :-)

so - zum entgegenwirrken gegen das austerben des realspiels geh ich jetz ins Wirtshaus - echt Kartln. wenn ein Zeitungsschmierer gern zuschauen will, bitte gern!

Ich auch, man findet mich ab 20 Uhr im Wahns'Inn zu Passaus Innstadt beim Spielen mit Pappkarten. :-)
Gut Blatt edmuina!

wenn die schreiberlinge das so schreiben wirds schon richtig sein...

wir sind halt über 80000 unwissende die nicht mehr real denken....

P.S.: danke mutti das ich so einer bin

Meines Erachtens sagt der Artikel in der SZ nicht aus, dass Schafkopfen im Gasthaus wg. sauspiel.de ausstirbt und schließe mich der Aussage Hirabira an, es ging eher darum das es wenig Nachwuchs gibt!
Nicht immer direkt mit Kanonen auf Spatzen schießen ;o)

Der Autor VERMUTET, dass Sauspiel UND andere Spieleseiten EINE der Ursachen für den ausgemachten Nachwuchsmangel sind. Die Zitate sehen ohne Zusammenhang schlimmer aus, als sie gemeint waren.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Den "Nachwuchsmangel" gibt's so nicht und Sauspiel fördert "Live"-Schafkopfrunden eher als dass es sie behindert. "Online" und "offline" sind da wie so oft zwei völlig unterschiedliche Sachen.

Martin, hast den Artikel inzwischen? Ansonsten meld dich mal ;)