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Tratsch: TAKTIK: Langer und kurzer Weg

Es wäre mal interessant die verschiedenen Meinungen und BEGRÜNDUNGEN zu hören! Folgende 2 Spielsituationen:

A) Anspieler hat einmal 2 o. 3 von einer Farbe und 2 blanke Farben - SOLO-Spieler sitzt auf der 4. Position
B) gleiches Bild - SOLO-Spieler sitzt jetzt auf der 2. Position

Die Einen sagen: LW-KF = langer Weg - kurze (blanke) Farbe...
Die Anderen sagen: immer die lange Farbe, damit jemand reinstechen und den Spieler schwächen kann...

Ich glaube mal, dass es für die Antworten unerheblich von der Spielform (langes/kurzes Blatt) ist! Das Szenario dürfte immer das Gleiche sein.
Es interessiert mich nur, WARUM es diese "Regelung" gibt und welche Taktiken Eurer Meinung nach dahinter stecken (zumindest bei LW-KF erscheint es mir unlogisch)???

Interessantes Thema, nairobi, da bin ich auch gespannt!!!
Trotzdem glaube ich, daß man hier sehr wohl zwischen Langen und Kurzen unterscheiden muß, oder?

Na gut, dann werde ich mich mal wieder wichtigmachen.

Es gibt hier ein erhebliches Informationsdefizit:

1. Welche Trümpfe hat Dein Ausspieler?

2. Hat er die Sau von der langen Farbe?

Die Wertigkeit seiner Trümpfe spielt meiner Meinung nach eine große Rolle, da es eine noch viel wichtigere Regel als "Langer Weg - Kurze Farbe" gibt: Ein trumpfstarker Sologegner sollte nach Möglichkeit Schmiere ausspielen und den Partnern die Schmiere nicht ziehen. Ansonsten gilt regelmäßig "Langer Weg - Kurze Farbe". Hat der Ausspieler keine Chance, das Spiel über Trumpf entscheidend zu beeinflussen, sollte er wohl seine Schmiere zurückhalten. Im Übrigen halte ich den Versuch, auf Biegen und Brechen dem Spieler eine Sau rauszuvögeln, für abartig. Dieses Schema funktioniert wohl eher nur bei der Kurzen, bei der Langen kann man das bestenfalls in Deinem zweiten Beispiel versuchen. Allerdings sagt meine Erfahrung, daß es auch hier meist sinnvoller ist, einen Blanken auszuspielen, um dann (so denn auch artig nachgespielt wird) einen der überflüssigen Trümpfe setzen zu können.

Ob der Ausspieler die Sau von von der längeren Farbe hat, ist wohl auch nicht ganz unwichtig. Ein zweifach besetzte Sau auf den langen Weg zu schicken, führt oftmals zu üblen Stichen, wenn einer der Partner frei ist und ...schmiert. Da wird der Unterschied zwischen kurzer und langer Karte deutlich.

Leider sind meine obigen Ausführungen leicht schwachsinnig, da es ohne Kenntnis der Karten (vor allem der Trümpfe) des Ausspielers gefühlte 1.000 Varianten gibt, die durchgespielt werden müssten.

Mit freundlichen Grüßen

Pete Klugscheiß

ja, da war ois drin dazu, was gesagt werden musste. *klatschklatschklatsch*

nairobi, zu lw-kf:
a) idealerweise mit blanker sau. die kann man eh nicht "retten", falls wer anders die farbe später spielt, man schenkt dem gegner also keine punkte. schmieren wird man sie normalerweise ja auch nicht. außerdem können die partner sich dann entscheiden, wie sie reagieren, z.b. 10 schmieren oder ned. wenn jetz einer eh scho drei oder vier von der farbe hat, dann kann er sich zruckhalten - käme er durch trumpf an den stich, würde er wohl die 10 versuchen (kw-lf halt) und du kannst ned ausweichen.
b) blanke 7 (oder so): is für mich nur der umkehrschluß zu langer weg - keine lange farbe. weil: du spielst die 7 ned, weil sie so toll ist, sondern das kleinere übel - deine lange farbe willst du ja ned spielen. außerdem bist du anschließend die farbe frei - siehe oben bei pete.

ah ja, wegen lange vs. kurze karte: i red wiedermal nur vom langen. beim kurzen hätt ma ja mit 2 stück irgendwas scho a extrem lange farb, weil einer frei sein muss. da würd ich die "regel" gar ned anwenden. aber die gilt ja eh nur fürs schafkopfen

*duckundweg*;-)

also von der spielweise her,stimm ich n pete zu. wobei ich meine schmier als trumpfstarker spieler nur dann leg wenn ich die farb kurz hab(vll läuft se ja :) )wobei ich a blanke sau, a als trumpfschwacher spieler spielen würde.(solang der gegner weit weg is) is er na dran, würd ich ihn eher mid nem könig dazu reizen n trumpfreinzulegen, im idealfall spielt der spieler trumpf, un einer meine mitspieler sticht noch. kann keiner mehr stechen, sin vll 15 punkte weg[was nich allzu schlimm ersd mal is]

ma kann aber als trumpfschwacher spieler auch versuchen die blanken farben loszuwerden, um dann egal was angespielt, je nachdem wer den sticht macht, nicht mehr gebunden zu sein was angespielt wurde, um nach herzenslust schmieren, oder nixerle neilegen zu können...

zum baumbua, ne blanke 7 spiel i nur, wenn i sonsd nur blanke schmier, oder lange farb, un langer weg hab...

Ich hau mal in die selbe Kerbe wie der Baumbua und das Schlachtvieh... das Anspielen von ner kurzen - idealerweise blanken - Farbe hat eigentlich primär den Zweck, sich eine Farbe frei zu machen, um dann wenn die Farbe kommt dementsprechend grenzenlos reagieren zu können.
Macht also so gesehen immer Sinn, denn wenn man ne lange Farbe ohne Sau ausspielt is es doch allzu oft so dass ein Mitspieler die Sau blank hat und der Spieler frei is und - mitm Schmiertrumpf - sticht. Und das kann punktemäßig empfindlich weh tun... lange Farbe is halt speziell dann sehr interessant wenn 2 der anderen zwwingend frei sind, d.h. man die Farbe 5 mal hat, und der Spieler NICHT hinten sitzt. Aber ansonsten tendier ich schon dazu, ne blanke Farbe anzuspielen, um den Scheiß loszuwerden.

Also eines habt ihr mir überdeutlich klarmachen können:
Der Unterschied zwischen Kurz und Lang ist doch sehr viel höher als von mir gedacht. Euere Argumente vesteh ich recht gut - doch sie treffen beim Kurzen nicht oder nur bedingt zu...

Die Pauschal-Variante "LW-KW" und umgekehrt kann folglich fast NUR für den langen Sch(l)afkopf gelten, wenn überhaupt. Jetzt verstehe ich auch, warum viele Spieler, die mal nen kurzen Schafkopf (= hart und schnell) ausprobieren und an dieser Regelung festhalten...

@baumbua
hier hast noch das fehlende "L"... ;-))

ich kaufe ein "H"

...ausverkauft!!!

.

also wenn man die wahrscheinlichkeiten betrachtet, zeigt sich, das es total egal ist ob man die farbe von der man eine karte hat, oder von der man zwei hat, anspielt. dass der spieler einsticht liebt rein stochastisch bei 33, bzw 34%. hat man eine farbe 3 mal sticht der spieler zu 40%. wenn man allerdings bedenkt, das der spieler meistens höchstens eine Fehlfarbe, bei der er nicht die sau hat, hält ist die Wahrscheinlichkeit, das er sticht größer. ich persönlich halte es für geschickter sollte man keine sau halten, eine lange farbe anzuspielen, da man dadurch die chance hat, dass der spieler die sau hat und ein mitspieler einstechen kann.hält der spieler eine Fehlfarbe, bei der er die Sau nicht hat, ist es egal ob sie getroffen wird, da wenn er selbst rauskommt, weil er gestochen hat, sich nicht abspatzen kann und man diese Karte auf jeden fall stechen kann.

sing, hast du die vorherigen beiträge zwecks anschließender farbfreiheit überhaupt gelesen?

Ich bringe im Fall B eigentlich immer meine längste Farbe (wenn ich die sau hab, auch diese). Wenn mein Partner Frei ist und der Gegner diese Farbe hat und zugeben muss, kann mein partner 2mal schmieren, da ich dann Farbe nachbringe.

Ist ein Partner und ein Spieler frei, so besteht die chance, dass ein spieler mit einem kleinen Trumpf reingeht (oder sogar Trumpfschmier) und mein Partner kann dann den Trumpfschmierer überstechen oder evtl. sogar mit einem Trumpfschmierer stechen (den er sogar blank haben könnte, wodurch es seine einzige chance ist, ihn zu retten)

Und wenn ich die Sau nicht selber hab, besteht ja immer noch die Möglichkeit, dass der Spieler sie hat und zugibt.

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