Schafkopf für Freunde

Schafkopf-Forum

Tratsch: Dauerklopfer

Nachdem gegen die anhaltende Dauerklopferei nichts unternommen wird und nur lapidar auf die Sperrfunktion verwiesen wird, muß man sich überlegen weiter zu spielen in dem Forum.

im forum werd ned gespielt ;)

und ich bin ja gegen seltenklopfer, des is langweilig^^

ich bin kein dauerklopfer, versteh aber ned, warum sich alle so drüber aufregen....
wer mit nix klopft, sponsort damit doch nur seine mitspieler. ich finds gut, mit dauerklopfern zu spielen ;-).

was san eigentlich dauerklopfer für dich?
bis 50% is des oft noch zu rechtfertigen

Am Langen ohne Sonderspiele sind 40-45% optimal. Um es zu begründen: Gäbe es nur Rufspiele wären 50% optimal, da man bei fairer Verteilung und gleicher Spielerstärke zu 50% eine überdurchschnittliche erste Hand bekommt, welches sich auf die Gewinnchance des jeweiligen Spieles positiv auswirkt. Da ab und zu aber noch Wenz und Solo dazukommen, muss man etwas weniger als 50% klopfen. Beim Kurzen mit Sonderspielen werden größtenteils Einzelspiele angesagt, deshalb ist dort eine verhältnismäßig geringe Klopferquote von 15-25% angesagt (schwankt dort auch stärker bei der gleichen Hand, da bei kurzer Karte die Position noch wichtiger ist)

Lieber Techniker66,

-was sollte denn deiner Meinung nach gegen "Dauerklopferei" unternommen werden?

@Kidrauhl:
Viel wichtiger ist m.E., dass man die Legerquote an die eigene Spielerquote angleicht. Wenn ich nur 20% Spieler bin, sollte ich nicht jedes zweite Spiel klopfen und umgekehrt.

asoluter Schwachsinn Kidrauhl..... beim Kurzen hat man eine höhere Klopferquote und beim langen ist sie niedriger....warum das so ist, sollte ich Dir nicht erklären müßen ...

Die optimale Spielerquote bzw Legerquote hängen nur indirekt voneinander ab. Es geht ja darum möglichst dann zu klopfen wenn man auch gewinnt. Dies kann man aber sowohl als Spieler, Mitspieler oder auch Gegenspieler. Wenn man selber ein Spiel ansagt, hat man meistens schon nicht ganz schlechte Gewinnchancen, deshalb diese indirekte Abhängigkeit.

Zu versuchen die beiden Werte einander anzugleichen ist nicht optimal, egal welche Spielform.

Um nur eines von vielen Beispielszenarien zu nennen warum die Optimalwerte sich unterscheiden: Am langen wird man ja öfter auch gerufen, vor allem wenn man mit mind. 1 Farbsau geklopft hat (was ich sehr oft tue), da gewinnt man auch meistens (der Klopfer rentiert sich), hat aber nicht selber gerufen.

@m_nbg
Solltest du schon zumindest versuchen zu erklären :) Da bin ich ja mal auf die Argumente gespannt.

auf die erklärung warum im kurzen öfter geklopft werden soll, als im langen bin ich gespannt:

bei 3. Karten (kurzen) klopf ich immer mit zwei Trümpf oder 25 von der gleichen Farbe.......
und beim Langen mach ich das nicht weil seltener Solos oder Einzelspiele zusammen kommen als beim kurzen......

@Kidrauhl:
Natürlich sollte die Klopferquote höher als die Spielerquote sein, weil man gerade beim Langen oft mitgenommen wird.
Meiner Meinung nach ist es aber einfach wichtiger, als defensiver Spieler auch defensiv zu klopfen und umgekehrt.

@m_nbg
Dafür bist du beim Langen aber wesentlich öfter Partner.

@MetzgersTochter
Ok, wenn wir uns darauf einigen dass "defensiver Spieler" = suboptimaler Spieler ist, gebe ich recht, dass er auch weniger Klopfen soll, dann verliert er seine Punkte zumindest weniger schnell ;)

@m_nbg
Am Kurzen kommt es oft vor dass du dann dein Spiel nicht ansagen kannst, und der andere Spieler die Trümpfe auf die du geklopft hast, komplett nutzlos macht. So zahlt man ihm schnell eine Brotzeit mitsamt Radieserl. Beim Kurzen wird vorsichtiger geklopft, und vor allem die Position schwerwiegend mit einbezogen. Ich klopfe da etwa 50% meiner Klopfer auf 1.

hast auch Recht.........eigentlich kann man wenn man mit Sonderregeln und Ramsch spielt beim kurzen immer klopfen ^^

Gibt es einen objektiven Richtwert, der so etwas wie "Dauerklopferei" bemessen kann? Oder gibt es eine Institution, die darüber befindet, ab wann man "Dauerklopfer" ist – und ob mit "Dauerklopferei" überhaupt eine Ordnungswidrigkeit oder ein Straftatbestand erfüllt wurde, die bzw. der geahndet werden müßte? Die weitverbreitete Aufregung darüber ist doch unnötig.

@Kidrauhl:
"defensiver Spieler" = suboptimaler Spieler
Meiner Erfahrung nach ist das mit sehr wenigen Ausnahmen wirklich so.

@Drunkenthommi
Nur die Klopferpolizei selbst als Exekutive darf darüber richten! Kontrollgremien sind wie wir wissen spätestens nach der NSA Affäre unnötig. Also pass auf dass net bald aufm Schafott landest, Home!

Dicke Props
an Dich, Bro,
weil, diese Cops
mag ich nicht so.

4 Bars Punchlinemassaka von mir gegen die Klopferpolizei, die da sagt: "Das ("Dauerklopfen") hat mit Schafkopf NIX zu tun!"

@Kirdauhl:
Das mit den 50%, wenn es nur Sauspiele gäbe, hab ich auch mal geglaubt. Es stimmt aber nicht, die optimale Quote ist niedriger.

Wenn den anderen Spielern die Hände festgebunden wären (entweder mit dem Leger am Tisch oder ohne, d.h. entweder auf 0% oder auf 100% Klopferquote), dann wäre das auch richtig.
Aber so läuft man in Gefahr, mit einem nur leicht überdurchschnittlichen Blatt einem Gegner ein sehr gutes Blatt reinzudoppeln und am Ende 4fach zu zahen.

@m_nbg:
Falsch.
Man sollte umso öfter klopfen, je öfter man an einem Sieg beteiligt ist, d.h. je weniger Einzelspiele gespielt werden.
Deswegen ist die optimale Klopferquote beim Langen ohne Extras am größten und beim Kurzen mit Extras am kleinsten.

optimal ist es dann zu klopfen wenn man gewinnt, desto mehr einzel, desto seltener (dafür da dann gleich doppelt und 3 fach) kassierst, also ist es mit steigender einzelzahl erstmal sinnvoller weniger zu klopfen

4 gleiche spieler
25% spieler, ca. 75% der spiele gewonnen

-nur sauspiele:
25% spieler, 25% mitspieler (=50% (mit-)spieler), 50% gegenspieler
12,5% als spieler verloren, 12,5% als gegner gewonnen = 50% aller spiele gewonnen

50% einzel, 50% sauspiel:
25% spieler (12,5% sauspiel, 12,5% einzel), 12,5% mitspieler (=37,5% (mit-)spieler) 62,5% gegenspieler
als spieler: 28,125% spiele gewonnen
als gegner: 15,625% spiele gewonnen
=43,75% spiele gewonnen

80% einzel, 20% sauspiel:
25% spieler (5% sauspiel, 20% einzel), 5% mitspieler (=30% (mit-)spieler), 70% Gegenspieler
als spieler: 24% spiele gewonnen
als gegener: 14% spiele gewonnen
=38% aller spiele gewonnen

praktisch liegen die werte natürlich nochmal drunter ;)

@oachekine ich glaub wir müssen über das wort optimal sprechen: Definition: "(unter den gegebenen Voraussetzungen, im Hinblick auf ein zu erreichendes Ziel) bestmöglich; so günstig wie nur möglich"
optimal heißt im zusammenhang mit klopfen also: ich klopfe dann, wenn ich am ende des spiels gewinne, damit ist
"Aber so läuft man in Gefahr, mit einem nur leicht überdurchschnittlichen Blatt einem Gegner ein sehr gutes Blatt reinzudoppeln und am Ende 4fach zu zahen." falsch, weil man auf ein verlorenes spiel ned doppeln sollte
(optimales klopfen ist nur nach beendigung des spiels mögl.)

Fremde Klopfer sind natürlich Zusatzinformation die man ausnutzen kann. Dem Klopfenden selsbt bringt das frühe Klopfen allerdings keinen Vorteil. Deshalb sollte ja eigentlich jeder auch möglichst spät klopfen, sodass niemand mehr darauf reagieren kann, und dann fällt das auch wieder größtenteils als Argument raus.

Aber gehen wir davon aus, dass Spieler früh klopfen, so hast du natürlich Recht, dass man etwas vorsichtiger klopfen sollte. Aber auch nicht viel vorsichtiger. Außer man weiß der Gegner klopft nur auf überragende Hände.

Ich hab beim online Schafkopfen immer das Problem, daß ich nicht abschätzen kann ob noch einer in letzer Sekunde legt.
Daher kommen oft "Quotenleger" (wenn keiner legt, leg halt ich) mit taktisch verzögerten Legern zusammen.
Und übrigens, mit 15% Leger letztes Jahr und 20% Leger momentan hat sich mein Gewinn um ca. 2pt pro Spiel gebessert.
Ich behaupte am Rentnertisch mit in etwa gleichstarken Gegnern müsste das Optimum so um 20-30% liegen. Bei schwächeren Gegnern mit Sicherheit höher. Aber ich sehe bei meinen passiven Legerquoten schon genug Tränen der Klopferpolizei. ^^