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Tratsch: Laufende Bezahlung

Um es vorweg zu nehmen: Ich bin blutiger Anfänger und noch dabei, mir die Spielregeln anzueignen. Was die Laufenden betrifft, werde ich mir nicht ganz schlau, daher hoffe ich auf eure Hilfe: Ich weiß, was Laufende sind und dass sie immer die Gewinnerpartei bezahlt bekommt. Aber wie läuft das in der Praxis? Bei einem Rufspiel zum Beispiel weiß ich ja zu Beginn noch nicht, wer mein Partner ist. Das stellt sich erst heraus, wenn schon einige Stiche gemacht wurden. Wenn ich nun mit meinem Partner gewinne, müsste ich doch, um unsere Laufenden anzumelden, genau wissen, welches Blatt wir beide anfangs auf der Hand hatten. Und dann müssten die Gegenspieler das auch nachvollziehen können. Wie kann jemals überprüft werden, ob eine Forderung auch stimmt, wenn am Schluss alle Karten gespielt sind?
Für eingefleischte Spieler mag das eine dumme Frage sein, trotzdem bitte ich um eine Antwort.

also um bei sauspiel zu wissen wie viel laufende man kassiern darf, muss man nach dem spiel noch wissen was man am anfang hatte (so wie wenn jmd. ein einzel verliert, müssen auch die gegner aufpassen, ob und wie viel laufende sie kassieren dürfen)

wichtig:
die die gewonnen haben müssen wissen, wie viel sie verlangen

geht dann ungefähr so: ich hatte 2O, ich auch, alten unter? ja stimmt den auch noch. blauer unter? nö, hat der gegner (xy) gehabt.

was passiert wenn zu wenig verlangt wird? nix, bekommen sie halt nur das zu wenig verlangte geld

was passiert wenn zu viel verlangt wird?
dann darf die differenz doppelt zurückverlangt werden. kassiert man also statt 50ct. 60 ct. dürfen die verlierer 20 ct. zuückfordern und müssen nur noch 30ct. bezahlen

am einfachsten kann man die forderungen mit den stichen nachzuweisen (gute spieler wissen aber oft in welchem stich der fehler liegt, und wer hier noch den zu viel verlangten laufenden hatte)

achja die gewinner dürfen die stiche zum laufenden zählen in der regel nicht benutzen ;)

wie Du schon schreibst, weiß man es bei einem Rufspiel erst, wenn alle Karten gespielt sind.

Entweder man wird sich dann einig, was tatsächlich gewesen ist, oder zur Not gibts eine auf die 12

;-)))

^^

danke

oder 2 auf die 12 also 24

Jozi, wenn der Gewinner statt 50 Cent cent verlangt, gibts 20 zurück. D´accord. Aber der Verlierer bezahlt dann 40 Cent.
Also so ist das bei uns. Doppelt zurück, und nicht der richtige Preis minus doppelt zurück ist der Zahlpreis.

ok stimmt, so meinte ichs auch^^ kommt einfach nicht so oft vor, dass zuviel verlangt werd ;) aber ja der verlierer zahlt dann 40 ct ;)

Besonders bei Sauspiel wird immer zuviel verlangt^^
Aber ich kanns nie nachweisen...

Noch zu dem Thema eine Frage, weils bei uns letztes für Diskussionen gesorgt hat (ettliche Biere zu viel jeder, somit wussten wir nicht mehr genau, wer welchen Haxen gehabt hat):

Ab wann ist zuiel verlangt?

Nach dem Abheben?

Nach dem Verlangen?

Nach dem Bezahlen?

Abheben

ich würd sagen nach dem abheben (weil bis da kann man noch nachverlangen (evtl. auch zu viel verlangen^^) ;))

ey, ich war erster

also nix da mit langer erklärung

kusch

Meine Live-Runden haben ja von dem "Doppelt-Zurück"-Quatsch noch nie Gebrauch gemacht - wir haben das im Zweifel einfach ausdiskutiert. Aber die Beweisführung ist nach dem Mischen und Abheben sicher witzig.

Wir lösen das auch pragmatisch. Nur mehr fordern darf man nach dem Abheben nimmer

Das Abheben des nächsten Spiels beendet das vorherige!
Da passiert nix mehr! Aus! Äpfe! Amen!

Die Spieler Partei verlangt ihren Preis. Wenn verlangt is, wird sofort zruckverlangt. Spätestens wenn der Abheber kurz davor steht sein Werk zu beginnen sollte man intervenieren. Is abghoben, is Spiel aus!

Wenns ned so wär kommt irgendwer an Weihnachten daher und verlangt 20 Cent, weil Du an Ostern einen Laufenden zuviel verlangt hast.

ts ts ts
nachm Abheben....
an grössern Schmarrn hab i ganz ehrlich noch nie ghört!

Nach dem Abheben will ja hoffentlich niemand mehr was machen ;-)

Bei uns war es erst so, dass erst nach dem Abheben zuviel verlangtes zurückbezahlt wurde bzw. nicht mehr nachgefordert werden konnte, wenn zuwenig verlangt wurde.

Da nach dem Mischen und Abheben nicht mehr nachvollziehbar war, wer welche Haxen hatte, haben wir das geändert, wie es Edmuina geschrieben hat. Äpfe hab i no nia ned zruck griagt.

Nachgeschaut haben wir noch nie, glaub ich.
Hat immer eine Seite vorher nachgegeben :-)

ich kenns so, dass bis zum abheben verlangt wird, nachm abheben is rum und man darf sich als verlierer freuen, wenn der spieler seine laufenden vergessen hat. wird zu viel verlangt, wirds i.d.r. vor dem mischen diskutiert. merkt der spieler während des mischens, dass er laufende hatte, dann werden die natürlich noch bezahlt.
doppelt zurück kenn ich, haben wir in unseren runden aber auch noch nie "benutzt". wird zu viel verlangt, wirds ausdiskutiert und sich geeinigt. is natürlich schwer, wenn schon gemischt is, aber bisher haben wir immer ne lösung gefunden...
ach ja, nur so am rande: schneider is (bei uns) ehrensache und wird freiwillig bezahlt...

richtig janth genau so isses.

Nur beim doppelt zruck geh i ned ganz konform.
I finds scho richtig, dass as zuviel verlangen schmerzen soll.

Bsp. Der AlteDer BlaueDer Rote Eichel-UnterGras-UnterHerz-Unter sind klar, fraglich ist Der Runde

Wenns wurscht is verlang i einfach mal mehr und die andern müssen beweisen dass ichs ned hatte.
Schaffen sie des, dann kassier i halt nur die drei, und hab keinen schaden.

Muina, des Basargeschacher unterstütze ich nicht.

Außerdem widersprichst dir doch, wenn du schreibst, zuviel verlangt sollte schmerzen und dann schreibst, du hast keinen Schaden.
Bei unterem Beispiel verlangst du ja 4 zuviel. Also mit Schmerzen 80 zurück.

Ich habs vielleicht nicht perfekt ausformuliert.
aber der Letzte Absatz bezieht sich auf das Szenario wenn eben nicht doppelt retour verlangt wird. Dann wärs wurscht.

Bei dem Bsp. werden 4 zuviel verlangt und i bin der Meinung, dass das eben mit schmerzen 80 Cent retour kosten sollte.

es haben scho leute 9 Lauf verlangt und den Blanken Blauen, der vom Gegner kam, vergessen. Des werd dann richtig teuer.
Da zahlst halt dann statt 40 Cent zu erhalten a 50erl an die Verliererpartei aus.
Manchmal kann Dummheit eben doch weh tun, wenn einem der Satz "ha! die Herzsau hab i a no ghabt" mit einem Rumms!!! im Hals stecken bleibt.

Und i sag jetzt NICHT auf welcher Seite ich damals Stand :-)

Da bin ich offensichtlich wieder mal allein auf weiter Flur. Für mich ist das Spiel mit der 32sten Karte beendet. Mit dieser Karte steht auch der Spielpreis fest. Wenn ich einen Farbwenz ohne Drei (oder ein Solo ohne Sieben - wie zum Beispiel damals in Isny, Mühlenmensch) verloren habe, zahle ich drei Laufende (oder eben sieben, GRMBLZKK!) ungefragt aus. Ich könnte mich einfach nicht über drei oder vier vergessene Laufende freuen. Klar habe ich auch mit Fremden schon teuer gezockt, die das so haben wollten - mache ich dann schon auch. Aber mit Bekannten oder Freunden spiele ich nicht, um Kohle zu gewinnen. Daher halte ich es mit den Laufenden ehrensachentechnisch wie mit dem Schneider.

Nebenbei: Wo ich (außer in besagten Zockerrunden mit Fremden) definitiv raus bin, ist, wenn jemand bei einer falsch gelegten Karte (zum Beispiel Farbe nicht zugegeben) sofort "verloren, auszahlen!" schreit. Bei uns läuft das so:

"Höh? Do dimmt wos ned - oana muaß no a Schelln hom!?"

"Ahhhhh, FUCK! Stimmt, ich! Sorry!!!"

"Na konnst da Dei Gros wieder histecka, wos herkemma is."